Aktuelles aus der Schweizer DAB+ Szene

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20.06.18 - Neuer digris Sender für Zürich in Betrieb
Wie angekündigt, hat heute der neue digris Sender für die Stadt Zürich (West) den Betrieb aufgenommen. Gesendet wird auf Kanal 9D mit einer Leistung von 1'000 Watt, vertikal vom Standort Escher Wyss (ZHEW) auf dem Dach der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Wir sind bereits gespannt auf die ersten Empfangsberichte.

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Der neue Sender für die Stadt Zürich im Portrait. Fotos: Facebook, digris AG

digris verbreitet auf diesem Kanal seit einiger Zeit ein DAB-Ensemble mit 16 verschiedenen, attraktiven Programmen für die ganze Agglomeration Zürich. Bis anhin wurde ausschliesslich vom Standort Felsenegg-Stigerberg Restaurant gesendet.

17.06.18 - Senderneuaufschaltungen bei digris
In den kommenden Tagen werden bei Netzbetreiber digris wieder neue Sender aufgeschaltet. Es handelt sich dabei um die DAB-Insel Neuchâtel-Yverdon, auf Kanal 10A. Dafür gehen die Sender Vully-Vallamand (2'000 Watt, vertikal) und Yverdon-Rue Neuchâtel (400 Watt, vertikal) on Air. Über die auf dieser DAB-Insel enthaltenen Programme berichten wir, sobald entsprechende, gesicherte Informationen vorliegen. Leider ist auf Kanal 10A das Gleichkanalbelegungsproblem mit Bern, Biel-Solothurn und später auch Freiburg noch immer nicht gelöst. Da wird sich das Signal gegenseitig in grossen Gebieten auslöschen. Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) ist gefordert!

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Zudem geht am, 22. Juni 2018 der neue digris Sender für die Stadt Zürich (West), Kanal 9D, vom Standort Escher Wyss (ZHEW) auf dem Dach der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) on Air. Damit wird sich der Empfang dieses Ensembles in der Stadt merklich verbessern. Für Zürich-Nord ist in einer späteren Phase noch eine weitere Sendeanlage geplant.

Internet: http://www.digris.ch

07.06.18 - DAB+ im Zentrum des SRG-Branchenforums
Das diesjährige SRG-Branchenforum vom 4. Juni in Bern stand ganz im Zeichen von DAB+. Dabei interessierten die rund 130 Besucherinnen und Besucher vor allem zwei Fragen: Wann wird UKW abgeschaltet? Und: Welche Vorbereitungen müssen dafür noch getroffen werden? Klar scheint: Die Umstellung kommt früher als 2024, und offene Baustellen sind vorhanden - wenn auch immer weniger. Ein Augenschein.

Als Auftakt sprach Marco Derighetti, Direktor Operationen SRG, über zukünftige Herausforderungen für die SRG. Neben dem Sparprogramm von CHF 100 Mio. nannte er die Notwendigkeit, sich an die stark ändernde Mediennutzung anzupassen. Heutzutage würden mehr individuelle Wahlmöglichkeit sowie orts- und zeitunabhängiger Konsum verlangt. Für DAB+ sieht Derighetti die richtige Zeit gekommen.

Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt
Philippe Zahno, Präsident der Arbeitsgruppe «Digitale Migration» (DigiMig), attestierte der Schweiz gute Rahmenbedingungen für den Umstieg von UKW auf DAB+. Er gab bekannt, dass die Arbeitsgruppe eine UKW-Abschaltung ab 2021 favorisiere und 2022 abschliessen möchte. Auch René Burger, CTO bei SwissMediaCast (SMC), dem grössten privaten DAB+-Netzbetreiber der Schweiz, ist mit seinem Netzausbau auf Kurs. Die Nachfrage von privaten Radioveranstaltern nach DAB+-Verbreitung ihrer Programme scheint ungebrochen. René Wehrlin vom Bundesamt für Kommunikation (Bakom) wies darauf hin, dass die UKW-Technologie bereits 60-jährig sei und langsam in Pension gehen müsse. Für die Digitalisierung sei sie nicht geeignet. «Ohne den Umstieg auf digitales Radio werden Spotify, YouTube und Smartspeaker wie Alexa das Zepter vollständig übernehmen», so Wehrlin.

Das DAB+-Netz wird in Bälde die gleiche Abdeckung wie UKW erreichen. Doch wie sieht es bei den DAB+-Geräten aus? Bezüglich Empfangsempfindlichkeit zeichnete Damien Corti, CTO der SRG, ein durchzogenes Bild: Die Mehrheit der getesteten Kleinradios erreichten die geforderten Empfangsempfindlichkeitswerte, und auch HiFi-Anlagen lieferten gute bis mittelmässige Resultate. Enttäuschend hingegen seien die Testmessungen, welche die SRG regelmässig durchführt, bei den meisten Auto-Nachrüst-Lösungen ausgefallen.

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Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): Mehmet Aytar, Philippe Zahno, Oliver Fueter, Bigna Silberschmidt, Andreas Burgener, Marco Derighetti. Foto: Technischer Infoletter SRG

Knackpunkt Auto-Nachrüstung
Andreas Burgener, Direktor von auto-schweiz, sieht die Automobilbranche gut vorbereitet in Bezug auf Nachrüst-Lösungen und ist sich der kommenden Nachfrage durchaus bewusst: Rund 75% oder ca. 3,5 Millionen Personenwagen hätten in der Schweiz noch kein DAB+. Viele würden aber erst umrüsten, wenn das UKW-Netz abgeschaltet sei. Bei Neuwagen sieht er den Käufer in der Pflicht: Internationale Autokonzerne bauten Autos für die ganze Welt. Noch sei DAB+ nicht in allen Ländern soweit wie in der Schweiz. Wer ein DAB+-fähiges Auto will, müsse dies aktiv fordern, auch wenn es keinen Aufpreis koste. Man dürfe nicht erwarten, dass ein DAB+-Radio automatisch in der Standardausstattung inbegriffen sei. Die gute Nachricht: 85% der Neuwagen bieten DAB+ an.

Handlungsbedarf bei den Auto-Nachrüst-Lösungen sieht auch Ernst Werder von der Weer GmbH. Seine Firma hat sich auf Nachrüst-Lösungen spezialisiert und bietet Schulungen für Fachleute an. Das Auto selber nachzurüsten sei für einen Laien anspruchsvoll. Er empfiehlt, einen spezifisch geschulten Fachmann beizuziehen. Doch auch in Fachkreisen sei das Know-how noch zu gering. Deshalb bereitet Weer GmbH mit dem Bakom und dem Autogewerbeverband Schweiz (AGVS) eine Zertifizierung für fachgerechte DAB+-Nachrüstung vor. Nachrüstlösungen zum selber Einbauen seien ab CHF 150 erhältlich, ein zertifizierter Fachmann verrechne ab CHF 350.

Sind die Konsumenten bereit? Ob die Konsumenten für die Umstellung bereit sind, blieb umstritten: Ein Forumsgast stellte die breite Akzeptanz in Frage. Negative Äusserungen in den Kommentarspalten von Online-Medien bei DAB+-Berichten würden ein schlechtes Image fördern. Oliver Fueter, Redaktor bei der Konsumentensendung «Espresso», kritisierte, dass die Werbung für DAB+ zu früh begonnen und die Leute eher verwirrt statt aufgeklärt habe. Er unterstrich die Wichtigkeit eines lückenlosen Ausbaus der DAB+-Versorgung und Bekanntgabe eines klaren UKW-Abschaltplans.

Dass die Werbeanstrengungen Wirkung zeigen, unterlegte Luca Giuriato, Vertreter des Marktforschungsunternehmens GfK, mit Fakten: Der Einfluss der Kampagnen auf den Verkauf der Geräte sei gut sichtbar gewesen, und die Bekanntheit von DAB+ sei von 55 auf 89 Prozent gestiegen.

Um den Konsumenten DAB+ verständlicher zu machen, wolle man in der laufenden Kampagne die Elektrofachhändler stärker einbeziehen oder Autoumrüstungen thematisieren. Nora Müller von der Agentur Republica, die im Auftrag des Bundes die DAB+-Kommunikationskampagne «Radio zieht um auf DAB+» führt, nannte diese Schwerpunkte.

Durch den Anlass führte «Schweiz aktuell»-Moderatorin Bigna Silberschmidt. Das nächste SRG-Branchenforum findet am Montag, 3. Juni 2019, statt.

07.06.18 - Die Einführung von DAB+ in der Schweiz: eine Standortbestimmung
Seit fünf Jahren versorgt die Plattform DAB-Swiss ihre Leser nun schon mit zeitnahen, interessanten Neuigkeiten rund ums Thema Einführung von Digitalradio DAB+ in der Schweiz. Zeit um eine Bilanz zu ziehen und den momentanen Standort zu bestimmen.

Zwei Tatsachen stechen von Beginn an ins Auge: einerseits hat sich die Programmvielfalt seither ungefähr vervierfacht und andererseits hat die Abdeckung der verschiedenen Netze ein sehr hohes Niveau erreicht. Sendeten 2013 nur gerade die SRG mit ihren insgesamt 20 Programmen und SwissMediaCast (SMC) mit einem 14er Ensemble in der Deutschschweiz, so sind es nun dank SRG, SMC, RMS und digris weit über 100 verschiedene Anbieter geworden, welche ihre Programme teils flächendeckend aber auch in neueren, lokalen Netzen verbreiten. Dies kommt einer Radiovielfalt gleich, wie sie zuvor in unserem Land, auf terrestrischer Basis, also frei empfangbar, noch nie angeboten wurde. Dies bedeutet aber nicht zwingend, dass sich auch in Programmen und Musikrichtungen eine entsprechende Vielfalt entwickelt hat. Noch immer haben die zahlreichen Mainstreamprogramme auf DAB+ die Überhand und zusätzliche Musik- oder Themenprogramme wären wirklich wünschenswert. Es scheint, dass momentan einfach nur der Mainstream finanziell rentieren würde. Ein Lichtblick in dieser Sache ist des 2. Deutschschweizer Ensemble von SMC, welches noch im laufenden Jahr starten soll, sowie je ein zusätzliches Ensemble in der Romandie und im Tessin. Für diese Sendeplätze werden sich bei einigermassen gesitteter Preisgestaltung vielleicht auch einige Spartenprogramme finden lassen. Auf den räumlich sehr begrenzen digris Ensembles tummelt sich schon das eine oder andere interessante Spartenprogramm. Mehrheitlich werden hier jedoch sogenannte Alternativprogramme ausgestrahlt.

Besonders erwähnenswert: nur noch ein einziger, kommerzieller Radioveranstalter ist in der Schweiz derzeit nicht auf DAB+ zu hören, nämlich neo1 aus dem Emmental.

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Die Entwicklung der verschiedenen Empfangswege zwischen 2015 und 2017. DAB+ gewinnt deutlich Marktanteile. Quelle: BAKOM.

Sehr erfreulich sieht es, wie erwähnt, bei der Netzabdeckung aus. Mittlerweile können die Angebote von SRG und SMC wirklich bis in das hinterste Tal glasklar empfangen werden. Gerade in den Randgebieten fällt in letzter Zeit vermehrt auf, dass die DAB+ Versorgung noch besser geworden ist als die bisherige auf UKW. Während beispielsweise Radio BeO im abgelegenen Gasterntal (Kandersteg) oder im hinteren Diemtigtal auf UKW nur schlecht als recht oder teils gar nicht zu empfangen war, ist jetzt in diesen Tälern dank SMC Kanal 8B ein ungetrübter Empfang möglich. Aufgrund von Sendeleistungssteigerungen konnte zudem die Durchdringung von dickem Mauerwerk verbessert werden. Zumindest hat die SRG in dieser Sache auf ihren Kanälen merkliche Anstrengungen unternommen. Bei SMC und RMS würde es durchaus doch noch einige Leistungserhöhungen ertragen. Schlussendlich ist jetzt bereits fast die Hälfte aller Nationalstrassentunnels, welche länger als 300m sind, mit dem DAB-Signal versorgt. Bis Ende 2018 werden da noch zahlreiche weitere Lücken geschlossen.

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DAB+ Tunnelversorgung in der Schweiz im Vergleich von 2014 zu 2018 (Grafiken zum Vergrössern).

Bis ins Jahr 2020 erhalten die bereits auf DAB+ sendenden Veranstalter noch Gelder für die Technologieförderung. Diese Subventionen fallen danach langsam weg. Während man ursprünglich von einem UKW-Abschaltungstermin im Jahr 2024 gesprochen hat, engagieren sich die Radioverantwortlichen, zusammengeschlossen in der Gruppe DigiMig, jetzt bereits für eine Abschaltung im Jahr 2021. Zu diesen Plänen haben die Behörden jedoch noch keine Stellung genommen. Die frühere Abschaltung würde natürlich den Veranstaltern aus finanzieller Sicht sehr entgegenkommen, weil dadurch die hohen Kosten für die Parallelversorgung UKW/DAB+ wegfallen würden.

Eins hat sich jedoch in den vergangenen fünf Jahren nicht verändert und zwar die Informationspolitik der Netzbetreiber. Da hält man es offensichtlich immer noch nicht für wichtig, über die neue Radiotechnologie und deren Ausbaustand zu informieren. Wenigstens gibt’s von der SRG und digris ab und zu News in Form von Presseinfos oder Homepageupdates. Bei SMC hat auch die neue Geschäftsführung keinerlei Anstrengungen zu einer Verbessrung der Informationspolitik unternommen und Netzbetreiber Romandie Médias SA (RMS) scheint auf allen Kanälen inexistent zu sein. Dabei wäre es doch wichtig, die Bevölkerung über Senderinbetriebnahmen und Empfangsverbesserungen zu informieren. So erhalten wir immer noch viele Mails und Anrufe von Radiokonsumenten, welche Fragen zu Empfang, Programmangebot oder technischen Anliegen haben. Diese können wir jedoch nur sehr begrenzt beantworten, da es sich bei DAB-Swiss um keine technische Hotline handelt.

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Grafik der Radionutzungswege in der Schweiz. Quelle AG DigiMig.

In den kommenden Monaten werden noch einmal einzelne, neue DAB-Inseln von Netzbetreiber digris auf Sendung gehen. Es handelt sich dabei um Neuchâtel-Yverdon, Freiburg, Glarus, das Oberwallis, St. Gallen und das Rheintal. Hier bestehen aber die Probleme mit den Gleichkanalbelegungen auf den Kanälen 5D und 10A, welche sich mit den Neuinbetriebnahmen noch einmal wesentlich zuspitzen werden. SMC seinerseits wird in der 2. Jahreshälfte 2018 mit dem 2. Deutschschwiez-Ensemble auf Kanal 7B starten und dieses dann kontinuierlich ausbauen. Wohl im Verlaufe des Jahres 2019 sollte auch die zusätzliche Abdeckung in der Westschweiz on Air gehen, deren Bewerbungsverfahren momentan läuft. Im Tessin könnte es jedoch erfahrungsgemäss bis 2020 dauern, mit dem Aufbau des neuen SMC-Netzes.

Und wo stehen wir Radiomässig im Jahr 2024? Das Lesen in der Kristallkugel ist immer eine heikle Sache, aber eines ist sicher: DAB+ wird sich in der Schweiz durchsetzen, denn der «Point of no Return» ist jetzt bereits überschritten. UKW wird zu diesem Zeitpunkt grösstenteils abgeschaltet sein. Vielleicht bleiben noch einzelne SRF1-Sender für den Durchgangsverkehr aus dem Ausland an den wichtigsten Hauptverkehrsachsen übrig. Und so sicher wie das Amen in der Kirche ist, dass sich die Reihen der Veranstalter ab 2021 wieder lichten werden, wenn die Subventionen des Bundes wegfallen und die Preise für eine Verbreitung über DAB+ nicht wesentlich sinken. So werden zu diesem Zeitpunkt in der Schweiz wohl um die 100 Programme via DAB+ empfangbar sein, welche einen grösseren Geldgeber im Rücken haben. Aufgrund der gut verfügbaren Übertragungskapazitäten werden diese Anbieter vielleicht gar die Übertragungsraten erhöhen, um eine bessere Tonqualität erreichen zu können. Der Werbemarkt für verschiedene Radioanbieter ist und bleibt in der Schweiz auch mit DAB+ begrenzt, sodass Nischenprogramme nur mit innovationen und genialen Ideen überleben können. Vielleicht werden sich zu diesem Zeitpunkt auch die informativen Slideshows etablieren, welche einen wesentlichen Mehrwert von DAB+ darstellen und eigentlich zur Grundidee dieser Technologie gehören.

04.06.18 - Weitere Nationalstrassentunnels mit DAB+ ausgerüstet
Es geht emsig weiter, mit dem DAB-Ausbau der Schweizer Nationalstrassentunnels. Wie uns unsere Empfangsmelder berichten, sind nun auch die folgenden A3 Walensee-Tunnels mit SMC Kanal 7A (Nordschweiz), SMC Kanal 7D (Deutschschweiz), SMC Kanal 9B (Ostschweiz) und SRG Kanal 12C (Deutschschweiz) ausgestattet:

Kerenzerberg
dab tunnelversorgung nationalstrassen schweiz 2018-06 klWeisswand
Standenhorn
Glattwand
Mühlehorn
Stutz
Murgwald
Quarten
Fratten
Hof
Raischibe

Im Tessin, an der A2, sind neu digris Kanal 10C (Sotto- und Sopracenerri) und SRG Kanal 12A (Südschweiz) in den folgenden Tunnels zu empfangen:

Maroggia
Melide-Grancia
San Salvatore

Und schlussendlich sind SMC Kanal 7A (Nordschweiz), SMC Kanal 7D (Deutschschweiz) und SRG Kanal 12C (Deutschschweiz) jetzt auch im A8 Tunnel Giswil zu hören.

Bald schon ist also die Hälfte aller Nationalstrassentunnels, welche länger als 300m sind, mit DAB+ ausgerüstet. Bis Ende 2018 werden es sicher um die 80% sein.

28.05.18 - ComCom schreibt DAB+-Sendernetz für die Romandie aus
Die Romandie soll ein weiteres DAB+-Sendernetz für die digitale Verbreitung von Radioprogrammen erhalten. Dafür vorgesehen ist Kanal 10C. Zu diesem Zweck hat die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) die Ausschreibungsunterlagen für die Vergabe einer DAB+-Funkkonzession am 28. Mai 2018 publiziert. Die Bewerbungsfrist dauert bis am 27. Juli 2018.

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Darstellung der drei neuen DAB-Abdeckungen in Deutsch-, West- und Südschweiz.

In der Romandie werden heute neben den Programmen der SRG alle privaten UKW-Programme in der ganzen Sprachregion sowie weitere, nichtkommerziell ausgerichtete Webradios und Spartenprogramme in den Agglomerationen Genf, Lausanne und Unterwallis digital verbreitet. Im Rahmen einer Interessenabklärung durch das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) im Jahr 2016 wurde zusätzlicher Bedarf an Sendeplätzen angemeldet. Da freie DAB+-Frequenzen verfügbar sind, hat die dafür zuständige ComCom das BAKOM mit der Durchführung einer Ausschreibung für eine weitere DAB+-Funkkonzession in der Romandie beauftragt.

Als Verfahren zur Auswahl der DAB+-Funkkonzessionärin kommt ein Kriterienwettbewerb zur Anwendung. Die Bewerbungen werden anhand der folgenden Kriterien durch die ComCom beurteilt:

- Versorgung und Frequenzökonomie: Aus Gründen der Frequenzökonomie soll eine weitgehend flächendeckende Versorgung der Romandie anstelle einer Versorgung von Teilgebieten angestrebt werden.

- Beitrag zur Medienvielfalt: Die Bewerberinnen sollen darlegen, wie das vorgesehene Programmbouquet die Vielfalt an Radioangeboten im Versorgungsgebiet erhöht und welche innovativen Formate vorgesehen sind.

- Wirtschaftlichkeit: Es wird diejenige Bewerberin bevorzugt, die glaubhaft darlegen kann, dass sie die Investitionsvorleistungen erbringen und einen längerfristig gesicherten Betrieb gewährleisten kann.

Der Ablauf des Verfahrens sowie die Beurteilungskriterien sind in den Ausschreibungsunterlagen festgelegt, die auf der Website des BAKOM zur Verfügung stehen. Die Ausschreibung wird mit der Publikation im Bundesblatt (BBl) vom 29. Mai 2018 eröffnet. Die Bewerbungen um die Funkkonzession sind bis am 27. Juli 2018 einzureichen. Die ComCom geht davon aus, dass die Funkkonzession bis Ende 2018 erteilt werden kann.

Der Kommentar:
Die Behörden machen vorwärts, mit der Neuausschreibung von DAB-Kapazitäten in der Schweiz. Sehr erfreulich, dass die Programmvielfalt demnach auch in der französischsprachigen Westschweiz noch einmal merklich wachsen soll. Bloss fragt man sich, welche Anbieter denn diese Kapazitäten nebst den bereits von Netzbetreiber Romandie Médias SA (RMS) und digris verbreiteten Programmen noch nutzen sollen? Schafft man damit nun nicht langsam eine DAB+ Überkapazität, sodass dann die Kanäle nur noch halb voll belegt sind oder hat das Ganze vielleicht sogar die positive Folge, dass wieder vermehrt auf Sendequalität mit höheren Bitraten geachtet wird, anstatt möglichst viele Programme auf einen Kanal zu quetschen? Oder wollen vielleicht in der Westschweiz künftig auch Anbieter aus dem benachbarten Frankreich ein Wörtchen mitreden? Was ist unter “innovative Formate” zu verstehen? Verspricht diese Klausel tatsächlich weniger Mainstream und mehr Abwechslung? Die Ausschreibung bietet also in den kommenden Wochen sicher viel Gesprächsstoff für Spekulationen. Die Resultate der Bewerbungen werden mit Spannung erwartet!

Zur Webseite von Sunradio

25.05.18 - UKW-Abschaltung in der Schweiz schon 2021?
An einer kürzlich erfolgten Fachkonferenz in Kroatien, kündigte René Wehrlin, Verantwortlicher des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) an, dass die Schweizer Radioveranstalter, zusammengefasst in der Organisation digimig, jetzt einen Ausstieg von UKW bereits für das Jahr 2021 anstreben. Das wäre also in drei Jahren. Bislang war von 2024 die Rede. Diese Bestrebungen sind von den Behörden jedoch noch nicht abgesegnet. Trotzdem ist es ein erfreulicher Schritt in Richtung Digitalisierung der Radiolandschaft in der Schweiz.

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René Wehrlin bei seinem Referat. Ausschnitt aus YouToube-Video.

Bei all diesen Bestrebungen gehe es auch darum, das Medium Radio als von Internet und Mobiltelefonanbietern unabhängiger, vielseitiger Informationsträger zu festigen, wie Wehrlin weiter ausführte. Dies sei in besonderem Interesse des Staates, welcher eine Versorgungssicherheit für jeden Bürger gewährleisten will. Falls dieser Termin wirklich gehalten werden könnte, wäre die Schweiz ganz vorne bei den Ländern mit dabei, welche UKW als überholte Technologie abschalten.

25.05.18 - Weitere Tunnels der Region Zürich neu mit DAB+
Wie uns Empfangsbeobachter Christian Brülhart mitteilte, wurden in der Region Zürich bereits wieder einige Nationalstrassentunnels mit dem Signal von DAB+ ausgerüstet. Aufgeschaltet wurden SMC Kanal 7A (Nordschweiz), SMC Kanal 7D (Deutschschweiz), dirgis Kanal 9D (Zürich) und SRG Kanal 12C (Deutschschweiz). Es handelt sich dabei um folgende Tunnels:

- Schöneich (A1)
- Milchbuck (A1)
- Gubrist (A1)
- Stelzen (A1)
- Bubenholz (A51)

In den zwei zuletzt erwähnten, ist jetzt auch der Empfang des digris Kanals 9D (Zürich) möglich. Somit sind in der Region Zürich alle Nationalstrassentunnels mit dem Digitalradio ausgerüstet, was die zahlreichen Autofahrer auf diesen vielbefahrenen Strassen sicherlich freuen wird.

25.05.18 - Neue SMC-Sender koordiniert
Die Deutsche Bundesnetzagentur (BNetzA), hat in den vergangenen Tagen die folgenden, neuen Sender von SwissMediaCast (SMC) koordiniert und somit deren Aufschaltung ermöglicht:

Kanal 7D (Deutschschweiz 1)
Balsthal Erzmatt, 4'000 W, vertikal
Fischenthal Waldsberg, 1'700 W, vertikal
Flühli Rischli, 900 W, vertikal
Huttwil Hohfuren, 600 W, vertikal
Schattenhalb Geisshölzli, 1'000 W, vertikal
Sool Trogsite, 900 W, vertikal

Kanal 8B (Bern-Freiburg-Solothurn)
Balsthal Erzmatt, 4'000 W, vertikal
Huttwil Hohfuren, 600 W, vertikal
Schattenhalb Geisshölzli, 1'000 W, vertikal

Mit diesen künftigen Abdeckungen werden bestehende Lücken in den Randgebieten geschlossen. Wann die Aufschaltungen jedoch genau erfolgen, ist, wie immer bei Netzbetreiber SMC, noch unbekannt.

25.05.18 - Sender Unterseen-Harder jetzt mit voller Leistung
Gemäss Mitteilung von Radio BeO Techniker, Patric Perret, läuft der digris-Sender Unterseen-Harder jetzt endlich mit den vollen mit 500 Watt Leistung. Diese Anlage verbreitet im SFN-Betrieb mit Brienz und Thun die DAB-Insel Berner Oberland auf Kanal 6A. Gemäss Angaben von Perret, kann dieser Kanal nun problemlos bis nach Grindelwald gehört werden. Auch in Richtung Kander- und Simmental dürfte sich der Empfang damit merklich verbessert haben.

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Der gut versteckte digris-Sender Harder, unter der Aussichtsplattform. Foto: S. Grünig, Krattigen.

Für den kommenden Monat Juni plant dirgis nun die Aufschaltung seiner DAB-Insel Neuchâtel-Yverdon.

01.05.18 - Neuigkeiten zu dem digris DAB-Inseln
Bislang waren die DAB-Ensembles von digris im Tessin auf zwei unabhängige Inseln aufgeteilt: Sopra- und Sottoceneri. Sinnvollerweise hat man diesen Kanal 10C jetzt zu einem SFN-Netzwerk, mit der Kennung «DIG I02», zusammengeschaltet. Dies macht insbesondere Sinn, da die Programmbelegungen von Anfang an identisch waren. Damit ist künftig ebenfalls gewährleistet, dass sich die beiden Kanäle in den Grenzgebieten nicht mehr gegenseitig auslöschen. Gesendet wird von zwei Anlagen auf Italienischem, grenznahem Boden: San Bartolomeo und Monte San Marzio, mit 4'200, bzw. 2'000 Watt Leistung, vertikal. Letzteren Standort haben wir kürzlich vor Ort besucht. Es handelt sich dabei um eine typisch Italienische Sendeanlage mit Kabelverschlägen, viel geordnetem Chaos und einem unglaublichen Antennenwald. Trotzdem konnten wir herausfinden, welches die vertikal polarisierte digris Doppelantenne für den Kanal 10C ist. Zusätzliche Sender sind nun noch für die Agglomerationen von Bellinzona und Mendrisio geplant. Danach sollten grosse Teile des Tessins, ausser den nördlichen Bergtälern, sauber mit dem DAB-Angebot von digris abgedeckt sein.

Bild vergrössern!     Bild vergrössern!

Sender Monte San Marzio (I). Die digris Antennen sind auf dem Foto mit einem kleinen Pfeil gekennzeichnet und Kabelsalat am Sendemast. Beide Fotos zum Vergrössern.

In den vergangenen Tagen hat man in Zürich nun auch mit dem Bau einer zweiten Sendeanlage für Kanal 9D begonnen. Diese wird sich auf der Zürcher Hochschule der Künste, nahe des Bahnhofs befinden. Gesendet wird dereinst mit 1'000 Watt, vertikal. Durch diesen neuen Sender, welcher im SFN-Verbund mit der Felsenegg betrieben wird, sollte sich der Empfang im Zürcher Stadtgebiet markant verbessern. Wann die Anlage in Betrieb genommen wird, ist momentan noch nicht bekannt.

Karte vergrössern!

Das künftige Abdeckungsgebiet der beiden Zürcher digris Kanal 9D-Sender zum Vergrössern.

Als nächste, neue DAB-Insel, steht dann Neuchâtel-Yverdon auf dem Programm. Diese sollte im Verlaufe des Juni 2018 on Air gehen. Gemäss bisherigen Erfahrungen könnte es aber durchaus auch Juli werden. Höchst problematisch ist hier immer noch die Gleichkanalbelegung mit den Inseln Bern und Biel-Solothurn auf Kanal 10A. Auf der folgenden Karte sind die ungefähren Bereiche von gegenseitigen Auslöschungen zwischen sämtlichen Kanal 10A-Inseln grafisch dargestellt.

Grafik Kanal 10A vergrössern!

Karte mit Klick vergrössern!

Bleibt nur zu hoffen, dass das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) in dieser Sache noch einmal über die Bücher geht, besonders wenn die DAB-Insel Freiburg dann auch noch auf dieser Frequenz starten soll.

Internet: http://www.digris.ch

25.04.18 - Ausschreibung für Informationskampagne zu DAB+
Damit sich die Bevölkerung rechtzeitig auf die Umstellung von UKW zu DAB+ bei der Verbreitung von Radioprogrammen vorbereiten kann, hat das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) heute das Mandat für eine vierjährige Informationskampagne zu DAB+ ab 2019 öffentlich ausgeschrieben. Das Bundesamt unterstützt damit die Radiobranche, die ihre Programme zunehmend digital über DAB+-Netze verbreitet und ihre UKW-Sender in wenigen Jahren abschalten will.

Die Schweiz ist auf gutem Weg, als weltweit zweites Land nach Norwegen die analoge Verbreitung der Radioprogramme in den kommenden Jahren einzustellen: In Schweizer Haushalten und Fahrzeugen waren per Ende 2017 rund 3.5 Millionen DAB+-Geräte in Betrieb, 600'000 Geräte mehr als ein Jahr zuvor. Mehr als eine Million Autos sind mittlerweile in der Lage, DAB+ zu empfangen, 85 Prozent aller Neufahrzeuge sind standardmässig mit DAB+-Radios ausgerüstet, und die digitale Nutzung von Radioprogrammen (über DAB+, TV-Netze und Internet) ist 2017 von 54 auf 61 Prozent angestiegen. Um DAB+ noch bekannter zu machen und das Hören von Digitalradio zu fördern, lanciert das BAKOM eine zweite Informationskampagne. Das Ziel ist, die Zahl der DAB+-tauglichen Radioempfangsgeräte in den Haushalten und Fahrzeugen weiter zu erhöhen. Die Kampagne dauert von 2019 bis 2022 und wurde heute auf der Beschaffungsplattform simap.ch ausgeschrieben. Die Auftragsvergabe ist für Herbst 2018 vorgesehen. Das Budget von insgesamt 5.5 Millionen Franken wird finanziert aus der Empfangsgebühr bzw. der ab 2019 erhobenen neuen Abgabe für Radio und Fernsehen.

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Nach Beginn der eigentlichen UKW-Abschaltphase wird die Kampagne den Schwerpunkt auf die Information und Beratung des Publikums und weiterer involvierter Kreise legen. Zudem wird von der Auftragnehmerin der Aufbau eines Kompetenzzentrums für DAB+ erwartet. Die Kampagne stützt sich auf Artikel 58 des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG). Dieser sieht vor, dass das BAKOM mit externen Unternehmen zusammenarbeiten kann, um die Öffentlichkeit über neue Technologien im Bereich der elektronischen Medien zu informieren. Die erste Informationskampagne unter dem Leitmotiv "Radio zieht um" wird von 2017 bis 2018 von der Agentur Republica durchgeführt, mit einem Budget von vier Millionen Franken. Die Kampagne trägt dazu bei, dass heute 80% der Schweizerinnen und Schweizer DAB als Verbreitungsweg für Radio kennen.

Die Informationskampagne wird in enger Zusammenarbeit mit der Radiobranche durchgeführt, welche sie auch in ihren eigenen Programmen und mit Gratiswerbesekunden unterstützt. Die Radiobranche plant, in den kommenden Jahren die analoge Radioverbreitung über UKW koordiniert aufzugeben und stattdessen DAB+ als Hauptverbreitungstechnik zu nutzen. DAB+ erlaubt einen stabilen, klaren Empfang in hoher Qualität. Ausserdem können die Veranstalter ihre Radioprogramme mit Zusatzinformationen ergänzen (z.B. Texte und Grafiken). Die Frequenzen werden zudem effizienter genutzt und ermöglichen die Verbreitung von mehr Programmen in grösseren Sendegebieten. Zwischen 2013 und 2014 hatten Vertreter der SRG, von Vereinigungen privater und nicht kommerzieller Radios sowie des BAKOM eine gemeinsame Strategie im Hinblick auf die Migration von UKW auf DAB+ bis spätestens 2024 erarbeitet. Den entsprechenden Schlussbericht übergab die Arbeitsgruppe "AG DigiMig" im Dezember 2014 dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Den definitiven UKW-Abschalttermin wird die Arbeitsgruppe spätestens anfangs 2019 festlegen und anschliessend bekanntgeben.

Internet: http://www.bakom.admin.ch

18.04.18 - digris Kanal 9D jetzt in sämtlichen A3-Tunnels dabei
Gemäss aktueller Mitteilung von Empfangsbeobachter und DXer, Christian Brülhart, laufen jetzt in allen sechs Uetliberg-Tunnels der A3 auch alle vier DAB Ensembles. Es sind dies Kanal 7A SMC (Nordschweiz), Kanal 7D SMC (Deutschschweiz), neu ebenfalls Kanal 9D digris (Zürich) und Kanal 12C SRG (Deutschschweiz).

Folgende A3-Tunnels sind davon betroffen: Entlisberg, Uetliberg, Aeschertunnel, Hafnerberg, Eggraintunnel und Honeret.

Danke Christian, für diese gefreute Mitteilung!

Zur Webseite von Sunradio

18.04.18 - Sendegebietserweiterung dank DAB+: wer geht damit wie um?
Bereits mehrmals haben wir an dieser Stelle darüber berichtet, wie sich die Sendegebiete der Schweizer Privatradios dank der Einführung des Digitalradios DAB+ verändert haben. Durchs Band weg darf man feststellen, dass die privaten Anbieter ihre Versorgungsgebiete markant vergrössert haben. Zahlreiche, ehemals lokale Angebote, gönnen sich heute eine Sprachregionale Abdeckung. Andere wiederum profitieren von regionalen Abdeckungen. Diese werden durch den Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) ermöglicht. Die Frage ist jedoch, ob sich auch wirklich alle Anbieter diesem dazugewonnen Hörerkreis bewusst sind. Beim Check der Programme stellt sich sofort ernüchternd heraus, dass der Grossteil von ihnen die Vorteile noch nicht «bemerkt» hat. Sie senden wie seit eh und je mit ihrem lokalen Bezug weiter und sprechen die neuen DAB-Hörer in keiner Weise an. Radio 24, Energy, Radio Argovia, Radio Zürisee, Radio Top, Radio Pilatus, Radio Sunshine oder FM1, um nur wenige Beispiele zu nennen, produzieren nach wie vor «knallhart» für ihre angestammte Klientel, obwohl sie in grossen Teilen der ganzen Schweiz via DAB+ empfangen werden können. Dabei wäre es kein Problem, die neue Hörerschaft mit Verkehrsmeldungen, Wetterberichten, Veranstaltungen oder Unterhaltung zu anzusprechen.

Doch es gibt dabei auch löbliche Ausnahmen, welche die Gunst der Stunde genutzt haben. Ausgerechnet einer der ländlichsten, von keinem grossen Verlagshaus abhängigen Privatradioanbieter, hat umgehend reagiert: Radio Berner Oberland (BeO). Musste man zuerst noch mit Plänen eines eigenen DAB-Netzes für den digitalen Ausbau kämpfen, konnte man sich heute auf SMC-Kanal 8B (Bern-Freiburg-Solothurn) einmieten, erwirkte einen schnellen Senderausbau im Stammgebiet des Berner Oberlandes und ist neu ohne Probleme zwischen dem Genfersee und Aarau zu empfangen. Die Kantone Waadt, Freiburg, Neuenburg, Solothurn, Aargau und Teile von Luzern konnten mit diesem Schritt dazugewonnen werden. Sogar das Unterwallis wird dank dem Sender Chasseral gestreift. Die Radiomacher aus Interlaken sind sich dieser Tatsache bewusst und sprechen doch tatsächlich mit Verkehrsmeldungen, News, online Contents und Ratespielen die gesamte, neue Hörerschaft direkt an. Mit dem Slogan: «Vo hie, für hie», bindet man sich zudem auch nicht mehr örtlich. Chapeau und gut gemacht!

Abdeckungskarte vergrössern!     radio beo logo neu

Das «neue», grossflächige Sendegebiet von Radio BeO, auf SMC Kanal 8B, zum Vergrössern!

Auch bei Radio Bern 1, welches dank SMC und digris DAB+ eine markante Sendegebietserweiterung erfahren hat, sind zwischendurch Anspielungen für Berner in der ganzen Schweiz auszumachen und Radio Central hat sein Programm schon seit längerer Zeit etwas nationaler ausgerichtet. Dazu kommen natürlich all die sowieso grossflächiger aufgegleisten, teils moderierten DAB-Angebote wie Virgin Radio, Radio Inside oder die Energy Musikprogramme. Hier wird ganz bewusst die gesamte Sprachregion angesprochen, obwohl letztere auf ihren Webseiten nicht gerade umwerfende Informationen bieten.

Am schnellsten reagieren auf Sendegebietserweiterungen, dank DAB+, jedoch meistens die kleinen Alternativradios wie Radio Tell, Spoon Radio, RaBe, Latinos FM oder Kanal K, die ihre Programme über die DAB-Inseln von dirgis verbreiten. Hier ist man dankbar um jeden neuen Hörer und gibt sich Mühe, den direkten Kontakt herzustellen. So werden die jeweiligen Hörer irgendwie etwas persönlicher berührt.

Man darf gespannt sein, wann die grossen Anbieter auch noch merken, dass sich ihr Sendegebiet dank DAB+ wesentlich verändert hat.

12.04.18 - Hervorragender Abdeckungsstand für DAB+
Während wir in den vergangenen Jahren oftmals mit Beschwerden über den DAB+ Empfang kontaktiert wurden, hat sich der Netzausbau in der Schweiz nun noch einmal merklich verbessert und erhalten wir beinahe keine solchen Kontaktaufnahmen von enttäuschten Radiohörern mehr. Tatsächlich hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan, in Sachen Netzausbau. Bei den SRG-Kanälen wurde die Sendeleistung an exponierten Standorten drastisch erhöht, um auch dickere Wände durchdringen zu können. Auch SwissMediaCast (SMC) hat ihre diversen DAB-Netze merklich verdichtet. Im Oberwallis beispielsweise herrscht nun Komplettausbau. Aber auch im Berner Oberland und in der Ostschweiz sind die neuen Senderinbetriebnahmen gut wahrnehmbar. Die Netzbetreiber Romandie Médias SA (RMS) und digris haben nun bereits seit längerer Zeit keine neuen Sender mehr in Betrieb genommen. Aber bei digris steht noch Einiges in Sachen Verdichtung an und ist noch die Problematik der Gleichkanalbelegungen auf 5D und 10A zu lösen. Die gegenseitigen Auslöschungen in gewissen Gebieten sind eine sehr ärgerliche Angelegenheit. Unterwegs auf der Autobahn A1 von Bern nach Zürich, wird das Berner 10A Signal beispielsweise unmittelbar nach dem Grauholz durch das Signal von Biel-Solothurn ausgelöscht. Kurz nach Wangen an der Aare löscht dann Kanal 10A aus Basel wiederum dieses Signal aus. Entlang dieser wichtigen Hauptverkehrsachse herrscht bei digris also ein riesiger Flickenteppich, für welchen der Netzbetreiber jedoch nichts dafür kann.

abdeckung srg 2018-1     abdeckung smc 2018-1

Aktueller Ausbaustand der DAB-Netze von SRG und SMC.

Erfreulich ist übrigens auch die Entwicklung der Tunnelversorgung, welche merklich voranschreitet. Per Ende 2018 ist wohl ein Grossteil dieser Bauwerke mit einem sauberen DAB+ Signal ausgestattet. Dabei ist jedoch die Philosophie von digris noch nicht ganz verständlich. In wenigen Tunnels wurde das digris-Signal bereits aufgeschaltet, bei zahlreichen anderen hingegen herrscht immer noch Funkstille.

abdeckung rms 2018-1     abdeckung digris 2018-1

Aktueller Ausbaustand der DAB-Netze von RMS und digris.

Über’s Ganze gesehen erreicht das terrestrische DAB+ nun mit einem riesigen Programmangebot den grössten Teil der Schweizer Bevölkerung Zuhause oder unterwegs auf den wichtigen Verkehrsachsen, was sich auch in den aktuellen Verkaufszahlen niederschlägt. 2017 wurden demnach in der Schweiz insgesamt 304’000 DAB+-Radios verkauft. Das geht aus den halbjährlich durchgeführten Erhebungen des Forschungsinstituts GfK bei nahezu allen Elektronikfachgeschäften hervor. Einer vom BAKOM in Auftrag gegebenen Untersuchung nach kommen dazu rund 290’000 Fahrzeuge, die entweder ein DAB+-Gerät bereits eingebaut hatten (280’000 Stück) oder bei denen es nachgerüstet wurde (8’200). So kommt das BAKOM auf insgesamt rund 600’000 verkaufte DAB+-Radios im vergangenen Jahr.

Nur an wenigen, sehr dünn besiedelten, bergigen Stellen, wie beispielsweise der Grimselregion, den Lukmanier- oder um den Risetenpass, ist kein DAB-Signal zu empfangen. Man darf also momentan durchaus von einem Vollausbau von DAB+ sprechen. Alles was nun noch kommt ist Zugabe. Dabei denken wir besonders an das 2. Deutschschweizlayer von SwissMediaCast, welches in den kommenden Monaten erstmals on Air gehen sollte.

10.04.18 - DAB+ Ausbau auch an der Autobahn A3
DXer Christian Brülhart meldet uns, dass die beiden kurzen A3-Tunnel Altendorf und Blatt, am Zürichsee, mit den DAB+ Kanälen 7A, 7D, 9D und 12C ausgerüstet wurden. Danke für diese Meldung.

Damit sind nun in der Schweiz bereits 91 von insgesamt 212 Nationalstrassentunnels, welche länger als 300m sind, mit DAB+ ausgestattet. Man nähert sich mit Riesenschritten der Hälfte!

09.04.18 - Zahlreiche Tunnels im Wallis neu mit DAB+
In den vergangenen Tagen ist der Ausbau von DAB+ in den Walliser Nationalstrassentunnels erfreulich fortgeschritten, wie uns die Empfangsbeobachter, Julien Schroeter und Stefan Fux melden. Folgende Tunnels der Autobahn A9 sind ab sofort mit den Kanälen 10B, 10D und 12A (Unterwallis) sowie 11C und 12C (Oberwallis) ausgestattet:

Arzilier (Kanal 10B, 12A)
St. Maurice (Kanal 10B, 12A)
Champsec (Kanal 10B, 10D, 11C, 12A)
Sierre (Kanal 10D, 11C, 12C)
Eyholz (Kanal ?)
Gamsen (Kanal 11C, 12C)
Schallberg (Kanal 11C, 12C)

dab tunnelversorgung nationalstrassen schweiz 2018-03 mi     valais

Ob sich im Unterwallis auch dirgis Kanal 10D zu den Tunnelaufschaltungen gesellt, muss zuerst noch getestet werden. Julien Schroeter meldet zusätzlich, dass auch die Umfahrungstunnels Platta (Sion) und Martigny mit einem DAB+ Signal ausgerüstet wurden. Damit ist das Wallis nun wirklich sauber mit dem neuen Digitalradio versorgt.

Gemäss Broadcast.ch wurde jetzt auch der A8 Rugentunnel mit den Kanälen 7D, 8B und 12C ausgestattet. Auch dies konnten wir jedoch noch nicht selbst überprüfen.

05.04.18 - DAB+ Regelbetrieb in Österreich gestartet
Digitalradio DAB+ war zwar bisher über drei Jahre im Großraum Wien bereits zu empfangen, aber das war nur zu Testzwecken gedacht und dieser behördlich genehmigte Testbetrieb, initiiert durch den Verein Digitalradio Österreich, ist nun zu Ende gegangen. Dafür wurde rechtzeitig der reguläre Betrieb für ein Wiener Sendernetz der RTG Radio Technikum GmbH behördlich genehmigt, um taggenau mit der Ausstrahlung von Digitalradio in seiner modernsten Form nahtlos fortsetzen zu können. Folgende Programme sind auf Kanal 11C vom Sendestandort Wien DC-Tower mit einer Sendeleistung von 12'600 Watt, vertikal, mit von der Partie:

Technikun ONE
Technikum City
Arabella 92.9
city muxARBÖ Radio
Big City Live
ENERGY Wien
ERF Plus
MEGA Radio
Mein Kinderradio
NOW Radio
Radio MARIA
Sout al khaleej
Info und Kultur

Damit läuft unter der Marke "CITY MUX" seit dem 3. April 2018 der erste reguläre DAB+ Betrieb in Österreich, wobei eine Erweiterung und Verdichtung des Sendernetzes nun die nächsten Ausbauschritte sein werden. Ebenfalls stehen für vier weitere Programme, noch Kapazitäten zur Verfügung, solange der ORF diese nicht für sich beansprucht.

Abdeckungskarte vergrössern!

Abdeckungskarte des Wiener «CityMux» zum Vergrössern!

Leider ist noch immer nichts darüber bekannt, wie und wann das Digitalradio in Österreich weiter ausgebaut werden soll. Diverse Kanäle und Frequenzen wurden jedoch in den vergangenen Monaten bereits reserviert. Noch immer stemmen sich der öffentlich-rechtliche ORF und der grösste, private Anbieter Kronehit gegen die Einführung von DAB+, aus Furcht vor einem drohenden Hörerverlust.

Internet: http://www.citymux.at

Zur Webseite von Sunradio

30.03.18 - Zwei neue SMC-Sender für das Oberwallis
Seit gestern, Gründonnerstag, werden im Wallis auch das Lötschental und Leukerbad mit SMC DAB-Kanal 11C (Oberwallis) versorgt. Der offizielle Sendebetrieb startet jedoch erst am 01. Mai 2018.

sender leukerbad     Karte vergrössern!

Der Sender Leukerbad und die Abdeckungskarte der beiden neuen Sender zum Vergrössern. Foto: S. Grünig, Krattigen.

Mit den zusätzlichen Sendern Ferden-Färdaried und  Leukerbad-Bodmen, versorgt SwissMediaCast das Oberwallis jetzt, bis hinunter ans Rhoneknie und inklusive Seitentäler, flächendeckend mit diesem Kanal.

Internet: http://www.swissmediacast.ch

28.03.18 - Gute künftige Abdeckung durch das 2. SMC Deutschschweiz-Ensemble
Bis heute hat Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) für sein 2. Deutschschweizer DAB-Ensemble auf Kanal 7B bei der Deutschen Bundesnetzagentur (BNetzA) insgesamt 30 Sender angefragt, wie von uns an dieser Stelle bereits gemeldet. Falls diese Sender wirklich alle on Air gehen würden, sähe der aktuelle Versorgungsstand dieses neuen Angebotes wie folgt aus.

Karte vergrössern!

Die etwas Ostschweizlastige Abdeckung des 2. SMC Deutschschweiz.Ensembles zum vergrössern!

Man darf sich überraschen lassen, welche Sender bis Ende Jahr tatsächlich starten werden. Gemäss Konzession wäre ja zuerst die Versorgung des Berner Mittellandes und der Agglomeration Bern vorgesehen. Ebenfalls steigt die Spannung betreffend der künftigen Programmbelegung der verschiedenen DAB-Layer von SwissMediaCast. Hier werden sich mit dem neuen Ensemble sicherlich einige Verschiebungen ergeben.

26.03.18 - SwissMediaCast plant zahlreiche neue Sender in der Deutschschweiz
Gemäss den aktuellsten Beantragungen bei der Deutschen Bundesnetzagentur (BNetzA), plant Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) für vier Kanäle zahlreiche DAB+ Neuaufschaltungen. Zur internationalen Frequenzkoordination hat der Netzbetreiber folgende Standorte eingegeben:

Kanal 7A (Nordschweiz)
Engi Lindenbodenberg, 900 W, vertrikal
Fischenthal Waldsberg, 1'500 W, vertikal
Flühli Rischli, 900 W, vertikal
Linthal Schleimen, 1'300 W, vertikal
Sool Trogsite, 900 W, vertikalsender bantiger 2017

Kanal 7B (Deutschschweiz 2)
Bettingen St. Chrischona, 4'500 W, vertikal
Bolligen Bantiger, 3'800 W, vertikal
Flurlingen Cholfirst, 1'700 W, vertikal
Freienwil Hörndli, 2'000 W, vertikal
Köniz Ulmizberg, 1'000 W, vertikal
Kriens Sonnenberg, 1'050 W, vertikal
Küttingen Wasserfluh, 2'500 W, vertikal
Orvin Bözingenberg, 2'400 W, vertikal
Winterthur Brüelberg, 2'500 W, vertikal
Zürich Uetliberg, 3'200 W, vertikal

Kanal 7D (Deutschschweiz 1)
Balsthal Erzmatt, 4'000 W, vertikal
Fischenthal Waldsberg, 1'700 W, vertikal
Flühli Rischli, 900 W, vertikal
Huttwil Hohfuren, 600 W, vertikal
Schattenhalb Geisshölzli, 1'000 W, vertikal
Sool Trogsite, 900 W, vertikal

Kanal 8B (Bern-Freiburg-Solothurn)
Balsthal Erzmatt, 4'000 W, vertikal
Huttwil Hohfuren, 600 W, vertikal
Schattenhalb Geisshölzli, 1'000 W, vertikal

smc logo

Dies entspricht einem wesentlichen Ausbau der bestehenden Ensembles, welcher den DAB+ Empfang in den Randregionen deutlich verbessern sollte. Zudem kann jetzt schon abgeschätzt werden, wie das zweite Deutschschweiz-Ensemble von SMC von Beginn an zu hören sein wird. Zusammen mit den bereits erfolgten Einträgen, könnte dieses Angebot im Verlaufe des Jahres 2018 schon fast flächendeckend starten. Bei allen Angaben handelt es sich aber erst um Frequenzbeantragungen, welche so noch nicht bewilligt sind. Ebenfalls ist ein allfälliger Starttermin des zweiten Deutschschweiz-Ensembles noch unbekannt. Es darf jedoch angenommen werden, dass die ersten Sender, gemäss Konzession des BAKOM, im Bernbiet noch im Jahr 2018 auf Sendung gehen werden.

Man beachte auch unsere Berichterstattung vom 28. Dezember 2017. Damals wurden bereits 21 Sender für Kanal 7B von der BNetzA zugewiesen.

Internet: http://www.swissmediacast.ch

24.03.18 - Verbreitungskosten via DAB+ oder Internet - ein Vergleich
Immer wieder sind in verschiedensten Kreisen Diskussionen über Sinn und Unsinn von terrestrischem DAB+, bzw. Onlinestreaming zu verfolgen. Zweifelsohne können per Internet weltweit gleichzeitig viel mehr Hörer erreicht werden und für den Radiofan ist das Netz mit seiner Programmvielfalt beinahe unerschöpflich. Bei der Diskussion wird jedoch stets vergessen, welche Kosten das Internetsreaming für einen Programmbetreiber verursacht. Diese sind durchaus nicht zu unterschätzen. Wir haben uns mal ein Wenig schlau gemacht und dabei Richtwerte aus verschiedenen Angeboten errechnet. So kostet ein Stream bei 8'000 gleichzeitigen Hören mit einer Sendequalität von 128kbit/s durchschnittlich stolze Fr. 25'000.00 pro Jahr, bei 192kbit/s sind es gar Fr. 36'000.00. Bei noch mehr gleichzeitigen Hörern und damit verbundenem Datentransfer, schnellen die Preise empfindlich in die Höhe und können schnell einmal über Fr. 80'000.00 pro Jahr zusammenkommen. Demgegenüber stehen die Verbreitungskosten von DAB+, am Beispiel von Netzbetreiber digris. Hier wird mit jährlichen Kosten von Fr. 14’600.00 beispielsweise die ganze Agglomeration Zürich abgedeckt, mit 1'354'141 möglichen Hörern, oder Bern, mit 349'096 potenziellen Hörern für Fr. 11’900.00. Natürlich ist es klar, dass diese nicht alle erreicht werden, aber via DAB+ kommen bei entsprechender Programmqualität problemlos einige Tausend Hörer zusammen. Bei Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC), kostet die DAB+ Abdeckung der ganzen Deutschschweiz jährlich geschätzt Fr. 200'000.00, was jedoch nur von grösseren Anbietern zu stemmen ist.

streaminkosten infomaniak

Streamingkosten das Schweizer Anbieters Infomaniak, auf einen Blick.

So kann generell gesagt werden, dass sich das Internetstreaming für kleinere Anbieter mit wenigen Zuhörern durchaus lohnt. Bei 150 gleichzeitigen Hörern kostet ein 192 kbit/s Stream jährlich nur gerade Fr. 300.00, bei 500 Hörern, Fr. 1'300.00. Damit generiert man jedoch noch keine Werbegelder. Das Ganze ist ebenfalls von der Netzfunktionalität abhängig, welche durchaus nicht immer zuverlässig gewährleistet ist. Das Internet weist viele Schwachstellen auf, welche in weltweiter Abhängigkeit stehen. Das terrestrische Radio, DAB+ bietet seinerseits eine grosse Verbreitungssicherheit, nötigenfalls und je nach Einrichtung, auch ohne Internetanbindung.

Es kann daher keine Option sein, das terrestrische Radio künftig schon bald durch Onlinestreaming zu ersetzen, auch wenn 5G Handy-Flatrates verlockend auf die Hörerschaft wirken, da den einzelnen Sendern dabei horrende Streamingkosten ins Haus stehen würden. Richtig ist das sinnvolle, massgeschneiderte Nebeneinander beider Technologien, eingesetzt je nach Bedarf.

15.03.18 - Neue Webseite für DAB+ in Frankreich
Offensichtlich dauert es nun in Frankreich nicht mehr lange, bis die ersten, grenznahen DAB-Ensembles on Air gehen werden. Die Nordwestschweiz wird dabei von der Versorgung des Gebietes um Mulhouse profitieren können. Es werden im ganzen Land lokale, aber auch zwei nationale Ensembles starten. Jetzt hat man unter der Internetadresse www.dabplus.fr eine neue Webseite mit interessanten Informationen zum Thema Digitalradio aufgeschaltet. Darauf sind auch die künftigen Programmangebote ersichtlich.

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Screenshot der neuen Webseite und geplante Frequenzaufteilung des 1. nationalen Ensembles.

Wann die einzelnen Ensembles genau auf Sendung gehen werden, ist nach wie vor unbekannt. Im Verlaufe des Jahres 2018 wird sich bei unseren westlichen Nachbaren aber bestimmt etwas tun.

Internet: http://www.dabplus.fr

06.03.18 - Neue Senderbeantragungen von SwissMediaCast auf Deutschem Boden
Offensichtlich plant Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) eine bessere DAB-Versorgung des Grenzgebietes entlang des Rheins. Bei der Deutschen Bundenetzagentur sind drei entsprechende Einträge von Sendern auf deutschem Boden aufgetaucht:

Kanal 7A (Nordschweiz) und Kanal 7D (Deutschschweiz)
Bad Säckingen (D), 2'100 W, vertikal
Bergöschingen Wannenberg (D), 500 W, vertikal
Waldshut Aarberg (D), 1'050 W, vertikal

Über einen allfälligen Inbetriebnahmetermin ist momentan noch nichts bekannt, handelt es sich bei den Einträgen doch auch erst um noch nicht koordinierte Beantragungen.

04.03.18 - Deutliches NEIN zu «No Billag» am Abstimmungssontag
In beeindruckender Weise hat das Schweizer Stimmvolk heute gezeigt, dass es sehr wohl und abgesehen von eigener politischer Ausrichtung und politischen Interessen solidarisch für die medialen Grundwerte unseres Landes einstehen kann. So wurde die leidige «No-Billag Initiative» von den Schweizer Stimmbürgern deutlich mit 71,56 zu 28,44% abgelehnt. Alle 23 Stände (Kantone) sagten ebenfalls deutlich NEIN. Es war nicht von Anfang an klar, ob dieses Resultat wirklich zustande kommt, da im Vorfeld, gemäss Umfragen, zeitweise die Initianten die Nase vorn hatten. Und würde man den Leserkommentaren in den Online Medien Glauben schenken, wäre die Schlacht schon lange verloren gewesen. Doch ein Querschnitt durch diese Kommentare zeigt auch das bedenklich tiefe Niveau der Konsumenten solcher Publikationen.

sendeschluss nein facebook 16.30

Nun, die Schweizer Radio- und TV-Szene kann vorerst einmal aufatmen. Das Volk will weiterhin unabhängige Qualitätsmedien, welche die verschiedenen Sprachräume vertreten, keinen Mainstream, hochstehende, einheimische journalistische Arbeit und auch Nischenprogramme. Das steht fest. Dass «Väterchen SRG» aber trotzdem über die Bücher muss, steht wohl heute nicht zur Diskussion. Doch dazu ist man am Leutschenbach auch gewillt. Auch in Zukunft wird nicht alles nur Idylle sein und der Kampf um den Werbemarkt bleibt gnadenlos.

So werde auch ich als bürgerlicher «nur» Radio-Konsument solidarisch in den sauren Apfel beissen und TV-Programme mitfinanzieren, welche ich eben nie konsumiere. Doch genau diese Solidarität macht doch unser Land aus, oder? Wenigstens ist es so gewiss, dass auch die neue Technologie von DAB+ weiter ausgebaut und damit auch das hinterste Tal erreicht wird. Herzlichen Dank an alle Unterstützer der freien Medien, abseits vom langweiligen, rein kommerziellen Mainstream.

DAB-Swiss
Stefan Grünig

21.02.18 - Jetzt NEIN zu No Billag stimmen!
Noch einmal möchten wir all unsere Leser auffordern, bei der anstehenden No-Billag Initiative vom 04. März 2018 ein kräftiges NEIN in die Urne zu legen. Es lohnt sich für alle, bei dieser Abstimmung an die Urne zu gehen. 10 Gründe warum:

1. Es geht bei «No Billag» nicht nur um die SRG, sondern auch um die Unterstützung von ländlichen Privatradios und -fernsehen, die Umstellung auf DAB+ und um die generelle Medienvielfalt in der Schweiz.
2. Wenn der freie Markt die Medienwelt bestimmen soll, so kommt nur noch Mainstream zum Zug. Will heissen: ausländische Radio und TV-Stationen übernehmen auf dem zu kleinen Schweizer Werbemarkt mehrheitlich das Zepter und produzieren Sendungen für die Werberelevante Zielgruppe zwischen 20 und 40 Jahren.
3. Die Schweiz lebt seit vielen Jahren dank ihrem Solidaritätsprinzip im Wohlstand. Auch Medienvielfalt und Minderheitenprogramme brauchen eine starke, solidarische Basis.
4. Diese Initiative wurde unter anderem von grossen Werbevermarktern ins Leben gerufen, welche sich nur um mehr Werbeeinnahmen scheren, nicht um Programmvielfalt (siehe Goldbach Media).
5. Unser viersprachiges Land braucht starke, elektronische Medien für jeden einzelnen Landesteil und für jede Altersgruppe.
6. Nischenprogramme für kleinere Interessensgruppen können auf dem freien Markt nicht aus eigener Kraft existieren. Sie benötigen Unterstützung vom Staat.
7. Die SRG berücksichtigt einheimisches Musikschaffen, fördert einheimische Kultur, und Brauchtum und verbindet die Landesteile. Das sollten wir nicht leichtfertig auf’s Spiel setzen.
8. Kleine, ländlichere Privatradios pflegen lokale Bräuche, informieren zeitnah und positionieren sich nahe an der Bevölkerung. Auch dies sollte dem Steuerzahler etwas wert sein.
9. Eine starke, terrestrische Rundfunkinfrastruktur ist wichtig für einen funktionierenden Staat. Das Internet oder Handynetz als Medienträger sind eine unsichere Angelegenheit.
10. Es ist eine gesellschaftliche Verarmung, wenn jeder nur noch zahlen will was er konsumiert. Diverse Institutionen und Subventionen werden in diesem Land von allen getragen und niemand muckst dabei auf (bsp. Landwirtschaft oder öffentlicher Verkehr).

no billag plakat kl

Aus all diesen Gründen sind wir davon überzeugt, dass es die Radio- und TV-Gebühren in der Schweiz auch künftig braucht, ohne Rosinenpickerei und mit Unterstützung quer über alle Parteigrenzen hinweg. Unabhängige Medien sind ein sehr wertvolles Gut für eine funktionierende Gesellschaft, wie die Weltgeschichte immer wieder von Neuem aufzeigt!

DAB-Swiss
Stefan Grünig

Zur Webseite von Sunradio

14.02.18 - SMC versorgt das Berner Oberland flächendeckend
Wie bereits angekündigt, versorgt Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) ab sofort das gesamte Berner Oberland mit seinen zwei DAB-Netzen auf Kanal 7D (Deutschschweiz) und 8B (Bern-Freiburg-Solothurn). In den vergangenen Tagen sind nun noch die folgenden Sender dazugekommen:

Adelboden Wintertal, 2’041 W, vertikal
Boltigen Adlemsried, 246 W, vertikal
Diemtigen Ufem Chrütz, 955 W, vertikal
Lenk Metschstand, 501 W, vertikal
Saanen Hornflue, 758 W, vertikal
Zweisimmen Heimersberg, 602 W, vertikal

Karte vergrössern!     saanenland 2018-1

Die Grafik zum Vergrössern zeigt die komplette Abdeckung der Seitentäler des Berner Oberlandes durch Netzbetreiber SMC mit neuen Sendern (inkl. Kandersteg und Lauterbrunnen), das Foto den winterlichen Ausblick ins Saanenland, welches nun auch von mehr DAB+ Vielfalt profitiert. (Foto: S. Grünig, Krattigen)

Somit deckt das auf Kanal 8B sendende Radio BeO nun sein ganzes, bisheriges UKW-Konzessionsgebiet sauber mit DAB+ ab und die Programmvielfalt in den Tälern des Berner Oberlandes steigt beachtlich. Eine gestern erfolgte Testfahrt im Simmental und Saanenland ergibt tatsächlich eine lückenlose Versorgung durch die neuen Sendeanlagen.

09.02.18 - Aktuelle Kanalbelegung im UPC-Kabelnetz
Via Facebook hat man uns die aktuelle Liste mit der Kanalbelegung im UPC-Kabelnetz übermittelt. Darin enthalten sind alle Programme der SRG und die Schweizer Privatradios. Dazu noch einige Programmangebote der BBC. Nicht gerade eine riesige Vielfalt, sondern einfach ein beinahe identisches Abbild des Schweizer UKW-Bandes. Viel innovativer ist da immer noch der Lausanner DAB+ Cable Pionier, Citycable mit seinen 89 Programmen, teils aus ganz Europa: https://citycable.ch/tv/chaines-tv/radios. Insgesamt werden bei UPC momentan 68 Programme übertragen, leider nur mit einer Qualität von 56 kbit/s. Das ist klanglich mitnichten eine Revolution. Nachfolgend die entsprechende Tabelle, zum Vergrössern:

Auflistung vergrössern!

Gemäss den Angaben im Schweizer Radioforum, konnten Kanal 13 und das übrige VHF-Band nicht eingesetzt werden, da diese für das Kabelinternet (Docsis 3.1.) verwendet werden.

07.02.18 - DAB+ im Kabel jetzt ganz offiziell angekommen
Gemäss den Informationen aus dem Schweiz Radioforum, hat die Kabelnetzbetreiberin UPC in der Schweiz die Verbreitung von DAB+ auf all ihren Netzen aktiviert. Das neue Digitalradio ist nun also auch ganz offiziell in den Kabelnetzen angekommen, dies nachdem es zuvor aus Insiderkreisen noch geheissen hatte, dass der Pilotversuch in der Agglomeration Luzern ein Flop gewesen sei. Die Programme sind auf den Spezialkanälen 16C, 16D, 17A, 17B unter der Bezeichnung «DAB+ Cable» aufgeschaltet. Für den Empfang wird ein DAB+ Cable taugliches Radiogerät benötigt, wie es die UPC auf ihren Seiten anbietet. Insiderkreise hätten sich auch eine Aktivierung des noch brachliegenden Kanals 13 gewünscht, welcher von allen handelsüblichen DAB-Geräten empfangen werden kann.

dab cable logo 2018-1     upc logo 2018-1

Insgesamt können seit Ende Januar 2018 70 Programme gehört werden, wie UPC bestätigte. Auf den Seiten des Kabelnetzanbieters fehlen die Programmlisten dazu jedoch noch. Das Angebot ergänzt das auf dem Kabel nach wie vor präsente DVB-C Radioangebot und wird mittelfristig die UKW-Programme auf diesem Verbreitungsweg ablösen.

Informationen zu den im UPC-Kabel angebotenen Programmen folgen, sobald verfügbar.

Internet: https://www.upc.ch/de/fernsehen/infos-zu-tv/dab-plus

02.02.18 - Starke «Störsender» und die Rettung durch Sperrfilter
Vielleicht erinnern Sie sich noch: im vergangenen Jahr berichteten wir über teils massive Leistungserhöhungen bei den Sendeanlagen für SRG Kanal 12C (siehe Artikel vom 28.03.17 und vom 03.10.17). Vorteil dieser Mehrleistungen ist, dass sich damit die Gebäudedurchdringung wesentlich verbessert. Konkret: auch in Kellerräumen kann nun problemlos DAB+ gehört werden, ohne dass der Empfang abbricht. Zudem gelangt man dank Reflektionen an den Bergen auch besser in die Täler hinein. Insgesamt steigt so der Versorgungsgrad von SRG-Deutschschweizkanal 12C merklich.

Doch diese Leistungserhöhungen bringen auch unangenehme Begleiterscheinungen mit sich. Bei Aussenantennenanlagen mit Signalverstärkern, aber auch bei sehr empfindlichen Kofferradios, können die starken Sendeleistungen dem Empfang anderer Kanäle stark beeinträchtigen. DAB-Swiss hat dies so selbst erlebt, nach der Leistungserhöhung des Senders Beatenberg-Niederhorn, welcher mit neuen Antennen von 500 auf 15'000 Watt hochgeschraubt wurde. In naher Entfernung zu einem solchen «Störsender» kann dies verheerende Wirkung haben. In unserem Falle beträgt die Distanz von Empfänger zum Sender nur gerade 7km Luftlinie mit direktem Sichtkontakt. Das ernüchternde Resultat: das Niederhorn «übertönt», begünstigt durch den eingesetzten Antennenverstärker, buchstäblich alles bis hinunter auf Kanal 8. Konkret konnten mit der eigenen Antennenanlage vor der Leistungserhöhung weit entfernte DAB-Ensembles wie SWR-Kanal 8D (Sender Feldberg), SMC Ostschweizkanal 9B (Sender Flurlingen-Cholfirst) oder RMS Westschweizkanal 10B (Sender Biel-Magglingen) problemlos gehört werden. Danach brach beispielsweise die Signalstärke des SWR-Ensembles von 100% auf nur noch 15%, ohne Audio, ein. Aufgrund der starken Leistung mit mehreren Antennenfeldern am Niederhorn, war an einen fragilen Fernempfang nicht mehr zu denken. Aufgefallen ist uns dies erst, als die Januarstürme die störende Sendeanlage zum Verstummen brachte und damit all die alten, geschätzten Empfangsmöglichkeiten wieder aktiviert wurden.

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Der Sender Beatenberg-Niederhorn mit seinen neuen Antennenfeldern für DAB+. Foto: S. Grünig, Krattigen

Doch was tun? Im Schweizer Radioforum war der «Störsender» schnell einmal eruiert. Doch auch hier, in Fachkreisen, staunte man über den enormen Wirkungsgrad des Niederhorns, bis weit in die Nachbarkanäle hinein. Die Empfehlung lautete: ein schmalbandiger Sperrfilter für Kanal 12C muss her! Speziell für uns angefertigt wurde dieser in Deutschland, bei der Firma Rittmann-HF-Technik. Kostenpunkt: 78.00 Euro zuzüglich Versandkosten und MwSt.

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Deutlich erkennbare Dämfungsmesskurve auf Kanal 12 C (zum Vergrössern) und angeschlossener Filter, direkt nach dem Verstärker.

Der sorgfältig verarbeitete Filter steht nun seit einigen Tagen bei uns im Einsatz und bewährt sich bestens. Es handelt sich dabei um ein etwas unförmiges, silbernes Dreifachkästchen mit Kabelschlaufen und roten «Noppen». Dieses haben wir mit hochwertigen Koaxialkabeln zwischen den Antennenverstärker (30 dB) und unseren Yamaha T-D500 Empfänger geschaltet. Geplant ist in Kürze der Einbau eines direkt verbindenden F-Stecker Adapters. Der Sperrfilter schützt nun alle Kanäle rund um Kanal 12, welchen er jedoch stark dämpft. So sind die schwachen und damit sehr empfindlichen Fernempfänge wieder problemlos möglich, während Kanal 12C trotzdem noch immer mit 100% Signalqualität gehört werden kann. Erstaunlich auch, wie schwach die Dämpfung des Sperrfilters ausfällt. Ohne entsprechende Messgeräte können wir eigentlich gar keine Dämpfung gegenüber dem früheren Empfang ohne Filter feststellen. Es handelt sich also dabei wahrscheinlich nur um wenige Dezibel. Deutlich feststellbar ist auch, dass die Signalqualität nun viel weniger rauf und runter springt. Sie bleibt merklich konstanter. Interessante Nebenerscheinung: unsere Dreifachantennenanlage können wir nun genau auf das Niederhorn ausrichten um den besten Fernempfang zu erhalten. Sogar die gegenseitige Auslöschung zwischen den digris DAB-Inseln Bern und Biel-Solothurn auf Kanal 10A können wir so umgehen. Bern kommt nun sauber mit Audio rein, solange wir die Antennen nicht direkt in Richtung Mittelland (Bern-Biel) richten. Bleibt zu beachten, dass Qualitätsware aus europäischer Produktion immer der Billigware aus China und Co. vorzuziehen ist, da gewisse solche Gerätschaften in der Schweiz gesetzlich teilweise gar nicht betrieben werden dürfen.

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Fernempfang von Radio Melody (Ostschweizkanal 9B) und SWR1 (Baden-Württemberg Süd-Kanal 8D) im Berner Oberland!

Über’s Ganze gesehen also eine durchaus lohnenswerte Anschaffung für Radio Enthusiasten, welche in der Nähe von starken Sendeanlagen wohnen und schwache VHF-Signale verstärken wollen. Für den «normalen» DAB-Radiohörer ist diese Art von Filter jedoch überflüssig, da hier sowieso nur die starken Ortssender mit einfacheren Empfängern (Kofferradios, HiFi-Anlagen) empfangen werden. Diese sogenannten Ortssender sollten sich eigentlich immer gegenüber anderen, ebenfalls starken Sendeanlagen, durchsetzen können, ausgenommen, man wohnt direkt neben einem solchen «Brenner».

Internet: http://www.rittmann-hf-technik.de

01.02.18 - Radio Bern 1 jetzt auch auf den digris Netzen
Überraschung, ohne offizielle Ankündigung, heute Morgen: das Berner Hauptstadtradio Bern 1 ist ab sofort auch auf den digris DAB-Inseln für Basel (Kanal 10A), Zürich, (Kanal 9D) und Luzern-Zug-Nidwalden (Kanal 5D) zum empfangen, ergänzend zur Verbreitung über das SwissMediaCast DAB-Ensemble Bern-Freiburg-Solothurn (Kanal 8B). Auf der Homepage des Anbieters ist dazu folgender Vermerk zu lesen: «Ab dem 1. Februar 2018 ist Radio Bern 1 auch in den Städten Zürich, Basel, Luzern und Zug empfangbar.» Ob es sich dabei um eine dauerhafte Ausstrahlung auf diesen Netzen handelt, oder nur um eine Übergangslösung, bis SMC sein zweites Deutschschweiz-Ensemble in Betrieb genommen hat, ist bis dato unbekannt.

radio bern 1 logo 2018

Damit diese Ausstrahlung möglich wird, wurde in Basel und Luzern das Programm «IP Music» ersetzt. In Zürich waren wohl noch genügend Kapazitäten für die Übertragung frei, aufgrund von niedereren Bitraten anderer Anbieter. Interessant dabei, dass sich nun auch vermehrt kommerzielle Privatradios für das DAB-Netz von digris zu interessieren beginnen. Hoffentlich ist das nicht der Beginn eines generellen Wechsels auf den digris DAB-Inseln, von Spartenprogrammen hin zu kommerziellen Mainstreamanbietern, welche natürlich über ganz andere finanziellen Ressourcen verfügen. Trotz den tieferen Preisen von digris ist es für einen kleinen Anbieter schon heute eine grosse finanzielle Herausforderung, überhaupt auf DAB+ senden zu können.

Internet: http://www.radiobern1.ch

31.01.18 - DAB-Swiss Intern: 2018 kein Neujahrsinterview
Wie bereits Tradition, wollten wir unseren Lesern an dieser Stelle auch Anfang 2018 das grosse DAB-Swiss Neujarsinterview präsentieren. Dazu haben wir im November 2017 digris Geschäftsführer, Thomas Gilgen, angefragt, welcher sich dazu bereit erklärt hat. Leider haben wir von ihm jedoch auch trotz mehrmaligen Nachfragen keine Antworten auf die gestellten Fragen oder eine Interviewabsage erhalten können. Wir entschuldigen uns dafür und hoffen, Euch Anfang 2019 wieder ein interessantes Interview mit einer Persönlichkeit aus der DAB+ Szene publizieren zu können.

Zur Webseite von Sunradio

22.01.18 - A1-Strassentunnel in Bern mit DAB+ ausgestattet
Erfreuliche Feststellung heute in Bern. Der vielbefahrene A1-Tunnel Brünnen ist neu mit einer Vielzahl von DAB-Ensembles versorgt. Kanal 7D (SMC Deutschschweiz), Kanal 8B (SMC Bern-Freiburg-Solothurn), Kanal 10A (digris Bern) und Kanal 12C (SRG Deutschschweiz). digris ist nun also in Bern auch untertags zu empfangen. Bisher war dieser Netzbetreiber nur in der Agglomeration Luzern in den Strassentunnels aufgeschaltet.

15.01.18 - Neue DAB-Versorgung von  SMC im Kandertal
Für die Lötschberg-Hauptverkehrsachse von Bern ins Wallis, wurde nun, wie angekündigt, der SwissMediaCast-Sender Kandersteg-Büel für Deutschschweizkanal 7D und Bern-Freiburg-Solothurn-Kanal 8B in Betrieb genommen. Gesendet wird mit einer Leistung von 891 Watt, vertikal.

Abdeckungskarte vergrössern!

Das Versorgungsgebiet des Senders Kandersteg-Büel ohne Berücksichtigung von Reflektionen an den Bergen, zum Vergrössern!

Das DAB-Signal ist auch im Lawinenschutztunnel Mitholz problemlos zu empfangen. Hierbei ist jedoch nicht sicher, ob es sich um eine Tunnelversorgung oder um ein Signal von aussen handelt. So schliesst Netzbetreiber SwissMediaCast nun nach und nach auch noch seine grossen Lücken im Berner Oberland. Zuletzt ging der Sender Männlichen on Air. Weitere Aufschaltungen folgen, von welchen beispielsweise Radio BeO in seinem Kernversorgungsgebiet profitiert.

14.01.18 - Reges Kommen und Gehen auf den DAB-Netzen von digris
Momentan sind bei dirgis diverse programmliche Umwälzungen und Änderungen in den Bitraten festzustellen. Leider sind dabei auch diverse Abgänge zu verzeichnen, deren Gründe bislang von offizieller Seite nicht kommentiert werden, über welche jedoch spekuliert werden kann. Folgende Belegungsänderungen auf den diversen DAB-Inseln konnten in den vergangenen Tagen registriert werden:

DAB-Insel Aarau (Kanal 5D)
Jam on Radio hat die Verbreitung hier eingestellt
James FM hat die Verbreitung hier aufgenommen (mit 72 kbit/s)

jam on radio logo

DAB-Inseln Sopra- und Sotteceneri (Kanal 10C)
Gemäss Webseite von digris müsse One Dance FM hier nicht mehr senden, ist aber momentan noch on Air
Radio Onyx hat die Verbreitung hier eingestellt
Spoon Radio hat die Verbreitung hier eingestellt
Vibracion Latina hat die Verbreitung hier bereits im Herbst 2017 eingestellt
Skuizz sendet nur noch mit 48 kbit/s
Maxxima sendet nur noch mit 48 kbit/s

DAB-Insel Unterwallis (Kanal 10D)
Radio Bellerine hat die Verbreitung hier aufgenommen (mit 48 kbit/s)

radio bellerine logo     digris logo gr

DAB-Insel Zürich (Kanal 9A)
rundfunk.fm sendet nur noch mit 24 kbit/s
Gemäss Webseite von digris müsse Skuizz hier nicht mehr senden, ist aber momentan noch on Air

Generell ist bei Netzbetreiber dirgis folgender unerfreuliche Trend festzustellen: in den beliebten, teureren Agglomerationsnetzwerken wie Zürich, Bern oder Basel werden, wohl um Kosten zu sparen, die Bitraten einzelner Anbieter empfindlich hinuntergeschraubt, sodass die Programme einfach nur noch schrecklich klingen (Bsp. rundfunk.fm in Zürich mit 24 kbit/s), die ländlicheren Netzwerke wie Chur-Sarganserland, Berner Oberland oder Biel-Solothurn können gleichzeitig nur schwer mit genügend Anbietern gefüllt werden. Dies trotz den momentan noch laufenden Technologieförderungsbeiträgen des Bundes, von 80% auf den anfallenden Verbreitungskosten. Wie das wohl aussehen wird, wenn ab 2020 nur noch geringe Subventionen und später gar keine mehr vergütet werden? Bleibt zu hoffen, dass diese Rechnung für digris auch künftig aufgehen wird.

11.01.18 - James FM ab 15. Januar 2018 mit moderierter Morgensendung
Zwei Jahre nach Sendestart lanciert der Schweizer Musiksender James FM die nächste Ausbaustufe und ergänzt sein Programm ab Montag, 15. Januar 2018, mit einer moderierten Morgensendung, die stilistisch und inhaltlich auf das Konzept des Senders abgestimmt ist: Kein Blabla, viel Musik und die wichtigsten Informationen auf den Punkt gebracht. James FM verzichtet auf Werbeblöcke und Unterbrecherwerbung. Es werden lediglich stündliche Sponsoring-Nennungen gesendet.

Durch die Morgensendung führt Michel Erismann (1990-2007 Programmleiter Radio Argovia, 2007-2010 Programmleiter Tele M1/Tele Tell). Er wird begleitet vom Namensgeber des Senders, dem englischen «Butler Names», der stilvoll und «very British» das Tempo und den Stil der Sendung auf den Punkt bringt: Ein dezenter Wortanteil mit Service-Mitteilungen, die Radiohörerinnen und -hörer ab 40 Jahren am Morgen informativ, elegant und stressfrei in den Alltag führen. Kurz: James FM macht das Leben nicht besser, aber es fühlt sich besser an.

michel erismann james fm     james fm logo

Michel Erismann moderiert neu bei James FM. (Foto: James FM)

Als eines der wenigen nicht formatierten Musikprogramme, dafür mit Leidenschaft, Lust und Liebe zusammengestellt, besticht James FM mit Pop und Perlen, Oldies und Evergreens, Klassikern und Neuheiten. André Sidler, geschäftsführender Partner: «Ich freue mich, dass mit Michel Erismann nicht nur ein erfahrener, sondern auch ein leidenschaftlicher Radiomann zum Team stösst. Seine vielfältigen Talente als Moderator und Produzent passen hervorragend zu James FM und unserer Strategie».

Erismann moderiert zum Start der Sendung die ganze Woche vom Montag, 15. Januar, bis Freitag, 19. Januar 2018, jeweils von 6.00 bis 9.00 Uhr. Danach wird die Morgensendung in einer ersten Phase jeweils am Freitagmorgen ausgestrahlt. «Das Feedback der Hörerinnen und Hörer wird entscheiden, in welcher Intensität das Programm moderiert werden soll.» so Michel Erismann. Frei nach Butler James Devise: «Ihr Wunsch ist mir Befehl, Sir!».

Mit dem Ausbau des Programms wird auch die Reichweite und der Empfang auf DAB+ weiter ausgebaut. Zusätzlich zur Zentralschweiz ist James FM neu auch in der Region Raum Aarau/Olten auf DAB+ zu empfangen (DAB-Swiss berichtete).

Internet: http://www.jamesfm.ch

03.01.18 - Details zur Konzessionierung des 2. SMC Deutschschweiz-Layers
Wie bereits angekündigt, beginnt Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) noch im Verlaufe des Jahres 2018 mit der Versorgung der Deutschschweiz über ein zweites DAB-Ensemble. Mehr Platz soll damit im Äther geschaffen werden. Eingesetzt wird dafür, nun offiziell bestätigt, Kanal 7B. In der vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) an SMC ausgestellten Konzession, finden sich interessante Informationen zur Art des geplanten Netzaufbaus. So ist bis 31. Dezember 2018 die Region Bern (17% der Bevölkerung) mit dem neuen Ensemble zu versorgen. Danach folgen bis 30. Juni 2019 die Regionen Regionen Zürich, Basel, Aargau, Luzern, Schaffhausen, St. Gallen (80% der Bevölkerung). Bis 31. Dezember 2019 soll auch die Region Chur (88% der Bevölkerung) abgedeckt und bis 31. Dezember 2020 das Strassennetz und der öffentliche Verkehr (95% der Bevölkerung) versorgt werden.

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Sitz des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) in Biel-Bienne. (Foto: Matti, Ragaz, Hitz Architekten AG)

In den Zugangsauflagen verpflichtet sich SMC zudem die Dienstleistungen chancengleich, angemessen und nicht diskriminierend anzubieten. Wörtlich:
«In einem Reglement legt die Konzessionärin die Einzelheiten bezüglich der Vergabe von Programmplätzen sowie die Rechte und Pflichten der verbreiteten Veranstalter fest. Dabei befolgt sie folgende Grundsätze:

- Allen Veranstaltern, welche per 31. Dezember 2019 für die dauerhafte Verbreitung ihres Programms über eine UKW-Funkkonzession verfügen und von der Konzessionärin über eine regionale Plattform verbreitet werden, wird ein Vorrecht auf einen Programmplatz gewährt.
- Gemeldete Programme, nach Art. 3 Bst. a RTVG, erhalten gegenüber ausländischen Programmen bei gleichzeitiger Bewerbung ein Vorrecht auf einen Programmplatz.»

Damit wird erreicht, dass alle bisher auf dem UKW Band konzessionierten Anbieter auch tatsächlich einen Platz auf DAB+ erhalten können. Dies betrifft momentan eigentlich nur noch das Emmentaler und Entlebucher neo 1, dessen ursprüngliches Sendegebiet jedoch momentan von SMC noch sehr schlecht versorgt ist.

03.01.18 - Testprogramme von Virgin Radio Switzerland bereits on Air
Virgin Radio Hits und Virgin Radio Rock laufen jetzt bereits in den SMC DAB-Ensembles Nordschweiz (Kanal 7A), Bern-Freiburg-Solothurn (Kanal 8B) und Ostschweiz (Kanal 9B). Es sind momentan noch Testprogramme, welche einen Einblick in die künftige Musikzusammenstellung ermöglichen, mit Hinweisen zum Deutschschweizweiten Sendestart vom 17. Januar 2018. Gesendet wird mit einer Übertragungsrate von 64kbit/s. Der Klang scheint uns recht angenehm. Radio 24 Charts und Radio Argovia HitMix wurden, wie angekündigt, durch die neuen Programme ersetzt.

virgin radio switzerland hinweis sendestart

Internet: http://www.virginradio.ch

Der Kommentar:
Heute Abend habe ich mal ein Ohr voll “Virgin” genommen. Während Virgin Radio Hits den bereits von den etablierten Privatradios mehr als bekannten Charts-Mainstreammix anbietet, sendet Virgin Radio Rock doch einen sehr ansprechenden Rockmix, welcher jedoch auch nicht ganz mit dem beliebten Pendant aus Italien mithalten kann. Zwischendurch «verirren» sich noch Songs in die Playlist, welche mit Rock- oder Softrock nicht viel zu tun haben. Es ist mir unerklärlich, warum jeder Programmanbieter und jedes Verlagshaus dem Irrglauben verfällt, mit seinen Charts noch besser als die anderen sein zu können und noch mehr Publikum zu erreichen. In der Schweiz senden bereits zirka 75% der dank DAB+ grossflächig empfangbaren Privatradios immer dieselbe Musik, dass man oftmals gar nicht weiss, welchen Sender man eigentlich hört, da alle genau gleich klingen. Warum muss das neue Virgin Radio Switzerland nun auch noch auf diesen Chartszug aufspringen? Mutig wäre es gewesen, nebst Virgin Radio Rock noch ein anderes Format anzubieten, welches im Äther noch nicht so oft zu hören ist.

Wollen wir doch mal sehen, wie sich das noch entwickelt und mit dem neuen Rockradio hat man bei AZ Medien schliesslich schon ein Bisschen Mut bewiesen.

Zur Webseite von Sunradio

30.12.17 - James FM jetzt auch in Aarau-Olten empfangbar
Wie uns Empfangsbeobachter Dieter Andrée soeben meldet, ist das Zuger Programm James FM jetzt auch auf der dirgis DAB-Insel Aarau (Kanal 5D) zu hören. Eine "gute Bereicherung" meint er dazu. Schon bald wartet der Anbieter gemäss Geschäftsführer, André Sidler, auch noch mit einer weiteren, programmlichen Überraschung auf. Diese ist momentan jedoch noch nicht offiziell. Gemäss seiner Mitteilung senden übrigens künftig alle Stationen mit dem neuen AVT Encoder, auf den stark nachgefragten digris DAB-Ensembles, mit 72 kbit/s. Dabei sind James FM, Maxxima, IP Music oder Openbroadcast.

Internet: http://www.jamesfm.ch

29.12.17 - Guter Abdeckungsstand von digris per Ende Jahr
Im vergangenen Jahr hat digris sein Sendernetz fleissig ausgebaut, verdichtet und verfügt nun bereits über eine sehr attraktive Abdeckung in der Schweiz. Dies obwohl der Anbieter von den Behörden immer wieder mit Gleichkanalbelegungen schikaniert wird, welche die Sendegebiete teils massiv einschränken. Trotzdem zeigt die nachfolgende Karte, ohne Berücksichtigung von gegenseitigen Auslöschungen oder Reflektionen an den Bergen, den momentanen Stand der digris DAB-Inseln.

Karte vergrössern!     digris logo gr

Abdeckungskarte, Stand Ende 2017. Mit Klick auf’s Vorschaubild vergrössern.

In allen Ensembles verfügbare Programmanbieter, wie beispielsweise Spoon Radio oder Openbroadcast, erreichen damit einen grossen Teil des Mittellandes und der Agglomerationen, nicht zuletzt dank den mit Bedacht ausgewählten Senderstandorten. Bloss im Bergland, in der Ostschweiz, im Jura und in Graubünden ist digris noch etwas schlecht aufgestellt. Eine ganzflächige Verbreitung im aktuellen Gebiet kostet einen nichtkommerziellen Anbieter momentan zirka Fr. 150’000.00 pro Jahr, was für die Versorgungsgrösse einen durchaus angemessenen Preis darstellt. In den sehr beliebten DAB-Inseln für Zürich, Basel, Bern, Winterthur-Schaffhausen, Luzern-Zug-Nidwalden, Genf oder Lausanne findet sich jedoch für neue Anbieter bereits kein freier Sendeplatz mehr. Vielleicht wird es mit dem Wegfall der Technologieförderungssubventionen des Bundes ab 2020 wieder etwas Luft geben.

Man darf gespannt auf das Jahr 2018 blicken, wenn der Netzausbau von digris weiter geht. Mehr dazu im bald erscheinenden, grossen DAB-Swiss Neujahrsinterview, diesmal mit digris Geschäftsführer, Thomas Gilgen.

Internet: http://www.digris.ch

28.12.17 - Fröhliches Kanalkristallkugellesen mit SwissMediaCast
Und wieder einmal dreht sich das DAB-Kanalkarusell in der Schweiz. Aufgrund der Einträge bei der Deutschen Bundesnetzagentur (BNetzA), lässt sich wunderbar aus der Kristallkugel lesen. Folgende Tatsachen und Spekulationen werden uns in den kommenden Wochen und Monate beschäftigen:

Für seine Kanäle 7D (Deutschschweiz) und 9B (Ostschweiz), hat Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) folgende zusätzliche Sendestandorte beantragt, welche besonders die Grenzgebiete des Kantons Schaffhausen besser versorgen:

Altdorf Ried, 1'950 W, vertikal
Osterfingen Rossberg, 550 W, vertikal (ebenfalls mit Kanal 7A, Nordschweiz)
Schleitheim Birbistel, 1'800 W, vertikal

Karte vergrössern!     smc logo 2018

Abdeckungskarte der drei neuen Schaffhauser-Sendestandorte von SMC, ohne Berücksichtigung von Antennendiagrammen, zum Vergrössern.

Auch im Wallis ist eine kleine Änderung vorgesehen. Hier wurde für Kanal 11C (Oberwallis) eigenartigerweise der Sendestandort Törbel Bina 2 auf Törbel Stalden, welcher sich wesentlich tiefer befindet, gewechselt.

Folgende 22 Sendestandorte für die SMC-Kanäle 7A (Nordschweiz) und 7B (wahrscheinlich 2. Deutschschweiz-Ensemble) wurden von der BNetzA zugewiesen:

Bregenz Pfänder (A), 9'550 W, vertikal
Konstanz (D), 1'900 W, vertikal
Alt St. Johann Strichboden, 1'000 W, vertikal
Bischofszell, 200 W, vertikal
Buchs Hinterberg, 1'000 W, vertikal
Engi Lindenbodenberg, 1'000 W, vertikal
Fischenthal Waldsberg, 575 W, vertikal
Flurlingen Cholfirst, 1'700 W, vertikal (nur Kanal 7B)
Herisau Ramsen, 1'400 W, vertikal
Homburg Reutenen, 2'000 W, vertikal
Linthal Schleimen, 1'500 W, vertikal
Mammern Seehalde, 1'000 W, vertikal
Ottenberg, 1'250 W, vertikal
Rüthi Bismer, 4'100 W, vertikal
Schänis Biberlichopf, 5'500 W, vertikal
Schwelbrunn Fuchsacker, 1'250 W, vertikal
Sirnach, 2'200 W, vertikal
St. Gallen Peter und Paul, 1'700 W, vertikal
Valzeina Mittagplatte, 2'800 W, vertikal (nur Kanal 7B)
Warth Weinigen Haslibuck, 3'300 W, vertikal
Wattwil Chapf, 3'200 W, vertikal
Wildhaus Säntis, 2'000 W, vertikal (nur Kanal 7A)

Aus diesen Einträgen ist ersichtlich, dass man das Nordschweiz-Ensemble flächendeckend in Richtung Ostschweiz ausbauen will. Was SMC hingegen mit dem Kanal 7B vor hat, kann momentan nur vermutet werden. Die plausibelste Erklärung ist, dass man über diesen, im Umland nur wenig belegten Kanal, das zweite Deutschschweiz-Ensemble aufbauen möchte. Es könnte durchaus auch sein, dass später die beiden Kanäle 7A (Nordschweiz) und 9B (Ostschweiz) zu einem einzigen Ensemble (Kanal 7A) zusammengefasst werden. Was es damit wirklich auf sich hat, wird sich bestimmt in Kürze offiziell zeigen.

22.12.17 - Etappenweiser Aufbau der neuen SMC-Netze
Nach den «good News» der vergangenen Woche, hat DAB-Swiss den neuen Geschäftsführer von SwissMediaCast (SMC), Bernhard Schmid, betreffend der zusätzlichen Netze in der Deutschschweiz und im Tessin mit Fragen kontaktiert. Es ist natürlich klar und verständlich, dass in dieser frühen Projektphase noch keine genauen Infos bekanntgegeben werden können. Die folgenden Aussagen sind jedoch trotzdem interessant: «Das Netz wird in mehreren Etappen aufgebaut und basiert auf bestehenden SMC-Standorten. Für die erste Etappe ist im Moment der Zeithorizont 2. Hälfte 2018 angedacht.» Betreffend des Ausbaus im Tessin: «Für den ICH-03 ist die Planung noch in den Anfängen. Als Zeithorizont können Sie davon ausgehen, dass die Autobahnachsen bis Mitte 2019 ausgebaut sein werden.», so Schmid weiter. Zu den künftigen Frequenzen der beiden DAB-Ensembles meint der CEO: «Die Abstimmarbeiten bezüglich der Frequenzblöcke für D05 und I03 sind mit dem BAKOM in Arbeit. Hier kann ich Ihnen eine Antwort geben, wenn die internationale Koordination abgeschlossen ist.»

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Ab Mitte 2019 sind die Angebote von SMC auch im Luganese und vielleicht sogar vom Sender auf dem Monte San Salvatore zu empfangen, wenn alles nach Plan läuft. (Fotos: S. Grünig, Krattigen)

Es darf also davon ausgegangen werden, dass das zweite Deutschschweizer DAB-Ensemble von SMC auf einem neuen Netz basieren wird und nicht Nordschweiz-Kanal 7A dafür umgewandelt wird. Zudem wird sich der Ausbau im Tessin vorerst auf die Hauptverkehrsachsen Gotthard-Chiasso und San Bernhardino beschränken. Es ist also momentan spannend, die Einträge bei der BNetzA (Behörde für die internationale Frequenzkoordination) zu analysieren. Sie werden Aufschluss über die neue Frequenzverteilung bei SMC geben.

Internet: http://www.swissmediacast.ch

21.12.17 - Inbetriebnahme des digris-Senders Thun-KVA
Heute erfolgte nun die bereits angekündigte Inbetriebnahme des digris Senders Thun-KVA. Die gegen Süden ausgerichteten Antennen wurden von den Technikern am hohen, sehr günstig gelegenen Kamin der Anlage installiert. Die Elektronik befindet sich in einem kleinen Technikhäuschen auf dem Dach der Kehrichtverbrennungsanlage. Wie es aussieht, wird momentan jedoch noch nicht mit der vollen Leistung gesendet.

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Die neue Antenne am Kamin der KVA und das Versorgungsbiet der Insel Berner Oberland zum Vergrössern. (Foto:digris, facebook)

Über die digris DAB-Insel Berner Oberland, auf Kanal 6A, werden momentan leider erst 10 Programme verbreitet. Es wäre also noch genügend Kapazität für zusätzliche Angebote vorhanden. Dank dem dritten Sender im Bunde und dem Single Frequency Network (SFN), kann dieses DAB-Ensemble nun vom Brünig über Brienz, Interlaken, Thun bis Münsingen unterbruchfrei gehört werden. Es handelt sich dabei flächenmässig um eine der grössten DAB-Inseln von digris

Internet: http://www.digris.ch

20.12.17 - Endlich zugeteilt: neue DAB+ Übertragungskapazitäten in der Schweiz
Am 19. Dezember 2017 hat das BAKOM der SwissMediaCast AG (SMC) je eine DAB+-Konzession für die digitale Verbreitung von Radioprogrammen in der Deutschschweiz und im Tessin vergeben. Eine weitere SMC-Konzession hat das BAKOM mit Zugangsrechten für bestehende UKW-Programme ergänzt. Damit sind die Grundlagen geschaffen für einen erfolgreichen Umstieg von der UKW- zur DAB+-Verbreitung.

Grafik vergrössern!     smc logo

Die aktuelle Schweizer Planung von DAB+ Kapazitäten mit den neuen Ensembles und Reserven, zum Vergrössern.

Bereits am 25. Oktober 2017 hat der Bundesrat entschieden, dass ab 2020 nicht mehr UKW sondern DAB+ der Hauptverbreitungsweg für Radioprogramme sein wird. Um die Verbreitung der bestehenden UKW-Veranstalter weiterhin sicherzustellen, hat der Bundesrat auch Bestimmungen für den garantierten Zugang auf die digitalen Plattformen verabschiedet. Darauf gestützt hat das BAKOM die SMC verpflichtet, ab 2020 über ihre bestehende DAB+-Plattform D03 alle konzessionierten Deutschschweizer UKW-Programme zu verbreiten. Die Plattform ist regional unterteilt in die vier Teilgebiete Bern-Freiburg, Nordschweiz, Ostschweiz und Oberwallis.

Gleichzeitig hat das BAKOM der SMC das Recht erteilt, eine weitere DAB+-Plattform in der Deutschschweiz zu betreiben. Dieser Konzessionsentscheid stützt sich auf eine Interessenabklärung, die das BAKOM im Jahr 2016 durchführte. Die Bedarfsanmeldung der SMC erfüllte als einzige die vom UVEK definierten Kriterien für die Vergabe weiterer DAB+-Frequenzen. Mit der sogenannten Plattform D05 schafft die SMC Kapazitäten für weitere Radiostationen, die bisher nicht berücksichtigt werden konnten oder die nur regional verbreitet wurden. Gleichzeitig bedeutet die Neukonzessionierung eine Entlastung der mit den Zugangsrechten belegten Plattform D03.

Karte vergrössern!

Die drei neuen Schweizer DAB-Netze im Überblick, zum Vergrössern (Karte: Swisstopo).

Viele Radiostationen der deutschsprachigen Schweiz möchten auch im Tessin empfangen werden können, namentlich entlang der Hauptverkehrsachsen vom Gotthard bzw. San Bernardino bis nach Chiasso. Mit einer DAB+-Konzession für das Tessin entspricht das BAKOM diesen Wünschen. Die SMC beabsichtigt, in einer ersten Phase die Hauptverkehrsachsen zu bedienen. Je nach wirtschaftlichem Erfolg sind aber weitere Ausbauschritte vorgesehen.

Die SMC verbreitet seit rund zehn Jahren Radioprogramme über DAB+-Netze. Da die erste, 2007 erteilte Konzession, Ende Jahr auslaufen wird, hat das BAKOM diese um zehn Jahre verlängert.

In der Romandie haben mehrere Unternehmen Interesse an einer zusätzlichen DAB+-Bedeckung bekundet. Das UVEK hat deshalb entschieden, den neuen DAB+-Frequenzblock im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung zu vergeben. Zuständige Behörde für die Erteilung der Funkkonzession ist bei Ausschreibungen die ComCom. Sie wird das Vergabeverfahren im Frühling 2018 starten. Entscheidende Zuschlagskriterien werden die Stärkung der Medienvielfalt, die Grösse des Verbreitungsgebiets und die Empfangsqualität sein.

Internet: https://www.bakom.admin.ch

Der Kommentar:
Endlich ist die Katze aus dem Sack. Nun ist klar, dass beinahe die ganze Schweiz von zusätzlichen DAB+ Übertragungskapazitäten profitieren wird. Ganz sicher ein Schritt in die richtige Richtung! Erstaunlich, dass sich nebst Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) niemand den Anforderungen entsprechendes gemeldet hat. Nun bleibt abzuwarten, ob der bisherige SMC Nordschweiz-Kanal 7A in ein neues Deutschweizer-Ensemble umgewandelt oder ob dafür ein neuer Kanal in Anspruch genommen wird. Auf jeden Fall ergibt sich damit die Möglichkeit, dass künftig auch Angebote wie Radio Melody oder Radio 32 Goldies eine Chance auf eine sprachregionale Verbreitung erhalten. Es darf sogar damit spekuliert werden, dass künftig auf DAB+ noch mehr Spartensender zu hören sein werden. Hoffentlich nicht nur reine Festplattenprogramme, sondern journalistisch attraktive Angebote. Und schlussendlich bekommt nun auch das letzte, kommerzielle Schweizer Privatradio, neo 1 aus dem Emmental, welches bislang noch nicht im Digitalradio Platz gefunden hat, eine DAB+ Verbreitung zugesichert. Dafür ist jedoch im Emmental und Entlebuch noch ein Ausbau der Netze vonnöten.

Auch die Perspektiven für das Tessin sind rosig: hier wird sich die Programmvielfalt von «ännet dem Gotthard» künftig merklich verbessern, was besonders die vielen Besucher aus der Deutschschschweiz und die Pendler auf der Autobahn A2 freuen wird. Und zu guter Letzt die Romandie, in welcher momentan noch nicht klar ist, welcher Netzbetreiber das Rennen machen wird. Spannend wäre es zu wissen, wer sich denn da alles mit welchen Plänen beworben hat.

Trotz aller weihnachtlichen Vorfreude bleiben noch einige Fragen offen: Welche Kanäle werden eingesetzt? Bleibt das Interesse nach DAB+ Übertragungskapazitäten auch nach dem Wegfall der Technologieförderungssubventionen so gross oder werden sich die Reihen der Anbieter wieder merklich lichten? Werden die Verbreitungskosten für DAB+ nun billiger, jetzt wo genügend Kapazitäten vorhanden sein werden? In welchem Zeithorizont werden diese neuen Netze aufgebaut? Welche Anbieter möchten in der Westschweiz noch über DAB+ senden? Und hat man digris dabei nicht vergessen, mit seinem leidigen Gleichkanalbelegungsproblem? Wir sind gespannt auf die Antworten der beteiligten Player!

Trotzdem, ein schönes Geschenk des Bundesamtes für Kommunikation zu Weihnachten! «Digitalradio DAB+, rules!»

Zur Webseite von Sunradio

20.12.17 - Regionalfenster von Radio Central neu auf DAB+
Auf SwissMediaCast (SMC) Nordschweiz-Kanal 7A ist heute das Programm "Radio Central 2" gestartet. Es handelt sich dabei um ein Lokalfenster für die Regionen Ausserschwyz, Zürichsee und das Glarnerland. Gemäss Christian Brülhart, im Schweizer Radioforum, wird dieses Programm zweimal täglich auseinandergeschaltet und soll vielleicht sogar noch weiter ausgebaut werden.

radio central logo

Das Hauptprogramm von Radio Central sendet weiterhin auf Deutschschweizkanal 7D.

Internet: http://www.radiocentral.ch

17.12.17 - Zwei zusätzliche Tunnels mit DAB+
Seit wenigen Tagen ist in zwei weiteren Strassentunnels der Empfang von DAB+ möglich. Es scheint, als wäre nun der Kanton Bern mit dem Ausbau an der Reihe.

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Westportal des A6-Simmefluetunnels. (Foto: Bundesamt für Strassen, ASTRA)

Einerseits können die SMC Kanäle 7D (Deutschschweiz), 8B (Bern-Freiburg-Solothurn) und der SRG Kanal 12C (Deutschschweiz) im Pieterlentunnel der A5 gehört werden, andererseits sind die selben Kanäle nun auch im Simmefluetunnel der A6, eingangs des Simmentals empfangbar. Der DAB+ Ausbau in Schweizer Strassentunnels schreitet also deutlich spürbar voran.

Conrad DAB-Radios, Digitalradios  

16.12.17 - Langsam erwacht auch Österreich aus dem DAB-Dornröschenschlaf
Nicht nur Nachbar Frankreich macht in Sachen terrestrisches Digitalradio langsam vorwärts. Auch in Österreich tut sich langsam etwas. Hier läuft ja seit einigen Monaten bereits ein erfolgreicher Testversuch im Grossraum Wien(Kanal 11D, ab dem DC Tower).

Die Medienbehörde KommAustria hat erstmals in Österreich eine Zulassung für den regulären Betrieb einer so genannten Multiplex-Plattform für digitalen terrestrischen Hörfunk im Standard DAB+ erteilt. Die ab 03. April 2018 geltende Lizenz geht für einen Zeitraum von 10 Jahren an die RTG Radio Technikum GmbH, die als technischer Dienstleister zunächst 11 Radioprogramme sowie einen elektronischen Programmführer und im Anlassfall einen Gefahren-Warndienst im Großraum Wien und in Teilen des Wiener Umlandes mit einer technischen Reichweite von rund 2,25 Millionen Menschen auf Kanal 11C verbreiten wird. Bisher ist DAB+ Digitalradio in Österreich seit Mai 2015 nur im Rahmen eines Testbetriebs in Wien zu empfangen.

Karte vergrössern!     radio technikum logo

Abdeckungskarte für den Grossraum Wien vom Standort DC Tower mit einer Sendeleistung von 10’000 Watt. Karte zum Vergrössern anklicken.

Zur Einführung des DAB+ Digitalradios sagt Mag. Michael Ogris, Vorsitzender der KommAustria: „Wir als Behörde und die Radioveranstalter selbst wissen aus den Erfahrungen vieler europäischer Nachbarstaaten sehr wohl, dass es kein Selbstläufer ist, die Konsumentinnen und Konsumenten an die Nutzung des neuen DAB+ Digitalradios heranzuführen, da damit nicht zuletzt ja auch die Anschaffung von geeigneten Radiogeräten erforderlich ist. Angesichts völlig ausgelasteter UKW-Radiofrequenzen ist DAB+, das ganz andere Frequenzbereiche nutzt, aber die Lösung, um mehr Programmvielfalt und damit auch mehr Meinungsvielfalt im Radiobereich zu ermöglichen. Daher sind wir dem Wunsch aus dem Markt nach einer Einführung von DAB+ natürlich gefolgt und haben im Frühjahr 2017 eine entsprechende Ausschreibung gestartet.“

Teil der Ausschreibung war auch eine bundesweite DAB+ Bedeckung, zu der die KommAustria nach Abschluss einer umfangreicheren Frequenzkoordination mit ausländischen Behörden eine Lizenzerteilung im ersten Quartal 2018 anstrebt.

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Die künftig in Wien verbreiteten DAB+ Programme sind ganz überwiegend bisher noch nicht über Antenne zu empfangen. Das Angebotsspektrum ist breit gefächert. Die Programmschwerpunkte liegen teils auf Wort- und Informationsbeiträgen, teils auf Musik, wobei der Bogen von Rock über Klassik bis hin zu Hits der 70er, 80er und 90er oder Lounge und Jazz reicht. Folgende Anbieter befinden sich in der momentanen Planung des DAB+ Regelbetriebes:

Technikum City / Technikum one / Big City Live / ERF Plus Österreich / Lounge FM / Mega Radio / Now Radio / Radio Maria / Rock fm / Sout al khaleej / ARBÖ Verkehrsradio

Internet: http://www.rtr.at

14.12.17 - Virgin Radio Switzerland startet sein Angebot am 17. Januar 2018
Jetzt ist die Katze aus dem Sack: bereits am 17. Januar 2018 gehen die beiden neuen, mit Spannung erwarteten Virgin Radio Switzerland Programme, gemäss Pressemitteilung von AZ Medien, in der Deutschschweiz über DAB+ auf Sendung. DAB-Swiss berichtete. Jeweils Wochentags übernimmt beim Hitkanal, für die eher jüngere Generation, die bereits von Radio Argovia bekannte Dara Masi mit Ihrer «Virgin Radio Wake - Up Show» die Morgenschicht. Der künftige Programmleiter, Nicola Bomio, dazu: «Dara Masi passt zur Marke: frisch und lebendig. Sie versteht das junge Publikum und hört selber am liebsten die angesagtesten Hits». Nicola Bomio war übrigens bis anhin beim Winterthurer Radio Top als Moderator und Musikredaktor tätig.

virgin radio dara masi     virgin radio peter walt

Dara Masi moderiert künftig bei Virgin Radio Hits (Foto: Radio Argovia), Peter Walt bei Virgin Radio Rock (Foto: facebook)

Aber auch der Rockkanal wird über bekannte Stimmen verfügen. Beispielsweise Peter Walt, bekannt von SRF 3, wird an den Wochenenden eine Sendung mit dem Namen «Virgin Radio - Rock the Weekend» zu hören sein. «Mit Peter Walt konnten wir einen unglaublich erfahrenen Moderator gewinnen. Sein fundiertes Musikwissen entspricht genau unserer Positionierung als Musiksender», so Geschäftsführer Florian Wanner. Von Montag bis Donnerstag gibt es am späteren Nachmittag jeweils eine moderierte Show unter dem Titel «Virgin Radio Rock - Drivetime Show».

Zu hören sein, werden die beiden neuen Programme über die SwissMediaCast-Kanäle 7A, 8B und 9B.

 

10.12.17 - Interessante Informationen zu Virgin Radio Switzerland
Die kürzliche erfolgte Ankündigung, dass die AZ Mediengruppe im Jahr 2018 mit der Marke Virgin Radio, ursprünglich gegründet vom Engländer, Richard Branson, zwei Schweizer Ableger starten will, schlug in der Branche hohe Wellen. Erstmals seit längerer Zeit sollen über das Digitalradio DAB+ deutschschweizweit wieder moderierte, werbefinanzierte Privatradios starten, welche von Beginn an auf eine UKW-Verbreitung verzichten.

virgin radio hits switzerland logo     virgin radio rock switzerland logo

DAB-Swiss hat sich bei AZ Medien für nähere Details erkundigt und hat von Florian Wanner umgehend Antwort erhalten. Demnach starten die beiden Angebote «Virgin Radio Hits Switzerland» und «Virgin Radio Rock Switzerland» bereits im Januar 2018. Der genaue Starttermin wird in den nächsten Tagen kommuniziert. Wünschenswert wäre dabei natürlich ein Rockformat, wie es bereits bei Virgin Radio in Italien besteht, nicht in direkter Konkurrenz zu «Spoon Radio»» oder Energy Rockit», welche beide bereits über DAB+ empfangbar sind. Wie vermutet werden auf den SwissMediaCast (SMC) Kanälen 7A (Nordschweiz), 8B (Bern-Freiburg-Solothurn) und 9B (Ostschweiz) «Radio Argovia Hitmix» und «Radio 24 Charts» durch die beiden neuen Angebote ersetzt. Auf die Frage, ob die beiden Programme auch moderiert sein werden, nimmt Florian Wanner wie folgt Stellung: «Auf Virgin Radio Hits gibt es eine moderierte Morgenshow von 06:00 bis 09:00 Uhr und auf Virgin Radio Rock eine moderierte Drivetime-Show von 16:00 bis 18:00 Uhr Uhr.» Dies ist insofern erfreulich, als dass moderierte Programme für DAB+ eine wirkliche Bereicherung sind, anstelle von Nonstopmusikprogrammen, von welchen es besonders aus der Sparte «Hits» bereits genügend zu hören gibt. Gemäss Florian Wanner ist die DAB+ Verbreitung momentan aus Kapazitätsgründen nur für die Deutschschweiz vorgesehen. Im Wallis seien bei SMC leider keine freien Plätze mehr frei und aufgrund der sprachregionalen Ausrichtung komme auch eine Verbreitung im Tessin nicht in Frage.

Schlussendlich noch ein Blick in die Zukunft: auf die Frage ob später noch weitere Virgin Spartenkanäle geplant sind, verrät man bei AZ Medien nur: «Ausgeschlossen ist es nicht. Abhängig ist dies von der Verfügbarkeit von weiteren DAB+ Plätzen. Zuerst wollen wir aber schauen, wie gut die beiden Sender performen.» Bleibt also zu hoffen, dass sich das Projekt erfreulich entwickelt und das BAKOM endlich noch weitere Übertragungskapazitäten auf DAB+ frei gibt.

Weitere Informationen folgen an dieser Stelle sobald verfügbar!

07.12.17 - Weitere Nationalstrassentunnels mit DAB+ Empfang
In den vergangenen Tagen wurden bereits wieder diverse Tunnels mit DAB+ Antennen ausgerüstet. Es sind dies die folgenden:

Eggrain (A3)
Hafnerberg (A3)
Uetliberg (A3)
Aescher (A3/A4)
Islisberg (A4)
Leissigen (A8)
Lungern (A8)
Spiezwiler (Spiez-Kandersteg)

a3 uetliberg tunnel     a8 leissigen tunnel

Im Uetliberg-Strassentunnel (Foto: wikipedia.org, Nelli Gebel) und Portal des Leissigen-Tunnels (Foto: ASTRA)

Damit ist in der Schweiz nun schon in 76 von 212 Nationalstrassentunnels ein DAB+ Empfang möglich. Der Weiterausbau schreitet rasch voran. Bis Ende 2018 will das Bundesamt für Strassen (ASTRA) die meisten Strassentunnels mit den nötigen Einrichtungen ausgestattet haben.

Zur Webseite von Sunradio

06.12.17 - Grosse Vielfalt von Musikprogrammen in der Schweiz
Es gab auch schon andere Zeiten auf DAB+! Heute ist die Vielfalt von Musikprogrammen im Schweizer Digitalradio erfreulich fortgeschritten, auch wenn die Hit- und Chartsanbieter noch die Nase vorn haben, so finden sich doch in allen Teilen des Landes interessante Programme, meistens auf den DAB-Inseln von Netzbetreiber dirgis. Die Angebote der grossen Verlage beschränken sich dabei fast alle auf die Ensembles von SwissMediaCast (SMC). Natürlich gibt es bei all den Nonstopmusikangeboten auch grosse qualitative Unterschiede, bei welchen man deutlich erkennen kann, ob ein Programm mit Liebe und Engagement zusammengestellt wurde oder einfach nur der Sende-PC laufen gelassen wird. Positive Beispiele: James FM, Spoon Radio. Negative Beispiele: Radio 24 Charts, Energy Hits. Nachfolgend eine aktuelle Übersicht der vorwiegend unmoderierten Programme mit den dazugehörigen Besitzverhältnissen:

Charts und Hits (9 Angebote)
Radio 24 Charts (AZ Medien)
Radio Argovia HitMix (AZ Medien)
Energy Hits (Ringier)
Luna Pop (Ringier)
RadioFr. music (RadioFr.)
IP Music (Keine Angaben)
Radio 2you (Radio BeO)
Vibration Poprock (Vibration 108)
Magic Radio (Verein)

Evergreens und Oldies (8 Angebote)
Swiss Pop (SRG)
Top Two (Top Medien, Günter Heuberger)
Energy Vintage (Ringier)
rro müsig pur (rro, Mengis AG)
Iischers Radio (Patrick Wyer, privat)
diis Radio (Patrick Studer, privat)
James FM (André Sidler, privat)
Radio Net+ (Multimediaanbieter Net+)

dab jaSchlager und Volksmusik (3 Angebote)
Radio Melody (NZZ)
rro swiss melody (rro, Mengis AG)
Radio Tell (Verein)

Klassik (2 Angebote)
Swiss Classic (SRG)
Energy Classix (Ringier)

Rock (2 Angebote)
Energy Rockit (Ringier)
Spoon Radio (privat)

Jazz (2 Angebote)
Swiss Jazz (SRG)
Jazz Ascona (Festivalverein)

Latino/Tropical (2 Angebote)
Latinos FM (privat)
Vibración Latina (Vibration 108)

Dance und Electronic (1 Angebot)
Maxxima (Stan Roehrich, privat)

Country (1 Angebot)
Country Radio Switzerland (David Bolli, privat)

Natürlich kommen dazu auch noch diverse Sender aus dem grenznahen Ausland, welche in einigen Teilen der Schweiz gut empfangen werden können.

Grosser Schwung in diese erfreuliche Entwicklung ist eigentlich erst mit der Entstehung von kleinen, finanzierbaren DAB-Inseln gekommen. Nun bleibt nur zu hoffen, dass sich diese Vielfalt mit einer möglichen Annahme der gefährlichen No-Billag Initiative nicht gleich mehr als halbiert und somit nur noch die Angebote der finanzstarken Verlage weiterbestehen können.

04.12.17 - Ringier ersetzt Radio del Mar mit Energy Hits
Leider wurde heute bereits wieder ein weiterer Schritt in Richtung «Chartseinheitsbrei» vollzogen. Auf den SMC DAB-Kanälen 7A (Nordschweiz), 8B (Bern-Freiburg-Solothurn) und 9B (Ostschweiz), wurde das ruhige Chilloutangebot «Radio del Mar» durch das Nonstopmusikprogramm «Energy Hits» ersetzt.

energy hits banner

Damit gesellt sich bereits wieder ein weiterer Mainstreamsender zur Schweizerischen DAB-Landschaft, welche von den grossen Verlagen wie Ringier immer mehr mit Festplattenprogrammen zugestopft wird.

Conrad DAB-Radios, Digitalradios  

04.12.17 - Programmänderungen bei digris im Tessin
Gemäss Angaben im Schweizer Radioforum, ist im Tessin, nebst Radio Tell, auch One Dance FM aus Italien auf digris Kanal 10C, Sopra- und Sottoceneri gestartet.
Das Programm besteht vorwiegend aus elektronischer Dancemusik. Details dazu sind jedoch nicht bekannt.

one dance fm logo     vibracion latina logo

Vibración Latina, welches sich seit einigen Wochen in einem neuen Erscheinungsbild präsentiert, hat die Verbreitung in der Südschweiz über DAB+ eingestellt und ist nun nur noch über die digris DAB-Insel Lausanne zu empfangen.

30.11.17 - Zwei neue SMC Sender nehmen den Betrieb auf
Gemäss Angaben im Schweizer Radioforum
stand heute die Aufschaltung der zwei SwissMediaCast-Sender Gurtnellen-Unter Axeli (Uri) und Lauterbrunnen-Männlichen (Berner Oberland) an.

sender männlichen kl

Der Sender Lauterbrunnen-Männlichen im Winter. (Foto: S. Grünig, Krattigen)

Verbreitet werden hier Deutschschweizkanal 7D und Nordschweizkanal 7A bzw. Bern-Freiburg-Solothurnkanal 8B. Damit verbessert sich der Empfang im Urner Haupttal entlang der Autobahn A2 und im Gebiet Grindelwald, Wengen, Lauterbrunnental deutlich. Die Aufschaltung ist von offizieller Seite noch nicht bestätigt und konnte von uns leider noch nicht getestet werden.

 

29.11.17 - DAB-Swiss Stellungnahme zur «No Billag» Initiative
Zu der bevorstehenden «No Billag» Abstimmung vom März 2018, nimmt DAB-Swiss Betreiber Stefan Grünig, wie folgt Stellung, da es dabei nicht nur um eine quasi Abschaffung der SRG geht, sondern auch um kleinere Privatradios in ländlichen Gebieten und Spartenradios. Die Vielfalt im Äther ist akut gefährdet:

«Noch selten habe ich mich über eine Initiative so gewundert, wie über die «No Billag», aus dem bürgerlichen Lager, welchem ich selbst notabene auch angehöre. Offensichtlich hat man nun jeglichen Boden unter den Füssen verloren und unterstützt einzelne Politiker, welche finanzielle Interessen in der Medienlandschaft hegen. Auch mir persönlich sind einzelne Beiträge der SRG zu links gerichtet, aber im Grossen und Ganzen ist es doch ein staatlicher Rundfunksender, welcher uns viele hochqualitative Radio- und TV- Sendungen bei guter Versorgung beschert und auf dem Markt als innovativ auftritt. Ganz abgesehen davon, dass man mit dieser Initiative auch kleinere private Radio- und TV-Stationen in ländlicheren Gebieten gefährdet. Der städtischen Jugend mag das vielleicht egal sein, aber die Zusammenhänge sind viel komplexer, als dass man einfach sagen kann: «Interessiert mich nicht - will ich nicht bezahlen!»

Konkret: kleine Anbieter wie beispielsweise Radio BeO, Radio Munot, Canal 3, neo1, Spoon Radio, Toxic FM oder Alternativprogramme müssten wohl den Betrieb einstellen, was indirekt auch wieder DAB-Netzbetreiber digris in Existenzprobleme bringen würde.

billag radio 01 kl     pro billag

Bei einer Annahme dieser Initiative ist beispielsweise zu befürchten, dass die letzten verbliebenen Spartenprogramme, welche nicht nur gewinnträchtigen Mainstream anbieten, vor die Hunde gehen. Wenn der freie Markt über die Angebote entschieden soll, hat nämlich praktisch keine Musiksparte mehr etwas zu bestellen, welche ausserhalb von aktuellen Hits und Charts liegt.

Zudem konnte unser Land in seiner Geschichte immer nur durch Solidarität und Kompromisse existieren. Wenn man überall das Verursacherprinzip anwenden möchte, wie es besonders die Jungen lautstark fordern, würden wir als Staat nicht mehr lange existieren. Egogesellschaft? Also, wenn Ihr Medien auf anderen Wegen konsumiert, so soll mir das recht sein, aber auch die bestehende, traditionelle Medienlandschaft muss mit Solidarität gefestigt sein. Da spielt es keine Rolle, ob man links oder rechts politisiert. Eine vielfältige Medienlandschaft trägt in jedem Falle zum Gemeinwohl bei.

Die Verarmung der Angebote nach einer Annahme dieser Initiative würde einer politisch motivierten "Mainstream-Gleichrichtung" nahe kommen und möchte ich wirklich nicht erleben. Deshalb ein wuchtiges NEIN an der Urne, zu diesem Unsinn! Es lebe Vielfalt, Qualität, Medienfreiheit und gegenseitige Toleranz in der Schweiz!»

13.11.17 - Neue Beantragungen für Sendestandorte von SMC
Bereits gibt es wieder Neuigkeiten zum Ausbau von DAB+ in der Schweiz. Diesmal hat Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) bei der Deutschen Bundesnetzagentur (BNetzA) zahlreiche, interessante Anträge für die internationale Frequenzkoordination gestellt, welche zu Spekulationen anregen.

SMC Kanäle

Kanal 7A (Nordschweiz)
Bregenz Pfänder, 9'400 W, vertikal
Konstanz, 1'900 W, vertikal
Alt St. Johann Strichboden, 1'000 W, vertikal
Bischofszell, 200 W, vertikal
Buchs Hinterberg, 1'000 W, vertikal
Engi Lindenbodenberg, 1'000 W, vertikal
Fischenthal Waldsberg, 575 W, vertikal
Herisau Ramsen, 1'400 W, vertikal
Homburg Reutenen, 2'000 W, vertikal
Linthal Schleimen, 1'500 W, vertikal
Mammern Seehalde , 1'000 W, vertikal
Ottenberg, 1'300 W, vertikal
Rüthi Bismer, 4'200 W, vertikal
Schänis Biberlichopf, 5'500 W, vertikal
Schwellbrunn Fuchsacker, 1'300 W, vertikal
Sirnach, 2'200 W, vertikal
St Gallen Peter und Paul, 1'700 W, vertikal
Warth Weiningen Haslibuck, 3'300 W, vertikal
Wattwil Chapf, 3'200 W, vertikal
Wildhaus Säntis, 2'000 W, vertikal

Es ist anzunehmen, dass SMC damit sein Nordschweiz-Ensemble in Richtung Osten ausbauen will oder auf Kanal 7A gar ein 2. Deutschschweiz-Ensemble plant. Dann wäre jedoch die Region Bern-Solothurn-Freiburg nicht damit versorgt. Noch gibt es dazu keine offizielle Stellungnahme vom Netzbetreiber

sender wildhaus saentis kl     smc logo

Wieder einmal neue Kanäle und Programme für den weitreichenden Sender Wildhaus-Säntis. (Foto: S. Grünig, Krattigen)

Kanal 7B (neue Frequenz für Ostschweiz-Kanal?)
Bregenz Pfänder, 9'400 W, vertikal
Konstanz, 1'900 W, vertikal
Alt St. Johann Strichboden, 1'000 W, vertikal
Bischofszell, 200 W, vertikal
Buchs Hinterberg, 1'000 W, vertikal
Engi Lindenbodenberg, 1'000 W, vertikal
Fischenthal Waldsberg, 575 W, vertikal
Herisau Ramsen, 1'400 W, vertikal
Homburg Reutenen, 2'000 W, vertikal
Linthal Schleimen, 1'500 W, vertikal
Mammern Seehalde , 1'000 W, vertikal
Ottenberg, 1'300 W, vertikal
Rüthi Bismer, 4'200 W, vertikal
Schänis Biberlichopf, 5'500 W, vertikal
Schwellbrunn Fuchsacker, 1'300 W, vertikal
Sirnach, 2'200 W, vertikal
St Gallen Peter und Paul, 1'700 W, vertikal
Warth Weiningen Haslibuck, 3'300 W, vertikal
Valzeina Mittagplatte, 2'800 W, vertikal
Wattwil Chapf, 3'200 W, vertikal
Wildhaus Säntis, 2'000 W, vertikal

Hierbei handelt es sich um identische Sender und Leistungen wie bei Kanal 7A, ausser bei Valzeina-Mittagplatte. Ob SMC damit die Verschiebung vom bisherigen Ostschweiz-Kanal 9B auf 7B plant? Auch hierzu fehlen offizielle Informationen momentan noch.

Diese Beantragungen müssen nun noch von der BNetzA bewilligt werden, bevor eine Umsetzung vorgenommen werden kann.

Zur Webseite von Sunradio

06.11.17 - Die AZ Mediengruppe bringt Virgin Radio in die Schweiz
Die AZ Mediengruppe startet im kommenden Jahr, gemäss Pressemitteilung, deutschschweizweit mit zwei neuen Programmen über DAB+. "Virgin Radio Switzerland Hits" und "Virgin Radio Switzerland Rock".

AZ Medien sichern sich die Markenlizenz an «Virgin Radio» für die Schweiz. Im 1. Quartal 2018 starten die beiden Radiosender und werden in der ganzen Deutschschweiz auf DAB+ und IP-Streaming-Plattformen zu hören sein. Programmlich werden die beiden Sender unterschiedlich ausgerichtet und sprechen verschiedene Zielgruppen an. Virgin Radio Hits Switzerland wendet sich mit einem progressiven Musikprogramm an das junge Publikum von heute und spielt ausschliesslich die neuesten Hits. Virgin Radio Rock Switzerland bedient die Hörer rund um die Uhr mit bewährtem Rocksound von heute und den letzten Jahrzehnten.

virgin radio switzerland coming soon     az medien logo

Als Station-Voices für Virgin Radio Switzerland konnten die Schauspielerin und Sängerin Fabienne Louves sowie die beiden ehemaligen Radioprofis Sabine Renz und Christian Stoob verpflichtet werden. Die zwei nationalen Radiosender runden das Radioportfolio von AZ Medien TV und Radio um die bestehenden lokalen Sender Radio Argovia und Radio 24 ab.

Noch ist nicht bekannt, über welches Ensemble die beiden Programme dereinst ausgestrahlt werden sollen. Gibt es eventuell doch noch ein zweites SMC-Deutschschweiz-Ensemble? Oder werden damit vielleicht die eher nichtssagenden “Kanalfüller” Radio 24 Charts und Radio Argovia Hit Mix ersetzt?

01.11.17 - Weihnachtsradio für diverse digris DAB-Inseln
Das bereits aus dem Kurzversuch von Digital Oberland bekannte Weihnachtsprogramm, Christmasradio.fm, wurde heute laut Angaben im Schweizer Radioforum, auf die digris DAB-Inseln Basel (Kanal 10A), Bern (Kanal 10A) und Zürich (Kanal 9D) geschaltet. Über die Verbreitung auf anderen DAB-Inseln ist momentan noch nichts bekannt. Wahrscheinlich sendet der Anbieter mit nonstop Weihnachtsmusik bis Ende Jahr und wird dann wieder abgeschaltet. Eine gute Idee…!

christmasradio screenshot 2017-1

Internet: http://www.christmasradio.fm

Conrad DAB-Radios, Digitalradios  

31.10.17 - Weitere Nationalstrassentunnels mit DAB+ ausgerüstet
Gemäss unserem Empfangsbeobachter, Jean-Francois Laett, wurden in der Westschweiz bereits wieder Nationalstrassentunnels mit dem Digitalradio DAB+ ausgestattet. Die zwei neuen Tunnels der A5 (Umfahrung Biel Ost) wurden am letzten Freitag eröffnet. Folgender Empfang wurde festgestellt:

A5  Biel (Längholz 2,5 km & Büttenberg 1,5 km)

In Betrieb:
SRG SSR Westschweiz, Kanal 12A
RMS Westschweiz, Kanal 10B
SRG SSR Deutschschweiz, Kanal 12C
SMC Deutschschweiz, Kanal 7D
SMC D03 Bern-Freiburg-Solothurn, Kanal 8B

a5 biel tunnel

Neuer Tunnel der A5 Umfahrung Biel. (Foto: www.emchberger.ch)

Damit sind dies die ersten Tunnels mit fünf DAB+ Ensembles und mehr als 70 Programmen.

Dazu ist schon seit zirka einem Monat auch DAB+ Empfang in den Tunnels der A5 in Neuchâtel möglich.

A5 Neuchâtel Est und A5 Neuchâtel Ouest

In Betrieb:
SRG SSR Westschweiz, Kanal 12A
RMS Westschweiz, Kanal 10B

Gemäss Sascha Woodtli, sind im Islisbergtunnel (A4, Knonaueramt) nun auch die SMC und SRG Kanäle 7D und 12C (Deutschschweiz) empfangbar.

Vielen Dank für diese zeitnahen Mitteilungen.

30.10.17 - digris: die News der vergangenen drei Wochen
Während unserer Landesabwesenheit hat sich bei Netzbetreiber digris doch Einiges getan. Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung der Neuerungen:

DAB-Insel Chur Sarganserland
Ab dem Standort Vilters-Maienberg, Kanal 8B, werden jetzt die folgenden sieben Programme ausgestrahlt, jeweils mit 80 Kbit/s Übertragungsrate (Radio 3fach nur 72kbit/s) und gemischter Polarisation.

open broadcast

spoon radio

maxxima

3fach

rundfunk positiv

radio tell

toxic fm 2016


Die Aufschaltung der Sendeanlage Chur-Känzeli folgt später.

DAB-Insel Bern
Es werden nun auf Kanal 10A alle 17 Programme mit einer Übertragungsrate von 72 kbit/s ausgestrahlt. Zuletzt wurden noch La Fabrik, Radio X und Radio 2you (2. Programm von Radio BeO: offizieller Start: 01. November 2017) aufgeschaltet. Leider sendet dieses DAB-Ensemble noch nicht mit der vollen Leistung und die Gleichkanalbelegung mit der Insel-Biel Solothurn ist nach wie vor äusserst problematisch. Folgender Vermerk von digris, zur DAB-Insel Bern ist interessant: «Eine Erweiterung des Sendegebietes ist vom BAKOM noch nicht bewilligt.» Ein entsprechender Antrag scheint also pendent zu sein. Besonders ein Kanalwechsel würde vielen Problemen Abhilfe verschaffen.

DAB-Insel Berner Oberland
Hier senden nun 10 Programme, wobei Radio 74 wieder aus der Liste entfernt wurde und nicht on Air ging. Dafür sendet Radio 2you mit einer Übertragungsrate von 128 kbit/s. Alle anderen Programme werden mit 80 kbit/s übertragen.

Der Sender Harder sendet immer noch nicht mit voller Leistung. Die Sendeanlage Thun-KVA wird Ende November 2017 aufgeschaltet.

DAB-Insel Biel-Solothurn

sender solothurn-bürgerspital 01     sender solothurn-bürgerspital 02

Der Sender Solothurn-Bürgerspital und die Arbeiten im Inneren der Sendeanlagen. (Fotos: facebook digris)

Auf dieser DAB-Insel, Kanal 10A, ist noch Radio Tell dazu gekommen. Zudem läuft seit heute der Sender Solothurn-Bürgerspital im Testbetrieb.

Karte vergrössern!

Abdeckungskarte der DAB-Insel Biel-Solothurn ohne Berücksichtigung von Auslöschungen und Reflektionen.

DAB-Insel Aarau

sender dulliken-engelberg 01     sender dulliken-engelberg 02

Die Sendeanlage Dulliken-Engelberg bei der Installation. (Fotos: facebook digris)

Hier läuft momentan die Installation der Sendeanlage Dulliken-Engelberg für die Abdeckung von Olten mit Kanal 5D.

DAB-Inseln Sopra- und Sottoceneri
Auf den beiden Tessiner DAB-Inseln, welche jeweils auf Kanal 10C senden, wurde nun auch noch das Volksmusikprogramm Radio Tell - Heimatklang der Schweiz aufgeschaltet. Übertragungsrate, 80 kbit/s.

Internet: http://www.digris.ch

 

30.10.17 - SwissMediaCast: die News der vergangenen drei Wochen
Auch Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) hat eine Medienmitteilung über seine weiteren Ausbaupläne herausgegeben. Teilweise haben wir ja schon darüber berichtet.

Ab Oktober/November 2017 kann SMC eine weitere Ausbaustufe seiner Netze einschalten und damit die Versorgung von Digitalradio in bestehende Regionen verstärken, aber auch in neue Regionen hinaustragen. Im Ganzen werden in dieser Ausbauphase für die Ensembles D02 (sprachregional Deutschschweiz), D03 (Regionalnetze Wallis, Bern-Freiburg, Nordschweiz, Ostschweiz) 35 neue Sendeanlagen in Betrieb genommen. Weitere Sendeanlagen folgen ab Mitte 2018. Vom heutigen Ausbau profitieren insbesondere die Regionen Innerschweiz, das Berner Oberland und das Wallis.

Wallis
Bereits im Sommer 2017 nahm SMC für den Kanal 11C die Sendeanlage Eggishorn in Betrieb, welche das Goms mit dessen Ensemble D03 (Region Oberwallis) wesentlich besser als bis anhin versorgt. Die neuen Sender in Saas-Fee, Zermatt und im Simplongebiet erweitern das Empfangsgebiet ganz wesentlich.

smc ausbau wallis 2017-1

2018 wird der Ausbau mit der Erschliessung von Leukerbad und dem Lötschental abgeschlossen.

Berner Oberland
Das DAB-Netz D02 (Deutschschweiz) auf Kanal 7D, ist zurzeit vom Bodensee bis weit in die Romandie, von Basel bis zum Vierwaldstättersee und Chur empfangbar. Das Netz D03 (Region Bern-Freiburg) auf Kanal 8B, wird heute im Gebiet von Aarau bis in die Romandie und zum Brünig empfangen.

smc ausbau berner oberland 2017-1

Mit den je 8 neuen Sendeanlagen können nun diese beiden Netze mit ihren 36 Radioprogrammen auch im Berner Oberland empfangen werden (DAB-Swiss berichtete am 18.07.17).

Innerschweiz
Mit dem Ausbau der Strecke Amsteg-Andermatt schliesst SMC für die Netze D02 (Deutschschweiz) auf Kanal 7D und D03 (Region Nordschweiz) auf Kanal 7A einerseits die letzte Lücke der A2 Basel-Gotthardtunnel, andererseits wird nun auch das Urserental mit DAB+ versorgt.

smc ausbau innerschweiz 2017-1

Im Raum Einsiedeln füllt SMC bestehende Versorgungslöcher, im Entlebuch wird das Netz bis bis Escholzmatt gezogen. Dazu kommen noch die Sendeanlagen Engelberg und Eschenmosen. Letztere wird die Versorgung im Raum Zürich Nord-Eglisau massiv verstärken.

Ostschweiz
In der Ostschweiz wird mit der Sendeanlage Strichboden die Versorgung der Netze D02 (Deutschschweiz) auf Kanal 7D und D03 (Region Ostschweiz) auf Kanal 9B im Toggenburg entscheidend verstärkt.

smc ausbau ostschweiz 2017-1

In der gesamten Region Ostschweiz ist für 2018 eine nächste Ausbaustufe geplant. So werden 8-10 neue Standorte die aktuelle Situation im Gebiet Bodensee-Eglisau/Thurgau wesentlich verbessern.

Internet: http://www.swissmediacast.ch

05.10.17 - Weitere Programmaufschaltungen auf der digris DAB-Insel Bern
Auf der dirgis DAB-Insel für die Agglomeration Bern (Kanal 10A), wurden nun die folgenden Programme aufgeschaltet, allesamt mit 72kbit/s (Maxxima: 80kbit/s):

open broadcast

radio rabe

radio kaiseregg

ip music 2016

latinos fm

spoon radio

skuizz radio 2017

3fach

radio italia solo musica italiana

kanal k

world radio switzerland

radio tell

toxic fm 2016

maxxima



Es fehlen noch:

- La Fabrik
- Radio 2you (Radio BeO 2)

Die Sendeleistung beträgt momentan nur 80 Watt (später 1’000 Watt). Es finden in den nächsten Tagen noch Testfahrten statt, bevor der Sender hochgefahren wird. Bleibt zu hoffen, dass sich die Inseln Bern und Biel-Solothurn auf den identischen Kanälen nicht zu stark ins Gehege kommen!

Internet: http://www.digris.ch

Conrad DAB-Radios, Digitalradios

03.10.17 - DAB+ Ausbau des DAB+ Sendernetzes der SRG
Die SRG fördert die DAB+-Nutzung. Dafür baut sie die Versorgung deutlich aus. Rund 80 Prozent der bestehenden DAB+ Sender bekommen mehr Leistung zudem sind rund 90 neue Sender geplant.

Bis Ende 2019 soll die Abdeckung der Schweizer Bevölkerung bei 99,7 Prozent sein.

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Leistungserhöhung mit neuen Antennen auch am Niederhorn. (Foto: S. Grünig, Krattigen)

In den letzten Wochen wurde die Leistung folgender Sender erhöht:

- Beatenberg Niederhorn (Kanal 12C: 15'136 W, vertikal)
- Bettingen St. Chrischona (Kanal 12C: 40'748 W, vertikal)
- Küttingen Wasserfluh (Kanal 12C: 30'200 W, vertikal)
- Valzeina Mittagplatte 8Kanal 12C: 38'905 W, vertikal)
- Visperterminen Gebidem (Kanal 12C: 32'259 W, vertikal)
- Ins Schaltenrain (Kanal 12A/12C: je 2’000 W, vertikal)

Internet: http://www.broadcast.ch

03.10.17 - SMC Senderaufschaltungen erfolgt
Wie von uns angekündigt, hat Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) am 29. Oktober 2017 die folgenden 8 Sender für seine DAB-Kanäle in Betrieb genommen.

- Alt St. Johann Strichboden (Kanäle 7D, 9B: 800 W, vertikal)
- Bülach Eschenmosen (Kanäle 7A, 7D: 1'290 W, vertikal)
- Einsiedeln Chummweid (Kanäle 7A, 7D: 550 W, vertikal)
- Oberiberg (Kanäle 7A, 7D: 600 W, vertikal)
- Wolfenschiessen Stöck (Kanäle 7A, 7D: 850 W, vertikal)
- Zwischenbergen-Feerberg (Kanal 11C: 2500 W, vertikal)
- Saas-Fee Plattjen (Kanal 11C: 1’850 W, vertikal)
- Zermatt-Riffelalp (Kanal 11C: 1’500 W, vertikal)

smc logo

Damit verbessert sich der Empfang vorallem in der östlichen und zentralen Deutschschweiz sowie im Oberwallis.

Internet: www.swissmediacast.ch

 

29.09.17 - SwissMediaCast Senderaufschaltungen im Wallis
Soeben melden unsere Empfangsbeobachter die folgenden Senderaufschaltungen von SwissMediaCast (SMC) für Kanal 11C im Wallis:

Zwischbergen-Feerberg (Gebiet Simplon)
Saas-Fee Plattjen (Saastal)
Zermatt-Riffelalp (Mattertal)

matterhorn     Karte vergrössern!

Auch nördlich des Matterhorns kann neu das Oberwallis-Ensemble von SMC gehört werden und aktuelle Abdeckungskarte, ohne Berücksichtigung von Reflektionen, zum Vergrössern. (Foto: S. Grünig, Krattigen)

Bis zum 01. November 2017 laufen diese Sendeanlagen noch im Testbetrieb, danach ist die Abstrahlung offiziell. Nun fehlen nur noch das Lötschental, Leukerbad und Törbel, danach ist die SMC-Versorgung im Oberwallis komplett.

Herzlichen Dank für die zeitechte Mitteilung!

29.10.17 - Die digris DAB-Insel Bern hat den Testbetrieb aufgenommen
Seit heute Freitagnachmittag läuft die digris DAB-Insel Bern auf Kanal 10A im Testbetrieb, jedoch noch mit sehr schwacher Leistung. Die Techniker von digris wollen damit die befürchteten Gleichkanalauslöschungen zwischen Bern und Biel-Solothurn testen.

sender bern-forsthaus kl     Karte vergrössern!

Die Sendeantenne auf der KVA Bern-Forsthaus und das künftige, ungefähre Versorgungsgebiet des Senders zum Vergrössern. (Foto: S. Grünig, Krattigen)

Momentan laufen drei Testprogramme auf diesem vom Standort Bern-Forsthaus, KVA ausgestrahlten Ensemble.

Im Berner Oberland, beispielsweise, sind die gegenseitigen Auslöschungen bereits bemerkbar. Hier ist auf Kanal 10A nun gar kein Signal mehr auszumachen.

Conrad DAB-Radios, Digitalradios  

29.09.17 - Schwierige Zeiten für kleine DAB-Radiosender ab 2020
Ursprünglich war angedacht, dass sich dank dem Netz von digris auch kleinere Internetradios eine terrestrische Verbreitung via DAB+ leisten können. Die Programmvielfalt sollte damit gefördert werden. So startete Netzanbieter digris vor einigen Jahren mit sehr günstigen, attraktiven Konditionen. Diese wiederum riefen Platzhirsch SiwssMediaCast (SMC) auf den Plan, welcher eine Wettbewerbsverzerrung befürchtete und per Gerichtsentscheid eine Anpassung der digris Preise bewirkte. So kommt es nun, dass eine DAB+ Verbreitung für kleinere, private Radioangebote weiterhin unerschwinglich bleiben wird. Ganz im Sinne der grösseren Player.

sender niederhorn 2016-1     sender brienz 2017-1     sender harder 2017-1

SRG-Sender Niederhorn, SMC-Sender Brienz und digris-Sender Harder. (Fotos: S. Grünig, Krattigen)

Zwar werden momentan noch 80% der Verbreitungskosten vom Bund subventioniert, als sogenannte, zeitlich begrenzte Technologieförderung. Finanziert wird diese aus angesammelten Konzessionsgeldern von uns allen. Doch wer jetzt auf DAB+ starten will, wird sich nicht lange freuen können. Die Gelder werden immer erst ein halbes Jahr im Nachhinein vergütet, sodass der Programmanbieter von Anfang an die Bank spielt. Zudem werden die 80% wohl nur noch bis spätestens 2020 ausgezahlt, danach gibt es jährlich weniger Fördergelder bis im Jahr 2022 gar nichts mehr subventioniert wird. So ist anzunehmen, dass sich ab 2020 die Schweizer DAB-Netze wieder zu leeren beginnen, denn wer kann sich schon Zehntausende von Franken Verbreitungskosten leisten? Und falls ein Programm sich mit Radiowerbung finanzieren möchte, braucht es Hörerzahlen. Diese gibt es bei Medipulse zum horrenden Jahrespreis von Fr. 6'500.00 (ein neuer Tarif ist in Verhandlung). Ein totaler Schwanzbeisser also.

In konkreten Zahlen sieht das für einen kleinen Internetradiosender, ohne BAKOM-Subventionen und Luxus, also wie folgt aus (jährliche Kosten):

Suisa Musikrechte - ab Fr. 2'400.00
Webstream mit min 192kbit/s Qualität - Fr. 300.00
Netzmiete auf einer günstigen DAB-Insel - ca. Fr. 8'000.00
Mediapulsedaten - Fr. 6'500.00

Nur für diese drei wiederkehrenden Dinge ohne Webpräsenz und anderen Aufwänden also bereits stolze Fr. 17’200.00. Eindeutig zu viel für das Hobbykässeli oder einen kleinen Verein! Man stelle sich die Verbreitung auf mehreren DAB-Inseln oder gar dem Netz von SMC vor. Schlichtweg nicht finanzierbar!

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Studioeinrichtung von D&R und Screenshot der beliebten Sendesoftware mAirList. (Foto: D&R Webseite / Screenshot: mAirList)

Dazu kommen noch eine Sendesoftware, Station ID’s, Musikankäufe, Studioausrüstung, EDV, ein Gerät zur DAB-Signalaufbereitung und eines für die DAB-Signalübergabe, damit das Angebot im terrestrischen Digitalradio auch einigermassen ansprechend klingt. Schnell einmal ergeben dabei sich Investitionen von rund Fr. 20'000.00 für eine einfache Ausrüstung.

So wird der Traum vom eigenen, via DAB+ verbreiteten Radioprogramm für viele weiterhin unerreichbar bleiben und werden sich ab 2020 die Reihen wohl wieder deutlich lichten. Durchalten wird nur, wer die subventionierte Zeit dafür genutzt hat, sein Programm finanziell abzusichern, Reserven anzulegen, Netzwerke aufzubauen und Werbeverträge abzuschliessen. Die Hände reiben werden sich die bestehenden, kommerziellen Privatradios mit ihren meist langweiligen Mainstreamprogrammen, welche dafür sorgen, dass die Schweizer Radiowelt auf DAB+ künftig beinahe wieder so aussehen wird, wie die bisherige auf UKW.  Man darf gespannt sein, welche kleineren, innovativen Anbieter in welchen Sendegebieten dereinst noch übrig bleiben werden.

27.09.17 - Neue Programme auf der digris DAB-Insel Biel-Solothurn
Auf der digris DAB-Insel Biel-Solothurn (Kanal 10A), wurden jetzt die Programme Radiologisch, aus Solothurn und, wie von uns angekündigt, Canal 3 F aus Biel aufgeschaltet. Zudem läuft auf diesem Ensemble jetzt die französischsprachige Variante von Radio Positive.

radiologisch screenshot

Bei Radiologisch ist momentan noch nicht bekannt, ob es sich dabei um einen Kurzversuch oder um eine dauerhafte Ausstrahlung handelt.

Damit ist in der Schweiz neo1 aus dem Emmental das letzte kommerzielle Privatradio, welches noch nicht auf DAB+ zu hören ist.

 

26.09.17 - Geplante Kanalaufschaltungen von SwissMediaCast
Gemäss nicht offiziell bestätigter Meldung im Schweizer Radioforum, will der DAB-Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) am Freitag, 29. September 2017 folgende Sendeanlagen für seine DAB-Ensembles in Betrieb nehmen:

- Alt St. Johann Strichboden (Kanäle 7D, 9B: 800W, vertikal)
- Bülach Eschenmosen (Kanäle 7A, 7D: 1'290 W, vertikal)
- Einsiedeln Chummweid (Kanäle 7A, 7D: 550W, vertikal)
- Oberiberg (Kanäle 7A, 7D: 600W, vertikal)
- Wolfenschiessen Stöck (Kanäle 7A, 7D: 850W, vertikal)

smc logo

Von Seiten SMC liegt uns leider keine entsprechende Bestätigung dafür vor. Mittlerweile wurden die von SMC bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) beantragten Aufschaltungen der Kanäle 7D, 8B und 9B international koordiniert. Siehe unsere Meldung vom 18. Juli 2017. Wann diese Kanäle jedoch dann aufgeschaltet werden, ist momentan ebenfalls noch nicht bekannt.

Internet: http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?11947,423771,page=16

18.09.17 - Sunradio soll DAB+ mit hierzulande unbekannter Musik anreichern
Momentan beschäftigt sich der Herausgeber von DAB-Swiss, Stefan Grünig, mit einem einzigartigen Radioprojekt, welches die bereits sehr vielseitige Schweizer DAB-Radiolandschaft um ein gutes Stück attraktiver machen soll.
Seit den frühen 90er Jahren beschäftigt er sich bereits intensiv mit der Radioszene, führte einen erfolgreichen UKW-Radiokurzversuch durch und betrieb lange Zeit ein eigenes Internetradio. Jetzt scheint die Zeit gekommen, für ein neues Radioprojekt: «SUNRADIO - Best international Music» soll Pop, Rock und Evergreens spielen, wie sie hierzulande in keinem Programm gehört werden. Stefan Grünig dazu: «Radiosender in Italien, Frankreich, Spanien, Norwegen, Schweden, Holland, Deutschland oder Griechenland, um nur wenige zu nennen, spielen so viele tolle Musik, welche in der Schweiz völlig unbekannt ist. Das ist die Idee von Sunradio, welches Ferienfeeling das ganze Jahr hindurch vermitteln soll. Gerade in touristisch stark geprägten Gebieten, könnte diese Musik auf offene Ohren stossen.» Zu Beginn soll das Programm deshalb auf der digris DAB-Insel Berner Oberland (Kanal 6A) starten und später auch auf der Insel Biel-Solothurn (Kanal 10A) verbreitet werden. Auch das Oberwallis wäre sicherlich interessant. Das vorerst als Nonstopmusikprogramm konzipierte Angebot soll 70% melodiöse, internationale, unbekanntere Musik beinhalten und 30% bekannte Pop- und Rock-Evergreens. Später möchte man am Abend moderierte Sendungen und den Tag hindurch Wetterberichte, positive News und Verkehrsinfos anbieten. Stefan Grünig weiter: «Während den ersten drei Jahren finanziere ich Sunradio grösstenteils selbst und durch Gönner, nach drei Jahren sollte es mit Stundensponsoring selbsttragend werden. Ansonsten wird Sunradio nach der ‘Probezeit’ wieder eingestellt.»

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Wie kann das Projekt momentan von Gleichgesinnten unterstützt werden? «Gesucht sind jetzt vorallem mp3-Musikfiles in einer Qualität von 256kbit/s. Aber auch Station ID’s müssen noch angefertigt werden. Dafür startet Sunradio, sobald die neue Webseite online ist, einen Wettbewerb, bei welchem dem Gewinner mit den besten Station ID’s ein toller Preis winkt. Und natürlich braucht es noch technisches KnowHow und finanzielle Unterstützung.», so der Initiant. Kontakt: stefan.gruenig(at)qualimail.ch

DAB-Swiss Informiert künftig laufend über die Weiterentwicklung des Projekts «SUNRADIO - Best international Music».

Internet: http://www.sunradio.ch

Conrad DAB-Radios, Digitalradios  

03.09.17 - Entwicklung der DAB-Programmanbieter in der Schweiz
Wieder einmal ist es Zeit, sich um die Statistik zu kümmern und dabei zu schauen, wie sich die DAB+ Programmvielfalt in den vergangenen Jahren, seit 2013, entwickelt hat.

Für die Statistik haben wir jeden in der Schweiz ausgestrahlten Anbieter einmal gezählt (unabhängig von Mehrfachverbreitung in verschiedenen Ensembles). Auch die diversen Regionalversionen von SRF 1 gelten als ein Programm.

dab-enwticklung schweiz 2017 kl

Das ergibt Ende 2013 29 Programme, Ende 2014 76 Programme, Ende 2015 95 Programme, Ende 2016 schon 113 Programme und per heute sage und schreibe 124 Programme. Erfasst wurden die Netze von SRG, SwissMadiaCast, RomandieMédias, digris. Nicht zuletzt dank digris, Tendenz merklich und erfreulich steigend.

02.09.17 - Definitive Programmaufschaltungen im Berner Oberland und in Biel
Auf den digris DAB-Inseln für das Berner Oberland (Kanal 6A) und Biel-Solothurn (Kanal 10A), wurden in der vergangenen Nacht (!) die definitiven Programmbelegungen aufgeschaltet.

Berner Oberland

open broadcast

radio rabe

spoon radio

3fach

kanal k

radio 2you

radio 74

maxxima

ip music 2016

rundfunk positiv

 

 

 

 


Es fehlt hier momentan noch Radio 74. Fünf weitere Anbieter könnten sich jetzt auf diesem Ensemble noch einen preisgünstigen Platz schnappen. Der Sender Thun-KVA folgt Ende Oktober 2017.

Biel-Solothurn

open broadcast

spoon radio

maxxima

ip music 2016

radio rabe

3fach

canal 3

rundfunk positiv

 

 

 

 

 

 


Es fehlt noch die französischsprachige Programmversion von Canal 3. Dafür wurde Radio Smash wieder aus der Liste entfernt. Somit wäre noch Platz für sieben zusätzliche Anbieter. Der Sender Solothurn-Spital folgt dann im Verlaufe des Oktobers, falls alles technische Material verfügbar ist.

Alle Programme senden mit einer Übertragungsrate von 80 kbit/s und klingen sehr ansprechend.

Internet: http://www.digris.ch

 

01.09.17 - Neuer digris Sender für Schaffhausen
Heute hat digris wie angekündigt seinen Neuen Sender Neuhausen am Rhein-Engiwald für Kanal 5D, Winterthur-Schaffhausen, in Betrieb genommen. Sendeleistung 1'000 Watt, Polarisation vertikal. Die Sendeanlage arbeitet im SFN-Betrieb zusammen mit Winterthur-Brüelberg.

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Antennenmast in Neuhausen am Rhein und Sender der digris-Anlage. (Fotos: facebook, Stan Roehrich)

Dank dem neuen Standort sollte dieses DAB-Ensemble nun auch im Kanton Schaffhausen und in den grenznahen, Deutschen Gebieten besser empfangbar sein.

Internet: http://www.digris.ch

31.08.17 - Vorerst wohl keine neue DAB-Kapazitäten in der Schweiz
Wie digris in ihrem aktuellen Facebookpost richtig bemerkt, wird es wohl mit der Neuzuteilung von zusätzlichen DAB-Kapazitäten in der Schweiz eine leidige Sache, so wie mit dem 2. Deutschen Bundesmux, um welchen sich momentan - und wohl noch für längere Zeit - die Gerichte kümmern. Hierzulande herrscht jedoch eine ganz andere Ausgangslage. Die Vorsteherin des UVEK hat momentan mit Initiativen à la «No Billag» genügend um die Ohren und findet grundsätzlich, dass die Medienvielfalt in der Schweiz gegenwärtig vielseitig genug ist. Das Geschäft scheint ihr wohl auch einfach zu wenig wichtig. So bleibt anzunehmen, dass mit Doris Leuthard, als Bundesrätin, diesbezüglich nichts mehr gehen wird. Auch beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) scheint das Interesse nicht gross genug zu sein. Das Amt in Biel vertröstet die Branche seit über einem Jahr immer wieder von Neuem. Problematisch dabei ist aber, dass bereits ab dem Jahr 2020 die Technologieförderungsbeiträge des BAKOM wieder wegzufallen beginnen. Will konkret heissen, dass ein allfälliger, fünfter Netzbetreiber in der Schweiz sämtliche Investitionen selbst stemmen müsste. Dies wiederum lässt erahnen, dass wohl nur noch die bisherigen Anbieter SRG, SwissMediaCast, Romandie Médias SA und digris realistisch mit neuen Kanälen rechnen dürfen. Alles andere ist Utopie und wäre mit Investitionen verbunden, welche nicht einfach so aus dem Sack gezaubert werden können. Die Frage lautet sowieso, wie viele von den momentanen Angeboten auf DAB+ ab 2020 noch weiterbestehen werden. Fallen erst die Subventionen weg, werden sich die Reihen wieder lichten und es muss befürchtet werden, dass ab 2024 nur noch der bisherige Privatradioeinheitsbrei auf den nationalen und sprachregionalen Ensembles zu hören sein wird, dominiert von Energy/Riniger.

Karte vergrössern!

Die aktuelle Abdeckungskarte von Netzbetreiber digris, mit der Insel Bern und dem Sender für Schaffhausen, zum Vergrössern.

Auf dem Netz von digris wird es aber auch ohne Subventionen möglich sein, relativ günstig zu einem DAB-Sendeplatz zu kommen, mit einer doch mittlerweile recht guten Abdeckung, wie die aktuelle Karte zeigt. Werden dereinst alle geplanten und verdichteten DAB-Inseln von digris auf Sendung sein, kann man durchaus von einem flächendeckenden Netz sprechen. Bleibt nur zu hoffen, dass das BAKOM digris bei der Kanalverteilung nicht noch weiter schikaniert (leidige Gleichkanalbelegungen).

Conrad DAB-Radios, Digitalradios  

29.08.17 - Fast 60 Prozent hören Radioprogramme digital
Digitalradio stösst in der Schweiz weiterhin auf grosses Interesse, meldet das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM): dank des Treibers DAB+ werden die Radioprogramme bereits zu 57 Prozent digital konsumiert. Per Ende Juni 2017 sind 3.25 Millionen DAB+-Geräte im Umlauf, die Ausrüstung von Neufahrzeugen ist stark zunehmend, und auch der Bekanntheitsgrad von DAB+ zeigt einen positiven Trend. Bemerkenswert dabei, dass die Nutzung von DAB+ (32%) nun bereits höher ist als bei den Streamingdiensten/Internetradio (25%).

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Im Frühjahr 2017 nutzten die Schweizerinnen und Schweizer von 100 Radiominuten pro Tag durchschnittlich 57 Minuten auf digitalem Weg. Die digitale Radionutzung ist somit in eineinhalb Jahren um 8 Prozentpunkte gestiegen: von 49 Prozent im Herbst 2015 auf 57 Prozent im Frühjahr 2017. Gleichzeitig ist die UKW-Nutzung um 8 Prozentpunkte von 51 Prozent auf 43 Prozent gesunken. Diese Zahlen hat die Arbeitsgruppe Digitale Migration (DigiMig) am 24. August bekannt gegeben. Bis Ende Juni 2017 wurden insgesamt 3.25 Millionen DAB+-Radiogeräte verkauft, während die Zahl verkaufter UKW-Geräte kontinuierlich sank. In den 3.25 Millionen enthalten sind auch die rund 750'000 Fahrzeuge mit DAB+-Empfang. Diese Zahl hat sich innerhalb eines Jahres beinahe verdoppelt. Weit fortgeschritten ist auch die Ausrüstung mit DAB+-Geräten in neuen Fahrzeugen: In rund zwei Dritteln aller Neuwagen wird DAB+ heute ohne Aufpreis angeboten.

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Grafik: DigiMig –Arbeitsgruppe für die digitale Migration

Stark angestiegen ist auch die Bekanntheit von DAB+. Kannten im Herbst 2016 rund 25 Prozent der im Auftrag des BAKOM Befragten diese digitale Radioverbreitungstechnik, sind es ein halbes Jahr später bereits 33 Prozent.

Internet: https://www.bakom.admin.ch

26.08.17 - Die Rückwärtsrolle zu Radio Lac
Radio Lac kommt wieder zurück. Offiziell per 01. September 2017 wird aus dem wenig erfolgreichen Yes FM wieder das altbekannte Radio Lac, wie die Westschweizer Medien berichten. Bereits ist die neue Internetseite aufgeschaltet.

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Dank dem Genfer Alexandre de Raemy, welcher bereits Eigentümer von One FM und Lausanne FM ist, gelingt diese erfreuliche Rückwärtsrolle. Auf RMS-Westschweizkanal 10B, läuft das Nonstopmusikprogramm nun bereits mit 72 kbit/s Übertragungsrate. Moderierte Sendungen starten im September. Manchmal lohnt es sich offensichtlich, sich wieder auf Altbewährtes zu besinnen.

Internet: http://www.radiolac.ch

 

25.08.17 - Neuste Informationen von digris zu aktuellen Entwicklungen
Zu unserer grossen Freude, hat uns heute digris Geschäftsführer, Thomas Gilgen, in Krattigen besucht um aus erster Hand über die laufenden Entwicklungen zu informieren. Im interessanten, offenen Gespräch wurden viele Unklarheiten beseitigt. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Netzbetreiber digris grundsätzlich gut auf Kurs ist, auch wenn ab und zu politische oder technische Steine in den Weg gelegt werden.

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Thomas Gilgen, Präsident und Geschäftsführer von digris. (Foto: digris AG)

Zu den kommenden Aufschaltungen von DAB-Inseln nimmt Thomas Gilgen wie folgt Stellung. «Noch heute Abend arbeiten die Techniker am Kanal 6A-Sender Brienz-Hofstetten, um diesen im SFN-Betrieb mit dem Standort Unterseen-Harder in Betrieb nehmen zu können.» Hier wird nun eine technische Weltneuheit eingesetzt, an welcher im Vorfeld viele Brancheninsider gezweifelt haben. So wird einer der weltweit ersten virtuellen Open Source Multiplexer für digris betrieben. Patric Perret, Techniker von Radio BeO, hat das Prozedere vor wenigen Wochen technisch wie folgt beschrieben: «Bei der Firma TcNet, mit welcher Radio BeO zusammenarbeitet, kommt die IP und Broadcastwelt zusammen. Kosteneffizient, agil und trotzdem hochverfügbar. Die bis zu 15 Programme kommen aus dem Internet und werden dann über ein LAN als EDI zu den Sendern geführt, schlägt dies fehl geht das EDI Signal als Backup über das Internet zu den Sendern. Während dies alles Zeitsynchron (Single Frequency Network) über reines IP gemacht wird. digris und TcNet monitoren aktiv sämtliche relevanten Stati, sodass Abweichungen schnell detektiert werden können.» Aus technischer Sicht sind digris, aber auch Radio BeO also immer wieder für Überraschungen gut.

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Senderinbetriebnahme und Feinjustierung in Brienz-Hofstetten. (Fotos: digris, facebook)

Auf dem weiteren Programm stünden nun die Inbetriebnahmen der DAB-Inseln Bern, Chur-Sargans, St. Gallen, Rheintal und der Sender für Schaffhausen. Doch leider können die, bereits im April 2017 beim Hersteller bestellten, Filter nicht geliefert werden, sodass sich die Inbetriebnahmen um drei bis vier Wochen verzögern können. Sehr ärgerlich für digris, aber leider nicht weiter beeinflussbar. Momentan versucht man noch einen reparierten Filter aus Deutschland zu erhalten, um in wenigen Tagen wenigstens doch noch die Insel Bern in Betrieb nehmen zu können. Auch auf dem Harder ist die Fehlersuche und Eruierung noch nicht ganz abgeschlossen. Man ist der Sache jedoch bereits ein Wenig nähergekommen. Gerenell ist es so, dass digris mit den zugewiesenen Sendestandorten sehr stark von Reflektionen profitiert und die Reichweiten daher meistens viel besser sind als auf den Abdeckungskarten prognostiziert.

Und zu guter Letzt noch die leidige Angelegenheit mit den Gleichkanalbelegungen auf 5D und 10A. Dazu Thomas Gilgen: «Ursprünglich hatten wir vom BAKOM noch einen Kanal mehr zugesprochen bekommen, welcher uns jedoch nachträglich wieder gestrichen wurde. Hätten wir Kanal 11C immer noch, könnten wir Basel, Bern und Neuchâtel-Yverdon auf 10A senden lassen, ohne grosse, gegenseitige Störung. Biel-Solothurn und Freiburg könnte man dann auf Kanal 11C nehmen. Doch nun gibt es bei fünf nahe aneinander liegenden DAB-Ensembles wirklich unglückliche Überschneidungen, welche uns besonders für die Inseln Freiburg und Biel-Solothurn Kopfzerbrechen bereiten.» Bleibt zu hoffen, dass sich das BAKOM diesen eigentlich rein politischen Entscheid noch einmal durch den Kopf gehen lässt, spätestens wenn dann die gegenseitigen Auslöschungen zu grösseren Problemen führen werden. Vorderhand setzen die Netzplaner von digris jedoch auf sehr stark gerichtete Antennen, um den Schaden zu minimieren. Thomas Gilgen weiter: «Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie viele Sendestandorte wir durchgecheckt haben, um eine einigermassen brauchbare, störungsfreie Abdeckung auf Kanal 10A zu erhalten. Ursprünglich wollten wir ja mit der Insel Bern auf den Bantiger, aber das wurde uns leider von den Behörden verwehrt.» Es muss daher angenommen werden, dass hinter diesem Kanalbelegungsentscheid des BAKOM politisches Kalkül, die Angst vor einem zu grossen Netzbetreiber digris und der Druck von anderen gewichtigen Radioplatzhirschen steht.

Grafik Kanal 10A vergrössern!

Die problematischen, vom BAKOM verursachten Netzüberschneidungen auf Kanal 10A, noch ohne die Insel Freiburg, zum Vergrössern.

Die Leute von digris lassen sich jedoch durch all die technischen und politischen Rückschläge nicht entmutigen und bauen ihr Netzwerk von DAB-Inseln kontinuierlich auf, mit viel Innovation, Begeisterung für die Sache und Ausdauer. Wo würden denn sonst die Techniker am Freitagabend statt hinter dem Feierabendbier, hinter Antennenanlagen, Koaxialkabeln, Sendern, Splittern und Filtern stecken? Da ist auf jeden Fall eine Menge persönliche Begeisterung dabei! DAB-Swiss wünscht weiterhin viel Erfolg beim Aufbau.

Der Kommentar:
Es ist mittlerweile offensichtlich geworden, dass die bisherigen Radioplatzhirsche die einstmals belächelte und vor Gericht bekämpfte digris zu fürchten beginnen. Man wähnte sich sicher in seinen eigenen Pfründen, konnte mit SwissMediaCast beinahe jeden Preis für eine DAB+ Übertragung verlangen und rechnete sowieso nicht mit einem so grossen Erfolg des neuen, terrestrischen Digitalradios. Doch nun zeichnet sich ab, dass digris mit seinen DAB-Inseln grosse Teile der Schweiz sauber abdeckt, nicht zuletzt dank sorgfältig ausgewählten Sendestandorten, stark gerichteten Antennen und Reflektionen. Trotz vielen Alternativprogrammen in den Ensembles gibt es dabei beliebte Spartenprogramme wie beispielsweise Spoon Radio, welche dank digris zu relativ günstigen Konditionen beinahe die ganze Schweiz abdecken. Und eben, die Techniker von digris sind gewitzt und setzen eine Innovation nach der anderen um. Da liegt es auf der Hand, dass die grossen Branchenlobbyisten beim BAKOM intervenieren. Viel bedenklicher ist es jedoch, dass ein solches eidgenössisches Bundesamt, finanziert von unseren Steuern, beeinflussbar ist. Ich wage den Verantwortlichen zu unterstellen, dass es hier oftmals nicht mehr um die Sache und um eine künftige, vielseitige Schweizer Radiolandschaft geht, sondern um Grabenkämpfe zwischen den einzelnen Medienverantwortlichen und Verlagshäusern. Neutralität und Gerechtigkeit sind eindeutig anders! Und schon sind wir wieder in der guten alten UKW-Zeit, wo man die Sendegebiete der Privatradios stark einschränkte und so den Markt regulierte. War das bei DAB+ nicht ursprünglich anders geplant? Doch die digris-Welle kann auch von den Lobbyisten nicht mehr gestoppt werden. Und sowieso: wenn ab 2020 die Technologieförderungssubventionen wegfallen, werden sich die Reihen der Programmanbieter wieder lichten und einige werden versuchen, einen günstigen Sendeplatz bei digris zu erhalten. Die Zukunft wird es bringen…

24.08.17 - Informations- und Ausbaufunkstille bei SwissMediaCast
Während der Netzausbau von digris trotz allen möglichen Herausforderungen technischer Art schnell voranschreitet und die Techniker in der ganzen Schweiz zugegen sind, scheint bei Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) gerade ein Wenig die Zeit still zu stehen. In den letzten Monaten hat SMC kaum noch neue Sender in Betrieb genommen, obwohl irgendwann im Frühjahr ein zügiger Netzausbau angekündigt wurde. Die Sender Bülach-Eschenmosen, Oberiberg und Einsiedeln-Chummenweid für Kanal 7D fehlen beispielsweise immer noch. Zwar hat man bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) diverse Sendestandorte für verschiedene Kanäle beantragt, aber nun geht irgendwie trotzdem nichts mehr. Die letzten News auf der damals neu gestalteten Webseite stammen vom 14. November 2016 und auf facebook ist SMC seit dem 09. Januar 2017 inaktiv. Wie bereits Usus, wird die Öffentlichkeit überhaupt nicht orientiert. Die eigentlich erfreuliche Aufschaltung des Senders Fiesch-Eggishorn (1'800 Watt) von Oberwallis-Kanal 11C, hat man gar nicht erst kommuniziert! Ob dies wohl mit dem Abgang von Geschäftsführer Rolf Schurter, per Ende Jahr und der Umstrukturierung im Verwaltungsrat zu tun hat, sei dahingestellt. Neu wird ja der Firmensitz an den Standort der Energy-Gruppe verlegt, hat Energy-Chef Dani Büchi das Amt des Verwaltungsratspräsidenten übernommen und wurden beinahe alle Verwaltungsratsmitglieder ersetzt. Hinter den Kulissen scheint es bei SMC also gewaltig zu «rumoren».

Karte vergrössern!     smc logo

Abdeckungskarte Sender Fiesch-Eggishorn zum Vergrössern.

digris hingegen informiert seit einiger Zeit via soziale Medien und Webseite zeitnah über seine Aktivitäten. Bemerkenswert, auch wenn die erwähnten Termine manchmal nicht gehalten werden können. So weiss die Öffentlichkeit doch wenigstens immer, mit welchen Arbeiten sich der Netzbetreiber gerade beschäftigt und auf was sie sich freuen kann. Das macht den kleinsten Schweizer DAB-Netzbetreiber irgendwie greifbar und sympathisch.

Gespannt warten wir also auf Neuigkeiten und Planungsinformationen von SwissMediaCast.

Conrad DAB-Radios, Digitalradios  

23.08.17 - Drei neue Programmanbieter bei dirgis
Kurz bevor im Kanton Bern alle drei DAB-Inseln von digris gestartet sind, sorgt der Netzbetreiber noch einmal mit drei neuen Programmanbietern für Schlagzeilen.

Einerseits der christlich orientierte Rundfunk Positiv mit: «Starker, stimmungsvoller und überzeugender Musik und Beiträgen mit positiver Energie.», so der Anbieter von sich selbst. Dieses Programm ist künftig auf den Inseln Aarau, Berner Oberland, Biel-Solothurn, Luzern-Zug-Nidwalden, Sottoceneri, Sopraceneri und Winterthur-Schaffhausen zu hören.

rundfunk positiv logo     studio star logo 2017

In der Südschweiz startet Studio Star FM aus Italien, mit einem Programm aus Pop, Rock, Charts und Informationen in italienischer Sprache. Zu hören auf den Inseln Sotto- und Sopraceneri, auf welchen momentan noch genügen Platz für neue Angebote vorhanden ist.

Das Programm “Sout Al Khaleej” ist ein 24-Stunden Programm in arabischer und deutscher Sprache mit moderner arabischer Musik. Es startet auf der Insel Luzern-Zug-Nidwalden und soll einen Beitrag zur Gastfreundschaft und Weltoffenheit leisten. Es richtet sich vorrangig an Araber und arabischsprachige Touristen. Künftig sollen die Nachrichten komplett und die Integrationsinhalte mehrheitlich in deutscher Sprache gesendet werden.

sout al khallej logo

Sout Al Khaleej ist bereits auf dem europäischen Markt tätig. So ist das Programm in London über Mittelwelle, Digitalradio und Livestream hörbar und wird auch in Österreich im DAB-Versuch Wien verbreitet. Ob die Aufschaltung einen Zusammenhang mit der Eröffnung des Bürgenstock-Ressorts hat, welches sich fest in Arabischer Hand befindet, kann nur vermutet werden.

An religiösen Programmen mangelt es in der Schweiz auf DAB+ nun aber wirklich nicht mehr.

Internet: http://www.digris.ch

19.08.17 - Die digris DAB-Insel Biel-Solothurn läuft im Testbetrieb
Seit heute ist nun auch die digris DAB-Insel Biel Solothurn, von Sendestandort Port Jäissberg, auf Kanal 10A on Air (Sendeleistung: 630 Watt, vertikal, im Endausbau). Dank des hervorragend gelegenen Standortes, kann das Ensemble sogar problemlos in Teilen des entfernt liegenden Berner Oberlands empfangen werden. Es laufen momentan wiederum vier Testprogramme mit je 80 kbit/s Übertragungsrate:

Test1: Open Broadcast
Test2: Spoon Radio
Test3: Maxxima
Test4: IP Music

open broadcast

spoon radio

maxxima

ip music 2016

radio rabe

3fach

canal 3

rundfunk positiv

 

 

 

 

 

 


Momentan stören sich auf bestimmten Empfängern (Beispielsweise Yamaha T-D500) die Testprogramme aus dem Berner Oberland (Kanal 6A) und aus Biel (Kanal 10A) noch gegenseitig, wohl aufgrund vom identischen ID’s.  So kommen aus Biel alle vier Programme an, vom Harder jedoch nur noch «Test 4», Radio BeO 2. Über die endgültige Programmbelegung der Insel Biel-Solothurn ist momentan noch nichts bekannt.

Abdeckungskarte vergrössern!     sender port jaeissberg 2017-1

Die Abdeckungskarte des Senders Port Jäissberg, zum Vergrössern und der entsprechende Sendemast dazu. (Foto: digris, facebook)

Wenn Ende August auch noch die Insel Bern auf Kanal 10A zu senden beginnen wird, kann es durchaus sein, dass in grossen Gebieten beide Kanäle stumm bleiben, da sie sich gegenseitig auslöschen werden. Siehe Artikel über die problematischen Gleichkanalbelegungen, weiter unten.

 

18.08.17 - Offizieller Sendestart von “Radio BeO 2” verschoben
Gemäss heutigen, an uns gelangten Informationen, geht das  Musikspartenprogramm von Radio BeO nun leider noch einmal off Air, bis  wichtige Fragen mit BAKOM und Suisa geklärt sind und die drei Berner  Oberländer digris-Sendestandorte Harder, Brienz und Thun Ende Oktober  definitiv in Betrieb sind. Somit verschiebt sich der offzielle  Sendestart wohl auf Anfang November. Das Programm erhält dann noch einen neuen Namen anstelle von "Radio BeO 2".

17.87.17 - Ein Lösungsvorschlag für die Gleichkanalbelegungen in der Schweiz
In der vergangenen Monaten ergaben sich in der Schweiz vermehrte Probleme mit Gleichkanalbelegungen auf DAB+. Will heissen: geografisch zu nahe aneinander gelegene DAB-Ensembles stören sich gegenseitig und löschen das Signal aus. Auf diesen Kanälen wo sich Sendegebiete überschneiden, bleibt das Radio also stumm. Konkret geht es um die digris DAB-Inseln Aarau, Winterthur-Schaffhausen und Luzern-Zug-Nidwalden auf Kanal 5D, um die Inseln Basel, Bern, Biel-Solothurn und Neuchâtel-Yverdon, auf Kanal 10A, aber auch um die beiden Tessiner Inseln Sopra- und Sottocenerei auf Kanal 10C.

Grafik Kanal 5D vergrössern!     Grafik Kanal 10A vergrössern!

Die beiden Grafiken zeigen deutlich die rot markierten, problematischen Gebiete, wo sich die Signale der Kanäle 5D und 10A gegenseitig auslöschen oder auslöschen werden.

Radio DXer Christian Brülhart befasst sich schon seit Jahren intensiv mit dem Radioempfang, Sendestandorten und Koordinationen. Er hat unter Berücksichtigung der internationalen Frequenzkoordination einen Lösungsvorschlag für die problematischen Gleichkanalbelegungen ausgearbeitet, welchen er in einer von uns zusätzlich ergänzten Excel-Tabelle (zum Download) zusammengestellt hat, als sogenannte Zerobase-Alternative. In dieser Tabelle ist klar ersichtlich, dass es problemlos funktionieren würde, die verschiedenen DAB-Ensembles störungsfrei aneinander vorbeizubringen. Längerfristig müsste seiner Ansicht nach jedoch auch der Kanal 13 (A-F) aktiviert werden.

Die Kanalbelegung der digris DAB-Inseln würde nach diesem Vorschlag wie folgt aussehen:

Aarau - Kanal 5D
Basel - Kanal 7B
Bern - Kanal 9D
Berner Oberland - Kanal 6A
Biel-Solothurn - Kanal 10C
digris logo grGenf - Kanal 10D
Glarus - Kanal 7C
Lausanne - Kanal 8C
Luzern-Zug-Nidwalden - Kanal 5B
Neuchâtel-Yverdon - Kanal 10A
Oberwallis - Kanal 11C
Sargans-Chur - Kanal 8A
Sottoceneri - Kanal 10C
Sopraceneri - Kanal 10B
Unterwallis - Kanal 10D
Winterthur-Schaffhausen - Kanal 5D
Zürich - Kanal 5A

Die kursiv geschriebenen Inseln sind momentan noch nicht on Air.

Und falls es dann tatsächlich einmal noch zu einem zweiten Deutschschweiz-Kanal von SwissMediaCast (SMC) kommen würde, so wäre dafür Kanal 10D nicht schlecht geeignet.

Es ist der Öffentlichkeit immer noch nicht verständlich, warum in der Schweiz momentan so viele, geografisch ungünstig gelegene Gleichkanalbelegungen vorgenommen werden. Wie bereits mehrmals erwähnt, will man damit vielleicht die einzelnen Sendegebiete der DAB-Inseln künstlich begrenzen und nimmt dabei in Kauf, dass in den Grenzgebieten gar kein Empfang mehr möglich ist. Aus diesem Grunde sind die Überlegungen von Christian Brülhart zwar mehr als wünschenswert, stossen aber bei den Netzbetreibern und dem Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) wohl nicht auf offene Ohren. Schade…!

Danke, Christian Brülhart, für diese interessanten Anregungen und Vorschläge.

Conrad DAB-Radios, Digitalradios  

15.08.17 - Der aktuelle digris Netzplanungsstand
Freundlicherweise erhielten wir von digris-Geschäftsführer, Thomas Gilgen, wiederum zeitnahe Informationen zur weiteren DAB-Netzplanung. Daraus ist ersichtlich, von wie vielen Faktoren der zügige und termingerechte Ausbau abhängig ist. Die Technik hat immer noch ihre Tücken und es treten oftmals noch nie dagewesene Probleme auf. Dies fordert die Techniker von Netzbetreiber digris immer wieder von Neuem.

sender brienz hofstetten     digris sendegebiete 2017-3

Der Sender Brienz-Hofstetten mit UKW und DAB+ Antennen (Foto: S. Grünig, Krattigen) und der aktuelle Stand der DAB-Inseln von digris.

Folgendes läuft momentan an der «digris-Front»:

Kanal 9D (Zürich)
Der Sender läuft jetzt mit 3'000 Watt Leistung, 4 Dipolen und Tilt. Das Wärmeproblem ist endlich gelöst. Ziel ist, mit der 4 Dipolantenne im Verbreitungsgebiet den Indoorempfang zu verbessern. Auf jeden Fall kann man die Frequenz 9A und 9D nicht direkt vergleichen. 9A war ungestört, 9D ist das nicht mehr.

Kanal 6A (Berner Oberland)
Die Antenne Harder Kulm läuft seit 11. August 2017 mit halber Leistung (250 Watt). Problem: reflected Power. Ursache: noch unklar. Die digris Techniker suchen den Fehler. Der Sender Hofstetten Brienz ist noch nicht fertig. Der Lieferant und Installateur schuldet noch Einzelteile. Die Anlage Thun KVA wird voraussichtlich im Oktober in Betrieb gehen.

Kanal 10A (Bern)
Die Sendeanlage Bern Forsthaus wird Ende August in Betrieb genommen.

Kanal 10A (Biel-Solothurn)
Die Sendeanlage Port Jaeissberg wird Ende August in Betrieb gehen.

Kanal 5D (Schaffhausen)
Die Sendeanlage wird voraussichtlich Anfangs September im SFN mit Winterthur in Betrieb genommen.

Kanal 8B (Sargans, Chur)
Die Sendeanlage Vilters Maienberg wird voraussichtlich Mitte September in Betrieb gehen. Die Baubewilligung für Chur ist jetzt eingetroffen. Diese Installation soll im Oktober in Betrieb gehen.

Alle Termine unter Vorbehalt von Verzögerungen technischer Art. Weitere, aktuelle Informationen folgen, sobald verfügbar.

Internet: http://www.digris.ch

18.07.17 - Neue Beantragungen für Sendestandorte von SMC und digris
Die DAB-Netzplanung in der Schweiz schreitet zügig voran. Nun haben die Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) und digris bei der Deutschen Bundesnetzagentur (BNetzA) bereits wieder neue Anträge für die internationale Frequenzkoordination gestellt. Bei SMC diesmal mit Schwergewicht im Berner Oberland (Simmen-, Kander- und Lauterbrunnental), was sicherlich Radio BeO freuen wird, dessen Kernversorungsgebiet bislang mit SMC-Kanal 8B sehr schlecht abgedeckt war. Auch die Ostschweiz wird mit zusätzlichen Sendern profitieren. Bei digris handelt es sich um zwei Frequenzen für die DAB-Insel Neuchâtel-Yverdon, welche gemäss Planung im September-Oktober 2017 starten sollte.

SMC Kanäle

Kanal 7D (Deutschschweiz)
Adelboden Wintertal , 2’041 W, vertikal
Bischofszell, 199 W, vertikal
Boltigen Adlemsried, 246 W, vertikal
Diemtigen Ufem Chrütz, 955 W, vertikal
Kandersteg Büel, 891 W, vertikal
Konstanz (D), 1'905 W, vertikal
Lauterbrunnen Männlichen, 2'224 W, vertikal
Lenk Metschstand, 501 W, vertikal
Mammern Seehalde, 1'000 W, vertikal
Saanen Hornflue, 758 W, vertikal
Schwelbrunn Fuchsacker, 1'258 W, vertikal
Zweisimmen Heimersberg, 602 W, vertikal

Kanal 8B (Bern-Freiburg-Solothurn)
Adelboden Wintertal , 2’041 W, vertikal
Boltigen Adlemsried, 246 W, vertikal
Diemtigen Ufem Chrütz, 955 W, vertikal
Kandersteg Büel, 891 W, vertikal
Lauterbrunnen Männlichen, 2'224 W, vertikal
Lenk Metschstand, 501 W, vertikal
Saanen Hornflue, 758 W, vertikal
Zweisimmen Heimersberg, 602 W, vertikal

Karte vergrössern!     sender männlichen kl

Abdeckungskarte der neuen SMC-Sender im Berner Oberland für Kanal 7D und 8B (zum Vergrössern) und Ansicht des Senders Lauterbrunnen-Männlichen. (Foto: S. Grünig, Krattigen)

Kanal 9B (Ostschweiz)
Bischofszell, 199 W, vertikal
Konstanz (D), 1'905 W, vertikal
Mammern Seehalde, 1'000 W, vertikal

Schwelbrunn Fuchsacker, 1'258 W, vertikal

digris Kanäle

Kanal 10A (Neuchâtel-Yverdon)
Vully Vallamand, 1'995 W, vertikal
Yverdon Rue Neuchâtel, 398 W, vertikal

Karte vergrössern!

Das grossräumige Versorgungsgebiet der digris DAB-Insel Neuchâtel-Yverdon zum Vergrössern.

Diese Anfragen geben nach wie vor keine Auskunft über die tatsächliche Inbetriebnahme der Anlagen und den allfälligen Inbetriebnahmetermin.

Auffallend ist bei digris wiederum die Gleichkanalbelegung mit den Inseln Bern und Biel-Solothurn. Diese Ensembles befinden sich aus geografischer Sicht sehr nahe beieinander und werden sich in den Grenzgebieten gegenseitig auslöschen. Den Grund für diese leidigen Gleichkanalbelegungen konnte bisher noch niemand nennen, könnte jedoch mit dem Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) zu tun haben, welches die Reichweiten der einzelnen Inseln eingrenzen will.

 

14.07.17 - Neue Formen der Zusammenarbeit bei DAB+
Es ist eine Premiere in der Schweiz, dass Netzbetreiber digris beim Aufbau einer DAB-Insel intensiv mit einem lokalen Programmanbieter zusammenarbeitet. Zugleich ist es eine Chance auf eine neue Ära, für viel technische Innovation und hohe Übertragungsqualität. Auch wenn sich die Anbieter bei der gestern auf Kanal 6A im Testbetrieb gestarteten DAB-Insel Berner Oberland noch zurückhalten, wäre es sinnvoll, eine Verbreitung in diesem Ensemble zu prüfen. Gemäss noch inoffiziellen Informationen, welche uns jetzt vorliegen, ist man das Ganze diesmal technisch völlig anders angegangen, hat aus Erkenntnissen von vergangenen Inbetriebnahmen und dem Projekt Digital Oberland gelernt und versucht, das Beste für Netzstabilität und Übertragungsqualität herauszuholen. Aufgrund der Sperrfrist, können wir an dieser Stelle leider noch nicht detailliert über die technischen Hintergründe und Planungen berichten, werden dies jedoch nachholen, sobald wir dafür grünes Licht haben. Eines ist aber jetzt schon sicher: die Zusammenarbeit zwischen dirgis und Radio BeO gestaltet sich sehr fruchtbar und wird bei den Hörern ganz deutlich wahrnehmbar sein. Von der technischen Entwicklung wird auch die digris DAB-Insel Bern profitieren können, welche im Verlaufe des Augusts 2017 on Air gehen soll.

rack harder     empfangsgeräte01 kl

Das Rack des Senders Harder (Foto: digris, facebook) und Empfänger des Ensembles in Spiez (Foto: S. Grünig, Krattigen).

Bereits hat Radio BeO auch sein geplantes Spartenprogramm zum Leben erweckt, momentan noch als «Test 4» zu hören. Gesendet wird ein bunter Musikmix aus Pop, Evergreens, wenigen aktuellen Hits, vielen Schweizer Songs und Musik aus anderen Ländern in den Sprachen Italienisch, Französisch und Spanisch, jedoch noch ohne Stationserkennung. Mit diesem neuen Angebot hegt Radio BeO ebenfalls attraktive, noch nicht offizielle, Pläne und technische Innovationen. Der Testbetrieb läuft bis 31. August 2017. Offiziell geht’s dann ab dem 01. September 2017 los. Auffallend ist dabei jetzt schon die gute Klangqualität aller vier Testprogramme, Open Broadcast, IP Music, Maxxima und dem BeO Spartenprogramm. Sie senden momentan mit 80 kbit/s Übertragungsrate. Die Bässe klingen angenehm rein und die Höhen ohne lästiges Scheppern oder gar Klirren. Es ist praktisch kein Fading aufgrund von Datenreduktion auszumachen. Man darf gespannt sein, welche anderen Anbieter sich noch für dieses Ensemble entscheiden werden.

radio beo logo 2017-1

Streamadresse des BeO Spartenprogrammes für alle, welche ausserhalb des Versorgungsgebietes von Kanal 6A wohnen: http://radiobeo.mp3.green.ch:8080/beo1.mp3.m3u

13.07.17 - Die digris DAB-Insel Berner Oberland läuft jetzt im Testbetrieb
Nachdem ein defekter Splitter den digris Leuten noch einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte und nur mit 15 Watt Leistung gesendet werden konnte, laufen seit heute Abend vier Testprogramme über den Sender Unterseen Harder-Kulm (500 W). Auf "Test 3" ist momentan das Programm von IP Music, auf “Test 1” Open Broadcast und auf "Test 2" Maxxima, von Stan Roehrich, zu hören. Letzteres sendet auf vielen digris-Inseln meistens als Lückenfüller. Leider ist das Interesse an Berner Oberland-Kanal 6A noch nicht gerade gross. Es wollen bislang nur die folgenden acht Anbieter mitmachen:

open broadcast

radio rabe

spoon radio

3fach

kanal k

radio 2you

radio 74

maxxima

 

 

 

 

 

 


Viel freier Platz ist also vorhanden und es ist zu hoffen, dass sich noch andere Anbieter für dieses interessante, weitreichende DAB-Ensemble in dieser beliebten Tourismusregion entscheiden werden. Ende Juli folgt der Sender Sender Hofstetten bei Brienz-Breiten (500 W) und Ende Oktober der Sender Sender Thun-KVA (500 W) im Gleichwellennetzbetrieb (SFN).

Weitere Infos folgen, sobald verfügbar!

Internet: http://www.digris.ch

06.07.16 - Neue DAB-Aufschaltungen in Strassentunnels, jetzt auch mit dirgis
Empfangsbeobachter aus dem Schweizer Radioforum berichten, dass jetzt in St. Gallen die Strassentunnels Rosenberg (A1) und Schoren (Anschluss A1) mit den DAB-Kanälen 7D, 9B und 12C versorgt sind. Zudem sind, gemäss Mitteilung von Sacha Woodtli an uns, als Novum ab sofort der Luzerner Rathausen-, Sonnenberg-, Reussport-, Spier- und der Schlundtunnel (A2) seit kurzer Zeit mit digris Kanal 5D, Luzern-Zug-Nidwalden, ausgerüstet. Damit kann nun eine digris DAB-Insel erstmals auch in Strassentunnels gehört werden. Weitere Aufschaltungen folgenden hoffentlich in Kürze.

Conrad DAB-Radios, Digitalradios  

04.07.17 - Die leidige Kommerzialisierung des Digitalradios

Eine Situationsanalyse von Stefan Grünig.

Bereits in den 90er Jahren erkannte man in Europa, dass das UKW-Band immer mehr überfüllt wurde und zahlreiche Anbieter schlichtweg keinen Platz mehr darauf fanden. Gegenseitige Störungen nahmen zu. Die Frequenzknappheit trieb teilweise seltsame Blüten und veranlasste in der Schweiz auch das BAKOM dazu, die Konzessionsgebiete der Privatradios einzuschränken und so die Vielfalt an Programmangeboten einzuschränken. Eine neue Lösung musste also her. Durchgesetzt hat sich, wie wir mittlerweile wissen, die Technologie DAB/DAB+, welche sich auf dem früher vom analogen Fernsehen genutzten VHF-Band (174-230 MHz) befindet. Natürlich wollte man gleichzeitig mit mehr Programmplätzen auch die Möglichkeit von Zusatzinformationen zur Attraktivitätssteigerung schaffen. Slideshows mit News, Verkehrs-, Wetterinfos und nützliche Angaben zum Programm sollten das Medium Radio spürbar attraktiver machen. Zudem plante man, ganz im Sinne des Erfinders, eine deutlich bessere Übertragungsqualität der einzelnen Programme. Diese war bei der Technologie DAB (alt) gegenüber UKW ganz klar hörbar. Mit dem neuen Verfahren DAB+ wäre sie problemlos auch machbar, mit anständigen Übertragungsraten, ab 80 kbit/s aufwärts.

dab frequenzen

Die DAB+ Kanal- und Frequenzaufteilung. Grafik: wikipedia.org

Doch auch hier hat man die Rechnung mal wieder ohne den schnöden Mammon gemacht. Die an sich innovative Technologie wurde in den vergangenen Jahren gnadenlos kommerzialisiert und zerpflückt. Mehr Quantität statt Qualität, lautet die Devise. Die Netzbetreiber und Anbieter haben schnell einmal herausgefunden, dass sich mehr verdienen, beziehungsweise einsparen lässt, wenn man die einzelnen Kanäle mit möglichst vielen Programmen vollstopft. Auf der Strecke geblieben sind dabei die gute Tonqualität und die eigentlich innovativen Zusatzinfos. Seit spätestens November 2016 wissen wir auch, dass selbst die SRG ebenfalls nicht davor zurückschreckt, die Qualitäten von DAB+ einzuäschern. Die Slideshows bei ihren Programmen wurden ohne Vorankündigung eingestellt, gerade jetzt, wo die Autoradios immer häufiger mit grossen Displays angeboten werden. Zudem sind die Übertragungsraten mit 64 kbit/s für das beliebteste Radioprogramm der Schweiz, SRF 1, und für die Kanäle von SwissMediaCast (SMC) schlichtweg zu tief. So darf man sich bei der neuen DAB+ Kampagne des BAKOM wirklich nicht auf die bessere Tonqualität gegenüber UKW berufen. Wenn 18 Programme auf einen einzigen Kanal gequetscht werden, ist schlichtweg keine vernünftige Übertragungsqualität mit Zusatzinfos mehr möglich. Hochtöne scheppern in der heimischen Stereoanlage oder im Autoradio und Bässe faden hörbar weg. Die feinen Töne leiden merklich. Es müssten ja auch wirklich nicht alle Regionaljournale von SRF 1 in der ganzen Deutschschweiz zu hören sein. Das nennt man in Fachkreisen unnötige «Kanalverstopfung». Zudem lässt sich das BAKOM unverschämt viel Zeit mit der Bewilligung neuer Übertragungskapazitäten, welche vielleicht wieder etwas mehr Platz auf den DAB-Kanälen schaffen würden.

radio zieht um

Die aktuelle “Radio zieht um” Kampagne des BAKOM wirbt fälschlicherweise ebenfalls mit besserem Klang!

So zerstört der Durst nach Gewinnmaximierung einmal mehr auch den gut gemeinten Plan, das Radio innovativer und attraktiver zu machen, mit mehr Qualität und Dienstleistung. Schade drum… Ein kleiner Trost bleibt: wenigstens ist die Vielfalt im Äther durch DAB+ merklich grösser geworden, auch wenn viele Programme nach Wegfall der Bundessubventionen sicherlich wieder verstummen werden.

04.07.17 - Veranstaltungsfunk auch auf DAB+
Wer kennt sie nicht, die Schülersender oder Veranstaltungsradios, welche meistens für eine bis zwei Wochen auf kleinen Gebieten über UKW verbreitet wurden. Manchmal waren es Lagerradios, Projekte von Schulen, Programme von grossen Festivitäten oder sonst einfach Programme von Radiobegeisterten, wie beispielsweise im Jahr 1997 Hitradio Niesen, im Berner Oberland. Mit jeweils schwachen, vom BAKOM bewilligten Sendern, erreichte man die lokale Bevölkerung und trieb einen grossen Aufwand mit der Planung und Finanzierung. Nun hat die Ära das Veranstaltungsfunks auch via DAB+ unser Land erreicht, so wie dies der SWR aus Deutschland schon seit längerem vormacht. Von 08. bis 15. Juli 2017, geht die offene Jugendarbeit mit Jugendlichen aus Kreuzlingen nach 6 intensiven Vorbereitungsmonaten auf Sendung und zwar mit dem Jugendradio «Hafenfunk», in Zusammenarbeit mit der Radioschule klipp+klang.

radio hafenfunk logo

Der Name soll auf die Zeit der Radiopiraten anspielen. Denn illegale Stationen funkten damals oft von hoher See aus, weil sie an Land keine Genehmigung bekamen, so die Radiomacher. Und oh Wunder: man sendet erstmals nicht auf einer schwachen UKW-Frequenz, sondern gleich auf SMC Ostschweizkanal 9B und somit in einem riesigen Empfangsgebiet. Ein Projekt welches durchaus Schule machen darf und die heimische DAB-Landschaft angenehm anreichert, wenn auch leider nur für kurze Zeit.

Internet: http://hafenfunk.ch

 

27.06.17 - digris plant die Netzverdichtung seiner DAB-Inseln
Nebst dem Aufbau neuer DAB-Inseln, will Netzbetreiber digris im weiteren Verlauf des Jahres 2017 auch die Netzverdichtung vorantreiben, was nach Inbetriebnahme von über 50% der im Endausbau geplanten DAB-Inseln auch durchaus Sinn macht. Die folgenden Senderneuaufschaltungen werden künftig im SFN-Betrieb (Gleichwellennetz) noch bessere Versorgungsqualität bieten:

DAB-Insel Zürich
Sendeanlage Zürich West: ab November 2017
Sendeanlage Zürich Ost: ab Dezember 2017

DAB-Insel Aarau
Sendeanlage Olten: ab Oktober 2017

DAB-Insel Winterthur-Schaffhausen
Sendeanlage Schaffhausen: ab Juli 2017

DAB-Insel Luzern-Zug-Nidwalden
Sendeanlage Zug: ab Herbst 2017

digris logo 2016-1

Über die Inbetriebnahme der SFN-Sender im Kanton Bern haben wir ja kürzlich schon berichtet.

digris tut gut daran, den Programmveranstaltern eine saubere Grundversorgung zu bieten, damit die grossen Lücken in den einzelnen Netzen gestopft werden können. Interessant wäre noch zu wissen, wie sich digris die Tunnelversorgung künftig vorstellt.

Internet: http://www.digris.ch

20.06.17 - Neues vom SRG-Branchenforum
Gemäss dem SRG-Branchenforum vom vergangenen Montag, 19. Juni 2017, will Netzbetreiber SwissMediaCast (SMC) noch im laufenden Jahr seine DAB-Ensembles mit zusätzlichen 50 Sendeanlagen ausrüsten. Leider wurde dabei nicht konkret kommuniziert, um welche Sender und Kanäle es sich handelt. Zudem wurde, wie von uns bereits thematisiert, beim BAKOM Antrag für ein 6. SMC-Netz gestellt.

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Die drei SRG-Sender Martigny-Ravoire, Wildhaus-Säntis und Bolligen-Bantiger. Fotos: S. Grünig, Krattigen.

Die SRG ihrerseits wird ab Ende 2019 für den Umzug von UKW auf DAB+ bereit sein. Um eine möglichst hohe Empfangsqualität bieten zu können, startete sie eine Grossoffensive beim DAB+ Netzausbau. Rund achtzig Prozent der bestehenden Sendeanlagen werden verbessert, 88 neue erstellt. Dereinst werden über die DAB+ Netze der SRG 99,6 Prozent der Schweizer Bevölkerung erreicht.
Zum langsamen Ausbau der Nationalstrassentunnels mit dem DAB+ Signal, nahm man wie folgt Stellung: «Schliesslich schreitet auch die Ausrüstung von 250 Strassentunnel mit DAB+ voran, wenn auch zaghaft. Das liegt jedoch nicht am Bundesamt für Strassen (Astra), das dafür zuständig ist. Der Gründe gibt es viele: Dass in den meisten der dafür vorgesehenen Tunnel erst Ende 2018 DAB+ Programme gehört werden können, liegt auch daran, dass sich das Astra als Bundesbetrieb an die Verordnung über öffentliche Beschaffungswesen (VöB) halten muss. Das bedeutet: WTO-Ausschreibungen. Und solche brauchen viel Zeit. Dazu kommen weitere Vorgaben und der Bauaufwand inklusive Tunnelsperrungen, die in der Bevölkerung nicht gerade beliebt sind.», so die SRG in ihrer Medienmitteilung.

gotthard strassentunnel

Der Gotthard-Strassentunnel (A2), als Symbol eines mit DAB+ versorgten Tunnels. Foto: S. Grünig, Krattigen.

Schlussendlich pries Kabelnetzbetreiber UPC noch seinen laufenden DAB-Versuch in Luzern als Erfolg an, obwohl in der Branche bekannt ist, dass dieser Test innerhalb der UPC äusserst kritisch betrachtet wird und momentan aufgrund des geringen Echos keine Fortsetzung finden wird. Die UPC dazu schönfärberisch: «UPC ist weltweit das erste Unternehmen, das einen solchen Kabelstandard anbietet und auch anderen Netzbetreibern zur Verfügung stellt. Das Ergebnis des Pilotversuches: keine technischen Probleme und vor allem kein einziges negatives Kundenfeedback. Das lässt aufhorchen.»

Tatsächlich geht es in der Schweiz mit dem Digitalradio DAB+ vorwärts, auch wenn nicht alles ganz reibungslos klappt. Am UKW-Abschaltungstermin 2024 wird jedoch in der Branche mit Überzeugung festgehalten.

Internet: https://www.srgd.ch/de

20.06.17 - Der digris-Fahrplan für den Kanton Bern steht
digris Geschäftsführer, Thomas Gilgen, hat uns heute freundlicherweise die weiteren Senderaufschaltungen im Kanton Bern mitgeteilt, welche nun in einer ersten Etappe schön gestaffelt stattfinden.

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Das künftige Sendegebiet von digris im Berner Oberland, gesehen vom Niesen. Foto: S. Grünig, Krattigen.

DAB-Insel Berner Oberland (Kanal 6A)
29.06.17 - Sender Unterseen Harder-Kulm (500 W)
26.07.17 - Sender Hofstetten bei Brienz-Breiten (500 W)
30.10.17 - Sender Thun-KVA (500 W)

DAB-Insel Bern (Kanal 10A)
28./29.08.17 - Sender Bern Forsthaus (KVA) (1'000 W, stark gerichtet)

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Die Abdeckungskarte der digris DAB-Ensembles Bern und Berner Oberland, noch ohne den Standort Thun, zum Vergrössern! Antennenrichtdiagramme und Reflektionen an den Bergen sind nicht berücksichtigt!

Damit ist digris ist nun gar nicht schlecht im Fahrplan. Man darf gespannt sein, auf das Programmbouquet im Berner Oberland, welches sicherlich auch Radio BeO wesentlich mitbestimmen wird. Vielleicht darf man ja sogar einige Überraschungen erwarten. Mit gutem Empfangsequipment sollte in Bern auch die Insel für das Berner Oberland empfangbar sein und umgekehrt ebenfalls, zumindest im nördlichen und zentralen Berner Oberland.

Internet: http://www.digris.ch

14.06.17 - digris ist im Tessin erfolgreich gestartet
Wie von uns angekündigt, werden in diesen Tagen die digris DAB-Inseln für das Tessin aufgeschaltet. Gestern erfolgte die Inbetriebnahme der Insel Sottoceneri vom Standort Monte San Marzio (I), auf Kanal 10C. Noch sind im Testbetrieb nicht ganz alle angekündigten Programme aufgeschaltet. Heute erfolgte nun die aufwändige Montage des Senders San Bartolomeo (I) für die DAB-Insel Sopraceneri, welche mit Muskelkraft erfolgen musste, wie im facebook Profil von digris eindrücklich zu sehen ist. Dieses Ensemble ging später, im Verlauf des Abends ebenfalls auf Kanal 10C on Air. Gemäss digris Homepage wird jedoch der 01. Juli 2017 als offizieller Starttermin angegeben. Zudem sind für Bellinzona (Sopraceneri) und Mendrisio (Sottoceneri) wohl noch weitere Sender geplant. Nähere Informationen dazu liegen uns derzeit nicht vor.

digris inbetriebnahme monte san marzio01     digris inbetriebnahme monte san bartolomeo01

Abenteuerliche Senderinbetriebnahme auf dem Monte San Marzio und in San Bartolomeo, auf Italienischem Boden, dicht an der Grenze zur Schweiz. Fotos: facebook, digris.

Mittlerweile ist die Programmbelegung beider Inseln identisch geworden, sodass man eigentlich einen SFN-Betrieb betreiben könnte. Es werden vorerst je 11 Programme mit einer Übertragungsrate von je 80kbit/s zu hören sein. Danke für die Info, Rete_Svizzera. Im Tessin sind somit ab sofort 27 Anbieter aus der Schweiz zu hören. In Teilen des Südtessins kommen noch die Ensembles aus Italien dazu. Das Digitalradio, DAB+ bereichert den Äther des Schweizer Südkantons also merklich.

Karte vergrössern!     Karte vergrössern!

Die Versorgungskarten für die digris DAB-Inseln Sotto- und Sopraceneri zum Vergrössern!

Im Verlaufe des Julis startet dann hoffentlich die angekündigte, lange erwartete Inbetriebnahme der zwei Berner DAB-Inseln, Bern (Kanal 10A) und Berner Oberland (Kanal 6A). Zudem soll im Juli ebenfalls der Sender für Schaffhausen in Betrieb gehen (DAB-Insel Winterthur-Schaffhausen, Kanal 5D). DAB-Swiss informiert wie gewohnt zeitnah, aus erster Hand.

Conrad DAB-Radios, Digitalradios  

06.06.17 - Media Broadcast und Absolut Radio für den 2. Deutschen Bundesmux
Heute wurde in Deutschland der Plattformbetreiber des zweiten, nationalen DAB-Ensembles (2. Bundesmux) bekannt gegeben. Wie sich im Vorfeld bereits abzeichnete, handelt es sich dabei um das Konsortium von Netzbetreiber Media Broadcast und Absolut Radio. Es ist durchaus möglich, dass man noch im Verlaufe dieses Jahres mit 18 Programmen startet. Dabei werden Musikspartenprogramme aus dem Hause Absolut Radio, aber auch andere, bereits bekannte Anbieter von Vollprogrammen mit von der Partie sein. Interesse gezeigt haben im Vorfeld Anbieter wie Kultradio und die Rock Antenne aus Bayern, Hitradio FFH oder ERF Pop.

absolut spartenprogramme dab     media broadcast logo

Mögliche Spartenprogramme von Absolut Radio, gemäss erster, bereits überholter Planung und Logo Media Broadcast.

In einer ersten Ausbauetappe will die Antenne Deutschland GmbH & Co. KG, welche nun von den Medienanstalten ausgewählt wurde, mit 71 Sendestandorten starten. Von einem weiteren Ausbau darf ausgegangen werden. Ob sich in der Netzplanung auch grenznahe Sendestandorte wie der Hochrhein oder der Feldberg im Schwarzwald befinden, ist momentan noch nicht bekannt. Somit ist noch unsicher, ob dieser 2. Bundesmux auch bei uns in der Schweiz empfangen werden kann. Der 1. Bundesmux wird ja bald schon über rund 120 Sendestandorte verbreitet und ist damit bis weit ins Mittelland hinein zu hören.

05.06.17 - Die digris Programmbelegungen für das Tessin und Bern
Jetzt ist die Katze aus dem Sack und die Programmanbieter für die digris DAB-Inseln Sopra-, Sottoceneri und Bern sind bekannt. Im Tessin scheint das Interesse nach Programmplätzen momentan noch eher beschränkt zu sein. Folgende Anbieter können gemäss der Webseite des Netzanbieters ab Mitte Juni im Tessin auf den beiden Kanälen 10C empfangen werden:

Sopra- und Sottoceneri

open broadcast

radio gwendalyn

phare fm romandie

vibracion latina

radio fiume ticino

ip music 2016

radio italia solo musica italiana

skuizz radio 2017

radio onyx 2014

jazz ascona

spoon radio

 

 

 


Interessant ist hier besonders das neue Angebot von Radio Fiume Ticino, welches sich mit Musik aus Italien befassen wird. Sowieso fällt positiv auf, dass in diesen zwei Ensembles sehr viel Italienische Musik zu hören sein wird. Dafür sorgen nebst RFT auch Radio Onyx und Radio Italia solo Musica Italiana (RISMI). Ebenfalls überraschend ist die Nachnominierung von Jazz Ascona, welches für eine völlig neue Musiksparte bei digris sorgt. Man darf gespannt sein, ob bald noch weitere Anbieter die DAB-Inseln nutzen werden, vielleicht sogar Radioveranstalter aus dem benachbarten Italien.

Auch die DAB-Insel für die Bundeshauptstadt, Bern, welche im Verlaufe des Julis startet, wurde nun von digris publiziert. Auf Kanal 10A werden von Beginn an 16 Programme zu hören sein. Die Nachfrage ist damit hier merklich höher. Folgende Anbieter sind vertreten:

Bern

open broadcast

radio rabe

radio kaiseregg

ip music 2016

latinos fm

la fabrik

spoon radio

skuizz radio 2017

3fach

magic radio

radio italia solo musica italiana

kanal k

world radio switzerland

radio tell

jam on radio

toxic fm 2016

radio beo 2017

 

 

 

 


Überraschungen sind in Bern nicht viele dabei: wie immer in der Deutschschweiz, sehr viele Alternativ- und Jugendprogramme und die bereits von anderen digris Inseln bekannten Musiksender. Positiv auffallend sind hier jedoch Radio Italia solo Musica Italiana, Radio Kaiseregg, World Radio Switzerland, das momentan noch unbekannte Musikspartenprogramm von Radio BeO und Radio Tell vertreten, welche sich einen Sendeplatz schnappen konnten und doch etwas Abwechslung in den Äther bringen werden. Entgegen unserer Vermutungen ist James FM aus Zug leider in Bern nicht dabei. Schade!

Die Angebote der Hauptstadt lassen schon ein Wenig erahnen, wie die beiden DAB-Inseln Berner Oberland und Biel-Solothurn belegt sein könnten. Für diese zwei Ensembles sind momentan von digris noch keine Angaben verfügbar.

Internet: http://www.digris.ch

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Sender Höfen-Beisseren. DAB-Antennen oben. (Foto:Stefan Grünig)

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Sender St. Chrischona bei Basel im Frühling. (Foto:Stefan Grünig)

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Sender Boltigen-Jaunpass. DAB-Antennen oben. (Foto:Stefan Grünig)

sender arbaz ayent pas maimbre

Sender Arbaz Ayent Pas Maimbre im Wallis. (Foto:Stefan Grünig)

sender san salvatore

Sender Monte San Salvatore im Tessin. (Foto:Stefan Grünig)

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Sender Wildhaus-Säntis im Winter bei Nacht. (Foto:Stefan Grünig)